Meine liebsten Still-Begleiter

Ein ganz grosses Thema nach der Geburt ist ja immer – stillen oder Fläschchen. Bei manchen geht´s, bei manchen eben nicht. Ich möchte nicht darüber urteilen und kann auch nur aus meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Bei mir war von Anfang an Unmengen von Milch vorhanden und ich hätte bestimmt Drillinge davon ernähren können. Ganz klar, dass mein „kleines“ Spuckkind dabei überfordert war. Das war auch nicht wirklich eine einfach Kombi. Denn mein kleiner Tiger war gefrässig wie eine Raubkatze. Alle zwei Stunden, 7 Tage die Woche. Und keine Minute später. Das musste ratzfatz gehen. Das Stillkissen habe ich dann schnell verworfen. Bis dieses Ding bequem drapiert war, hatte ich schon ein schreiendes Neugeborenes auf dem Arm, das mich nervös machte. Ausserdem immer diese Still-Wurst mitschleppen, das war mir einfach zu anstrengend. Dazu kamen anfangs diese schrecklich empfindlichen Brustwarzen, die gut gepflegt werden mussten. Autsch. Eine Anlegetechnik zu finden, die für mich und für meinen Sohn bequem war, stellte eine richtige Herausforderung dar. Ich war drauf und dran abzustillen. Doch mir wurde geraten auf mein Herz zu hören. Und dieses wollte nicht. Nicht wenn von der optimalsten Nahrung für mein Baby so ausreichend vorhanden war und vor allem wollte ich dieser speziellen Verbundenheit zu meinem Baby kein Ende setzen. Es wurde mir gesagt, dass auch mit dem Fläschchen eine innige Beziehung beim Füttern entstehen kann. Kann für einige stimmen. Für mich ist es jedoch einfach nicht das Gleiche. Bei mir haben sich die vielen Stillberatungen, das „Kämpfen“ dafür, und das auf meine Intuition hören, ganz klar gelohnt. Denn irgendwann klappte es einwandfrei und alle vorherigen Probleme haben sich in Luft aufgelöst. Bis auf das Spucken und den Zwei-Stunden-Rhythmus natürlich. Gut man hätte auch immer mehr Milch geben können, jedoch wäre bei meinem Spuckkind einfach das Doppelte rausgekommen. Also hielten wir uns an unseren Rhythmus und es funktionierte ganz gut. In der Nacht und zuhause stillte ich im liegen. Dabei wurde mein Schlaf am wenigsten beeinträchtigt und wir waren beide entspannt. Dies war meine absolute Lieblingsposition. Da konnte man am Tag auch einfach noch länger liegen bleiben und ganz ausgiebig kuscheln. Zudem stillte ich in der „Berg-auf-Position“. Dabei floss meine Milch langsamer und der kleine Tiger war bereits aufrecht, sodass nicht gleich die ganze Milch hochkam. Eine Variante war auch, dass ich ihn zuerst mit dem stets verpönten Stillhütchen (wieso auch immer) anlegte, bis sich die Menge normalisierte und ich es dann entfernte, sodass er genug Milch bekam. Es klappte also wunderbar bis der Tag X kam und ich nicht mehr genug Milch hatte. Ich musste dann gezwungenermassen schleichend auf das Fläschchen umstellen. Der erste Tag war hormonell eine Katastrophe. Der kleine Mann weinte bei der neu schmeckenden Milch und mir fehlte das schnelle praktische kurz mal anlegen sowie diese spezielle Nähe zu meinem Kind. Nun musste er warten bis das Fläschchen zubereitet war und das ging natürlich nur noch halb so schnell. Auweia. Und dann noch dieses tägliche Auskochen, Pulver kaufen, alles einpacken, wenn man die Wohnung verlässt usw. Aber ich habe mich daran gewöhnt und mit dem fliessenden Brei-Übergang waren es gar nicht mehr allzu viele Fläschchen-Mahlzeiten. Jetzt gehört das Fläschchen zum Alltag und das ist auch gut so. Aber ich blicke trotz der anfänglichen Strapazen sehr gerne darauf zurück und würde es jederzeit wieder so machen. Und was mir in dieser Stillzeit so geholfen hat, habe ich hier aufgelistet. Wer weiss, vielleicht kommt mir das bei Baby Nr. 2 zu Nutzen, wenn die Stilldemenz erneut grüssen lässt.

Still Must Haves

Nr. 1: Rafael Brustwarzenpflege-Salbe fand ich am angenehmsten. Sie klebte nicht wie Purelan (Lanolin) und zog besser ein.

Nr. 2: Die Hydrogel-Pads von Medela brachte mir meine Hebamme mit und die waren so schön kühlend. Die Brustwarzen taten im Nu nicht mehr weh und heilten viel schneller.

Die Stillhütchen, ebenfalls von Medela, waren bei meinem starken Milchspendereflex und in Wachstumsschüben und der heutigen Stillen nach Bedarf-Regel ebenfalls ein gutes Helferlein.

Nr. 3: Ein Stilltop erleichterte mir das Auswärts-Stillen ungemein. Der Bauch blieb versteckt und schützte vor ungewollten Zuschauern. Gibt es zum Beispiel bei H&M.

Nr. 4: Das Wichtigste überhaupt: der Still-BH. Ich hatte diverse schon vor der Geburt bestellt und war danach wahnsinnig enttäuscht. Alle waren unbequem und sassen überhaupt nicht. Ich fand meinen Lieblings-BH von Anita im Babyfachmarkt. Bügellos, nahtlos, mit atmungsaktiver Mikrofaser, breiten Trägern und trotzdem einem Hauch Spitze. Mit einem in schwarz und in weiss, war ich bestens ausgerüstet.

Nr. 5: Ein bequemes Pyjama mit Knöpfen am Oberteil durfte für das nächtliche Stillen nicht fehlen. Gibt’s zum Beispiel bei H&M.

Nr. 6: Wollte ich mal abpumpen, was sehr selten vorkam, deshalb die Handpumpe, dienten mir die Produkte von Avent ungemein. Die Handpumpe war angenehm, klein und praktisch, die Aufbewahrungsbehälter kompatibel mit den Fläschchen und die Naturnah-Sauger der Fläschchen ermöglichten einen optimalen Wechsel zwischen Flasche und Brust. Ich benutze die Naturnah-Fläschchen immer noch und bin immer noch sehr zufrieden. Die Aufbewahrungsbehälter kommen nun als Brei- oder Snack-Aufbewahrung zum Einsatz.

Nr. 7: Die Pucktücher von Aden & Anais. Kamen super als Stilltuch zum Schutz vor ungewollten Blicken, als Pucktuch sowie als leichte Decke unterwegs zum Einsatz. Ausserdem sind sie so schön bedruckt.

Nr. 8: Der Sidroga-Stilltee fördert die Milchbildung an Tagen, wo man mehr Milch benötigt. Die Mischung aus Kümmel, Fenchel und Anis ist zudem angenehm für das kleine Baby-Bäuchlein.

Nr. 9: Stilleinlagen von Milette aus der Migros. Für mich als Migros-Kind ideal. Relativ günstig, gute Passform, mit Klebestreifen und für mich das Wichtigste: sie waren die einzigen, die auf meiner sensiblen Haut nicht juckten. Die Wolle-Seide-Stilleinlagen von Elanee habe ich ebenfalls sehr geschätzt. Sind jedoch einfach etwas umständlicher mit dem zusätzlichen Auswaschen.

Zudem hat mir die Medela-App zur anfänglichen Stillzeit, Brustwechsel etc. sowie die Mamamap, wo ich öffentliche Orte zum Stillen nachschlagen konnte, sehr geholfen.

Advertisements

Vive la France – von Gnocchi-Subito zu Frau Quiche

Bonjour mes chers lecteurs. Gestern war mir nach einer Quiche zumute. Das erinnerte mich gleich an meine französische Freundin und ehemalige Nachbarin, die der französischen Küche alle Ehre macht. Eine Französin wie man sie sich vorstellt, mit dem täglich elegant frisierten Dutt, einem Hauch Sonne auf der Haut, hantiert sie in der Küche und zaubert ein Mise en Place in Perfektion. Der Geruch aus dem Ofen verlieh unserem Daheim für einen kurzen Moment ebenfalls eine französische Note. Was so ziemlich das einzig französische, nebst den schönen Etageren und dem Lieblingsparfum von Yves Saint Laurent natürlich, in unserer eher nordisch eingerichteten Wohnung ist.

Irgendwo musste doch noch so ein Quiche-Rezept sein. Also durchstöberten mein Sohn und ich den Korb mit all den leckeren Rezepten und Magazinen. Ausräumen ist ja momentan ganz toll. Aber einräumen, nein danke. Da ist es ja, in dem Küchenzauber-Magazin vom letzten Jahr. „Erleben Sie ein grünes Wunder“ und „ran an den schlanken Kürbis“ wurde die Sparte mit den Zucchini-Rezepten angepriesen. Und gleich als Erstes, die Zucchini-Quiche mit Tomate. Yumm, das nehmen wir. „Mämm-mämm-mämm“ macht mein kleiner Tiger. Dem schmecken die Zucchini nämlich ebenfalls sehr. Zubereitungszeit 60-70 Minuten. Hmm also nicht mehr ganz so subito wie sonst immer. Egal, wir versuchen’s. Also wurde der Mürbeteig so schnell geknetet wie Lucky Luke schiessen kann, während der kleine Mann eingekuschelt im Laufstall neben der Küche seelenruhig sein Fläschchen getrunken hat. Phu geschafft, ab damit in den Kühlschrank. Die Zucchini wurden unter Aufsicht des kleinen Tigers, wie immer im Ergobaby mit dabei, gehobelt und vorgekocht. Mit der Zubereitung des Gusses wurde es dem Herrn zu bunt und war somit bereit für seinen morgendlichen Powernap. In dieser Zeit konnte die Quiche belegt werden und dann schlussendlich für 45 Minuten im Ofen vor sich hin bräunen. Und es hat sich gelohnt, wir konnten ihn noch lauwarm geniessen und schmeckte speziell gut an diesem bitterkalten Herbsttag. Brrrr. Notiz an mich: Handschuhe am Kinderwagen montieren nicht vergessen. Mist wo sind die denn beim Umzug wieder hingekommen? Im Keller? Im Schrank? Stop stop stop, wir waren ja noch beim Rezept von der Zucchini-Quiche mit Tomate. Stimmt. Das muss ich ja noch für euch abschreiben. Also tadaaa:

Zucchini-Quiche mit Tomate

Zutaten für 1 Springform (Durchmesser 28 cm), Zubereitungszeit: 60 – 70 Minuten (ohne Kind), mit Kind: gefühlte 2 Stunden

Für den Teig:

220 g Mehl

1 Ei

1 Eigelb

Salz

100 g kalte Butter

Für den Belag:

600 g kleine Zucchini

Salz

1 Tomate

Für den Guss:

2 Eier

100 g Crème fraîche

Salz, Pfeffer

100 g Käse, gerieben (bei uns war’s Gruyère)

1-2 Zweige Rosmarin

Zubereitung:

  1. Aus den Teigzutaten einen Mürbeteig herstellen: Dazu das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und das Ei, das Eigelb und das Salz hineingeben. Die in kleine Stücke geschnittene Butter dazugeben und die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. 2 Liter Wasser mit 2 EL Salz aufkochen (es muss tatsächlich so salzig sein!), die Zucchinischeiben 3 Minuten darin sprudelnd kochen, abgiessen und abtropfen lassen. Am besten geht das, wenn man sie auf einem sauberen Küchenhandtuch ausbreitet.
  3. Die Tomate waschen und in Scheiben schneiden.
  4. Für den Guss die Eier mit Crème fraîche verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die gefettete Backform mit dem Teig auslegen, dabei einen 2 cm hohen Rand formen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Hälfte des Käses drüberstreuen.
  6. Zucchini auf dem Teigboden verteilen, zuoberst auch die Tomatenscheiben. Die Eiermischung über die Zucchini und Tomate giessen, sodass alles bedeckt ist. Mit dem restlichen Käse bestreuen.
  7. Die Quiche ca. 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche gebräunt ist. Nach dem Herausnehmen ca. 5 Minuten ruhen lassen, bevor der Rand der Backform entfernt wird. Zuletzt den Rosmarin darübergeben.

Zucchini-Quiche mit Tomate

Zucchini-Quiche mit Tomate

In dem Sinne eine liebevolles Adieu mit einem Augenzwinkern an die alte Heimat und ein schönes Wochenende!

Subito Rezept Nr. 1 – Gnocchi-Gratin mit Schinkenrollen

Da mich unser kleiner Racker auch mittags mit der Breizubereitung und anschliessender Verköstigung ganz schön auf Trab hält und der Lieblingsmann logischerweise auch gerne was Leckeres zu Mittag isst, musste ich mir ein paar Rezepte raussuchen, die gut mit unserem Zeitmanagement harmonieren. Denn für ein aufwendiges Geköch bleibt so gar nicht mehr viel Zeit. Hat der kleine Tiger erst mal seinen Brei verschlungen, gilt es schnell das ganze Chaos zu beseitigen, ihn sauber zu machen und dann ran an den Herd, sodass ich den kleinen Mann dann auch pünktlich zum Mittagsschlaf hinlegen kann und mein Mann und ich später in Ruhe gemeinsam zu Mittag essen können. So ist ein Gnocchi-Gratin mit Schinkenrollen genau das Richtige für uns. Den Guss und die Gnocchis kann ich easypeasy zur gleichen Zeit wie den Brei vorbereiten und dann ab in den Ofen damit, während der kleine Herr genüsslich seinen Brei verspeist. Dieses Rezept eignet sich natürlich auch für alle anderen, die gerne was Leckeres subito auf den Tisch bringen wollen.

Das Rezept stammt von einer gewissen Betty, die in der Schweiz ziemlich berühmt ist. Ich habe es für euch abgeschrieben und mich auch gleich an dem Bild des Rezeptbuches bedient, da meins nur ein Handy-Schnappschuss war. Denn die Gnocchis wurden ebenfalls so subito gegessen wie sie gemacht wurden. Schwupps und weg waren sie. Unser Date mit Herr und Frau Gnocchi, die an unsere ehemaligen Besuche beim Italiener erinnern. Und jetzt Bon App und viel Spass beim Nachkochen.

Gnocchi-Gratin mit Schinkenrollen

ihr benötigt dazu eine weite ofenfeste Form von ca. 3 Litern, gefettet (geht also null problemo auch nicht gefettet ;-))

  • 750 g Kartoffelgnocchi          in der vorbereiteten Form verteilen / ich koche sie zuerst ein paar Minuten im heissen Wasser
  • 12 Tranchen Schinken          locker aufrollen, auf die Gnocchi legen
Guss
  • 3 dl Vollrahm
  • 1 dl Fleischbouillon / ist auch lecker mit Gemüsebouillon, je nachdem was gerade griffbereit ist
  • 2 EL Tomatenpüree
  • 1 EL Cognac / ich nehme entweder Noilly Prat oder Weisswein, oder lasse ihn ganz weg
  • wenig Pfeffer
alles verrühren, über den Gratin giessen
Gratinieren: ca. 20 Minuten in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens.

Meine persönlichen Schwangerschafts-Must-Haves

Schwangerschafts-Must-Haves

Nr. 1: Als Ratgeber habe ich mich für das grosse Mama Handbuch entschieden. Es gefiel mir sehr, da es nicht zu sachlich geschrieben ist, einen emotional abholt und viele praktische Tipps beinhaltet. Zudem werden nicht nur die einzelnen Phasen der Schwangerschaft sowie der Geburt beschrieben, sondern begleitet einen auch noch in den ersten 10 Monaten mit Baby. Als weiteres Extra empfand ich die Mamaplus-Verweise im Buch mit denen man im Internet mittels Codeeingabe weitere Zusatzinformationen zum Lesen, Ausdrucken etc. erhält.

Nr. 2: Einen bequemen Bustier zum Beispiel von Zalando für die empfindliche und wachsende Brust.

Nr. 3: Umstandsjeans von H&M, sitzen einfach super, haben einen bequemen Bund und das Wichtigste: Andere merken gar nicht, dass es Umstandshosen sind. Auch die Umstandsleggings und die Hotpants fand ich super. Diese Kleider habe ich auch nach der Geburt gut und gerne getragen bis mir meine alten Hosen wieder gepasst haben. Auch ein paar Oberteile waren schön. Aber dafür griff ich meistens eher zur normalen Damen-Abteilung und nahm das Oberteil einfach ein zwei Nummern grösser.

Nr. 4: Schöne und schlichte Echtleder-Stiefeletten zum Beispiel von MAX Shoes, die sich beim Tragen den Füssen anpassen, mit rutschfester Sohle und praktischem Reissverschluss an der Seite begleiteten mich die ganze Schwangerschaft über und erwiesen mir einen guten Dienst. Auch mit etwas angeschwollenen Füssen waren sie gut zu tragen und durch den seitlichen Reissverschluss wurde mir das An- und Ausziehen sehr erleichtert. Im Winter liess ich meine dann zusätzlich noch vom Schuhmacher winter- und rutschfest besohlen.

Nr. 5: Schwangerschafts-Yoga: Unglaublich entspannend, super Geburtsvorbereitung, toller Austausch mit anderen Schwangeren und schöne Mantras, die ich meinem kleinen Tiger jetzt noch vorsinge. Er hat die im Bauch schon so geliebt und dazu immer wild Purzelbäume geschlagen. Ein Pluspunkt für mich: Auch ohne Yoga-Erfahrung super machbar. Ich war im Sundari-Yoga in St. Gallen bei Tanja, die sich vor kurzem mit dem Yoga-Loft selbständig gemacht hat.

Nr. 6: Einen schönen Damen-Rucksack oder eine stilvolle Tasche mit Schultergurt zum Umhängen zum Beispiel von Zara. Denn gegen das einseitige Tragen am Arm wehrten sich schon bald mein Rücken und die Babykugel.

Nr. 7: Multivitamin- und Folsäurepräparate sowie Omega3-Fettsäuren zur bestmöglichen Unterstützung einer gesunden Embryonal-Entwicklung, zum Beispiel von Elevit.

Nr. 8: Still- oder Lagerungskissen zur Entspannung auf dem Sofa oder für einen besseren Schlaf in der angenehmen Seitenlage. Meins war von Centre Art und gab’s in einem schönen beige-farbigen Bezug mit kleinen weissen Pünktchen. Zum Beispiel von Babyjoe oder Senn Pro Baby St. Gallen.

Nr. 9: Mit dem App von Babycenter sowie dem Swissmom-Schwangerschafts-Newsletter war ich auch in der digitalen Welt stets up to date und verkürzten mir damit die Wartezeiten im Zug, beim Frauenarzt usw.

Nr. 10: Blévitas aus der Migros. Ein Migros-Kind war ich schon immer. Blévita-Knabbern war mein Heilmittel gegen die Übelkeit und waren für aus dem nichts kommende Hungerraste stets griffbereit in meiner Handtasche.

Nr. 11:  Ein pflegendes Öl oder Crème zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen halten die Haut geschmeidig. Hat bei mir jedoch nur bedingt genützt. Veranlagung und ein schlechtes Bindegewebe spielen eine wichtige Rolle. In den letzten zwei Wochen, als der Bauch dann in den Endspurt ging, riss mir die Haut dann doch noch an einigen Stellen. Zur Vorbeugung gibt es zum Beispiel The Tummy Rub Butter von Mama Mio.

Nr. 12: Immer in meiner Handtasche: Der Ultra Glossy Lippenstift von Kiko in einem saftigen Beerenrot. Verhalf mir in den komatösen Müdigkeitsanfällen und der Übelkeitsphase trotzdem zu einem Frische-Kick.

Nr. 13: Von wegen Schwangere haben eine lupenreine Haut. Durch die anfängliche Hormonumstellung und den „angeblichen“ Jungs-Hormonen des kleinen Tigers glich mein Gesicht dem eines Teenagers. Pickel wurden zuverlässig mit meinem Clinique Concealer abgedeckt.

Vom schwanger werden zum schwanger sein

Hach. Endlich schwanger. Und zwar so richtig. Whoop whoop! Und jetzt das kleine süsse Geheimnis für sich behalten, obwohl man es doch laut in die Welt hinaus rufen möchte. Hey, schaut mal alle her, in mir wächst gerade ein kleines etwas heran, das jetzt bereits so gross wie eine Bohne ist. Oder war’s doch eine Erbse? Kurz mal nachschauen, was die Babycenter-App dazu meint. Ach ja Kidneybohne. Also doch. Und gleich verfalle ich wieder in einen kurzen Jöö-Schock-Zustand. Ich könnte meinen Bauch ständig streicheln, um dem kleinen Wunder jetzt schon das Gefühl zu geben, dass ich es von ganzem Herzen lieb habe. Aber wie ich dann in einem späteren Stadium erfahren habe, soll Bauch streicheln Wehen auslösen. Aber dazu später.

Ich war also schwanger. Und das merkte ich vom allerersten Tag an. Mir war ständig übel, war komatös müde und hatte unendliches Verlangen nach Cheese-Burgern.  Ich die „Vegetarierin“. (Anmerkung der Redaktion für alle nicht Vegis: Ich mag einfach die Konsistenz des Fleisches bis auf ein paar Ausnahmen nicht. Und es lebt sich fleischlos wirklich gut. ;-)) Das war also eine ganz klare Sache. Doch dann kam ein echter Rückschlag. Mein Mann und ich verbrachten gerade Ferien im wunderschönen Südfrankreich mit den zuvor beschriebenen Schwangerschaftssymptomen im Gepäck *yeah*, da wurde uns im Spital weisgemacht, dass sich unser lang ersehntes Wunder schon früher verabschiedet hätte. Kein Herzschlag sichtbar. Und mein Herz war mit einem Knall in viele kleine Teile zerbrochen. Wieder zuhause angekommen, mit den weiterhin anhaltenden Schwangerschaftssymptomen, ging ich zu meinem Frauenarzt, der mich bereits per Telefon sehr unterstützt hatte und somit zu meinem Held im weissen Kittel wurde. Er verkündete nach einem weiteren Ultraschall-Untersuch euphorisch, dass man „schwangerer“ gar nicht sein könnte und zeigte uns den kleinen nervösen Fleck auf dem Bildschirm. Das Herz schlug ja doch. Erst völlig verdattert, aber dann machte mein Herz Luftsprünge. Und gleichzeitig konnte ich den französischen Arzt ohrfeigen. Damit abschliessen und nach vorne schauen war die Devise. Von nun an galt es noch mehr auf mein kleines Wunder zu achten. Und es gedieh prächtig. Bald schon erfuhren wir, dass wir einen Sohn erwarten und damit konnten auch gleich alle Vorbereitungen fürs Kinderzimmer-Einrichten getroffen werden. Hurra. Dann folgten die ersten Turnübungen. Ich weiss es noch so genau, als wäre es gestern geschehen. Ich war bei der Arbeit und telefonierte mit einem ehemaligen Arbeitskollegen. In diesem Moment spürte ich seine ersten Purzelbäume und es fühlte sich wirklich wie in diversen Ratgebern beschrieben so an wie lauter Schmetterlinge. Die Bewegungen wurden stärker und konkreter, man konnte nun ein Po oder ein Rücken oder ein anderes Körperteil spüren oder erahnen. Ich freute mich jeden Tag darauf und genoss es wahnsinnig. Somit hatte ich auch immer die Bestätigung, dass es dem kleinen Mann gut geht.

Um unser Glück perfekt zu machen, gaben wir und Michelle Hunziker ihrem Tomaso, ebenfalls schwanger, uns am 10.10.14 das Ja-Wort. Wie im ersten Beitrag bereits erwähnt, war es wirklich ein wunderbarer Tag, den ich mir nie im Leben so schön vorgestellt hätte. Richtig romantisch, obwohl ich das doch sonst so gar nicht bin. Doch die ganzen Hochzeitsvorbereitungen und einen Schicksalsschlag in der Familie waren meinem Baby wohl etwas zu viel des Guten. Es zwang mich zur Liegepause. WC hin und zurück, das war’s. Angst machte sich breit, was wenn es doch nicht gut ausgeht. Aber ich sagte meinem kleinen Knirps immer wieder, dass er noch warten soll. Ans Bett oder aufs Sofa gefesselt zu sein, war für einen keine Langeweile-kennenden Menschen wie mich furchtbar. Zum Glück durfte ich in den eigenen vier Wänden bleiben und es erholte sich dann doch schneller als gedacht. Ich konnte sogar wieder voll arbeiten gehen und wieder alles was mir Spass machte unternehmen. Die Kugel wurde aber immer grösser und es wurde auch immer umständlicher. Dann kommt der Punkt, an dem man dann wirklich nur noch möchte, dass sich das Baby auf den Weg macht und man es endlich in den Armen halten darf. Und wie immer ist es irgendwann so weit und das Gefühl war unbeschreiblich. Jetzt ist er da und ist perfekt. Ich bin so wahnsinnig dankbar.

Und noch ein High-Five und dicken Kuss an meinen Lieblingsmann mit dem ich heute unseren ersten Hochzeitstag feiern darf. Ein wahnsinnig spannendes Jahr voller Emotionen ist vergangen. Und wir haben es geschafft. Der erste Meilenstein ist erreicht. Denn nicht zu vergessen, so ein Baby kann definitiv zum Beziehungskiller werden. Aber ich bin glücklich. Sehr sogar. Und ich liebe dich von ganzem Herzen.

Und ebenfalls ein High-Five an Michelle und Tomaso nach bella Italia.

Hochzeit

Wie alles begann – Projekt Wunschkind – schwanger werden

Bei Fräulein Tiger wird sich also vieles ums Mama-Sein drehen, aber dass sich das Mama-Werden manchmal als schwieriger als gedacht erweist, darüber wird heute noch immer nicht allzu offen gesprochen. Wenn man aber das Schlagwort „schwanger werden“ oder ähnliches in die Suchmaschine eintippt, ist das WWW übersät mit Tipps, Ratgebern, verzweifelten Frauen in Foren usw. Hat man sich jedoch den Wunsch ein Baby zu wollen in den Kopf gesetzt, ist es manchmal schwierig, oder ich lehne mich mal etwas weiter aus dem Fenster, fast unmöglich nicht jeden Monat ganz gespannt und hoffnungsvoll beim Teststreifen auf die zweite Linie zu starren. Die jedoch einfach nicht erscheint. Mist wieder nur das Kontrollfenster. Also stimmt das Ergebnis. Aber was stimmt nicht mit mir? Es wurde doch immer laut angepriesen, schwanger werden sei das Einfachste der Welt. Sonst wären wir ja bereits ausgestorben. Bin ich also eine Mittzwanziger in einem Körper einer Mittvierziger?! So zumindest fühlte ich mich nach einigen Besuchen beim Frauenarzt, der mir nichts tolles prophezeite. Also wechselte ich den Arzt und gelangte zu meinem zukünftigen Held im weissen Kittel. Der riet mir vor allem zur Gelassenheit, was wie oben bereits angetönt, nicht mehr ganz so einfach war. Doch ich nahm ihn beim Wort und legte den Wunsch etwas beiseite, ach was, ich legte halt einfach keine Teststreifen mehr auf Vorrat an und vertraute schlussendlich meinen Eierstöcken. So. Ich ging dann aber trotzdem noch nebenan zur Akupunktur beim Chinesen meines Vertrauens. Er behandelte mich mit zig Nadeln, gab mir Menu-Empfehlungen, stellte die Energielampe an und gab mir vor allem eins: Entspannung. Zwei Stunden Ruhe, Wärme, Gelassenheit und Zuversicht für unser Projekt Wunschkind. Zum Abschluss einen Tee und zuhause tiefenentspannt ins Bett. Was soll ich sagen, der Spruch „abwarten und Tee trinken“ hat in meinem Fall gewirkt. Der zweite Strich war schon in naher Zukunft zwar nur ganz blass zu sehen, aber er war da. Endlich. Das Abenteuer begann.

Olivia mit Henrik

Auf los geht’s los – Achtung, fertig, Neustart

Hallo meine lieben Leser

Ich schlage hiermit ein neues Kapitel auf und rufe meinen neuen Blog als Fräulein Tiger ins Leben. Whoop whoop! Hipp hipp Hurra!

Einige kennen mich vielleicht noch von meinem alten Blog ,,passion for fashion and more“ , worin mein letzter Beitrag doch tatsächlich von „Das war der Oktober“  handelte. Nämlich unserer Hochzeit mit Babykugel. Ein so wunderschöner Tag voller Liebe…der in drei Tagen jedoch bereits ein Jahr her ist. *schluck*. Dann feiern nämlich der Lieblingsmann und ich unseren ersten Hochzeitstag. Mit Baby. Denn dieses Baby war ja beim letzten Mal schon in Mamas Bauch mit dabei. Und hat jetzt einen Namen. Henrik. Ein Junge. Unser Junge. Unser Glück. Hürde Nummer 1 ist also geschafft. Uff. Und gleich nochmal ein hipp hipp Hurra hintendrein.

Wie man also unschwer erkennen kann, ist im Hause der Familie Tiger einiges passiert. Anstatt Mode, Schönheit, aufwendigen Rezepten, dekorieren bis die Ohren wackeln und weiteren vielen schönen Dingen, für die man ohne Kind gaaanz viel Zeit, Platz und vor allem auch Geld hat, wird nun Themen wie Windeln wechseln, B(r)eikost, schöner – nun aber vor allem auch praktischer Mode usw. viel mehr Beachtung geschenkt. Was nicht heisst, dass ich nicht immer noch gerne zwischendurch, sofern’s die Zeit erlaubt, sich die Müdigkeit in Grenzen hält, alle Aufgaben abgehakt sind und mir dann nicht auch noch aus lauter Erschöpfung bei der zweiten Seite bereits die Äuglein zufallen, in einer Modezeitschrift blättere und mich von den perfekt gestylten Models inspiriert fühle, mich dann mit Waschbär-verdächtigen Augenringen im Spiegel betrachte und gleich wieder zur Realität zurückkehre.

Mein Leben als Mama. Die Erfüllung schlechthin. Es gibt nichts, wirklich nichts, das ich lieber täte, als mit meinem Sohn Zeit zu verbringen und meiner Familie ein Wohlfühl-Zuhause zu schaffen. Und vor allem eins – einfach für sie da zu sein. Dasein ist nämlich meiner Meinung nach heutzutage ein rares Gut geworden. Meine Prioritäten wurden also neu geordnet, Ehefrau und Mama sein- und genau aus diesem Alltag und zu solchen Themen möchte ich euch gerne ein paar Beiträge beisteuern. Ganz sporadisch und unverbindlich. Das Artikel-Schreiben soll ja schliesslich noch lange Spass machen und zu der knapp verbleibenden Freizeit im Mama-Dasein nicht auch noch zu einem TO DO-Punkt auf der Aufgabenliste werden. Check.

Also ihr lieben, mich freut’s ungeheuerlich, es kribbelt schon länger in meinen Fingern und jetzt geht’s endlich los. Auf los geht’s los. Achtung, fertig, Neustart. Blog 2.0.

Willkommen auf Fräulein Tiger!

Miau!