Fräulein Tiger in der Thurgauer Zeitung

So jetzt ist es offiziell. Ich lebe im (Dino-) Chaos. Der ganz normale Wahnsinn eben. ;-) By the way, jemand Tipps gegen Sonnencreme-Flecken? ;-)

Danke an Annina Flaig und die Thurgauer Zeitung für den schönen Bericht von letztem Freitag.

Artikel Thurgauer Zeitung vom 20.7.2018

PDF: Thurgauer Zeitung zVg

 

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Vom Dschungelbuch, „Ohmmmm“ und „Nein“ – neue Strategien zur Stressbewältigung

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Vor einem Monat habe ich hier über Brüder und Geschwister geschrieben.

Nach Veröffentlichung dieses Artikels folgten diesbezüglich und Autonomiephase sei Dank kräftezehrende Wochen. Threenager hallo. Wachstumsschub olé. Dies in Kombination. Hallelujah.

Selten habe ich mich so viel fluchen gehört seit ich Mami bin. Das „Gopfverdeckel“ beherrscht mein Threenager natürlich jetzt aus dem Effeff. Shame on me. Aber hej, bin eben auch nur ein Mensch und wir alle wachsen von Tag zu Tag an den neuen Situationen, meistern unsere Launen und versuchen das Beste daraus zu machen.

Nach dem gefühlt tausendsten „Täubeli“-Anfall, Mittagspausen seit Wochen im Eimer, dem kletternden Baby überall nachhechtend, ständig im Oktopus-Modus am Brei-Löffel auffangen, Gschichtli während dem Stillen vorlesen, das Baby herumtragen, dem Grossen zuhören usw., und mit meiner Geduld irgendwann am Ende, wurde ich gar ein paar Mal richtig laut. Fand ich nicht in Ordnung, aber eben, wie war das mit dem Mensch-Sein? Ich habe mich diesbezüglich entschuldigt und versuche es mir in Zukunft zu verkneifen.

Mein derzeitiger Ratgeber „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ wird nun auch nachts als Hörbuch bei spotify verinnerlicht. Sofern ich nicht sofort wieder in eine Art komatösen Tiefschlaf falle. Bis zum nächsten Mama-Einsatz natürlich.

Dass meine ,,Ohmmmms“ vom Geburtsvorbereitungs-Yoga mal sooo nützlich sein werden wenn die Kinder erst mal da sind, das hätte ich ja damals nicht gedacht. Doch es nützt tatsächlich. Stimme ich bei ständigem Gejammer, im Kanon am liebsten, in meinen Wal-Singsang ein, ist auf einmal Ruhe im Raum. Manchmal schlafen sie gar dazu ein. Im Bett dann natürlich. Denn das Abendritual mit zwei kleinen Knirpsen ist also auch nicht immer Ohne. Dieses Ohmmmm kann ich euch also nur empfehlen. Es wirkt bei uns allen wahre Wunder. ;-) Und wenn das nichts nützt, singe und tanze ich meine Balu-Parodie vom Feinsten. Denn das Dschungelbuch sowie Gesang und Tanz werden hier heiss geliebt. Danach darf ich wieder in glückliche Gesichter blicken und wir widmen uns etwas beschwingter der nächsten Aufgabe.

Nach sehr langen und vollen Tagen und kurzen Nächten streikte dann auf einmal auch unser Immunsystem. Uns erwischte die Sommergrippe. Schleichend alle nacheinander. So richtig ätzend mit platzendem Schädel, Schnuddernase, Husten und Fieber durch die hübschen Sommertage zu kommen. Aber wisst ihr was. Alles hat auch sein Positives.

Es wurde endlich wieder etwas ruhiger bei uns. Der kleine Tiger beklagte sich eh schon über zu viel Besuch und Terminen in den letzten Wochen. Er genoss es sehr, einfach nur mit mir und dem kleinen Bruder herum zu gammeln, seine Spielsachen zu bespielen, Bücher mit mir anzuschauen, mal nicht irgendwohin zu müssen, einen kleinen Spaziergang zu machen und das Teilen mit dem Babybruder ging plötzlich auch wieder besser. Sogar die Mittagsschläfchen funktionieren wieder seitdem ich mich mit beiden in unser geliebtes Familienbett hinlege und gemeinsam mit ihnen meine Batterien auflade. Und nicht ständig noch Dieses oder Jenes erledigen möchte.

Ein Perspektivenwechsel tut manchmal ganz gut. Wir sind nun auch wieder nur noch mit dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs, schon allein das entschleunigt ungemein. Nicht immer ganz freiwillig, aber immerhin. Und wieder entspanntere Tage, ohne ständig Dies oder Das zu müssen, einfach wieder die Nase in die Sommerluft halten oder morgens stundenlang mit meinen Liebsten im Pyjama gammeln, das möchte ich wieder vermehrt machen. Energie tanken. Und dafür halt auch mal wieder etwas absagen und auf mehrere Wochen verteilen. Nein zu zu vielen Aktivitäten und Ja zu mehr Ruhe.

Denn nur so entkomme ich dem „Tammi nomol“ und bin mehr bei meinem „Ohhhhmmm“. Das freut mich und bestimmt auch die Kinder.

Bilder © Fräulein Tiger 

Meine Kinder-Notfall-Apotheke / Erste Hilfe mit Hansaplast

Sommer

Meine absolute Lieblingsjahreszeit hat sich dieses Jahr besonders früh bemerkbar gemacht und die sonnigen Tage halten weiter an. Herrlich. Die Hosen werden wieder kurz getragen und die nackten Kinderfüsse springen über Pflastersteine und Wiesen. So soll es sein. Hurra.

Doch welches Mami kennt es nicht. Die Kinder stürzen im Eifer des Gefechts, sei es beim Laufen, mit dem Velöli usw. und holen sich Schürfwunden oder Ähnliches auf dem rauen Untergrund. Aber auch unseren ersten Bienenstich mussten wir letztens verarzten. Autsch.

Dann heisst es oftmals: Pusten, trösten, Pflaster drauf! Doch aufgepasst, wusstet ihr, dass man mit Pusten bei offenen Wunden oder eben Abschürfungen alles nur noch schlimmer machen kann? Denn das kann die Verbreitung von Bakterien unter Umständen sogar fördern. Auch die Wunde besser an der Luft trocknen und heilen zu lassen ist ein veralteter Mythos. Bei offenen Wunden sollte am besten immer ein Pflaster angebracht werden, das vor äusseren Einflüssen schützt.

Mein Nothilfekurs ist schon sehr lange her, doch mit den einhergehenden Geburten meiner Kinder bekamen zumindest die Notfall-Apotheke, Hausapotheke sowie Erste Hilfe Massnahmen gleich wieder einen höheren Stellenwert in meinem Leben. Denn als Mama möchte man ja nur das Beste für seine Kinder und die kleinen Schätze sollen deshalb auch jederzeit gut versorgt werden.

Doch seien wir ehrlich, was wir ganz genau in jedem Ernstfall tun müssen ist uns auch nach dem Nothilfekurs nicht omnipräsent. Widmen wir uns deshalb doch heute einfach mal der einfacheren Wundversorgung. Eine Schnitt- oder Schürfwunde ist ja so etwa eines der häufigsten Malheurs und macht auch vor uns Eltern (z.B. in der Küche beim Gemüseschnippeln usw.) nicht Halt. Ich bin ja ein ziemlicher ,,Schutzli“ und habe deshalb immer ein Pflaster in der Küchenschublade griffbereit.

Hansaplast Erste Hilfe

EINFACHE WUNDVERSORGUNG

  1. Um Infektionen vorzubeugen und zum eigenen Schutz: Hände mit Wasser und Seife waschen, mit einem Handdesinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.
  2. Sollte die Wunde stark bluten, erstmals die Blutung stoppen. z.B. mit Druck einer sauberen Kompresse auf die verletzte Stelle. Die Wunde sorgfältig reinigen. Unter fliessendem kalten Wasser, mit einer sterilen Kochsalzlösung oder einem Wundspray. Sollten Fremdkörper in der Wunde stecken, nicht selber entfernen und den Profis überlassen. Anschliessend die Wunde und die umliegende Haut trocknen.
  3. Die Wunde vor Schmutz und Bakterien mit einem Pflaster oder sterilen Wundverband schützen. Das Pflaster täglich wechseln.
  4. Gegebenenfalls Wundheilsalbe auftragen, um die Heilung zu beschleunigen und eine Narbenbildung zu vermindern.

Nebst der medizinischen Wundversorgung sollte man sich auch unbedingt um die kleinen Patienten kümmern und ihnen Trost spenden. Auch dann, wenn es in unseren erwachsenen Augen nicht wirklich schlimm aussieht. Dies ist für mich persönlich ebenfalls ein wichtiges Thema und ich bin dazu auf einen ganz wunderbaren Artikel hier gestossen. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn ist bereits vor einiger Zeit in meinen Ratgeberfundus eingezogen und gibt mir immer wieder ganz tolle Inputs, um die kleinen Menschlein besser verstehen und begleiten zu können.

Wie oft schleichen sich diese Floskeln „Ist doch nicht schlimm“, „Nichts passiert“ usw. in unsere damit eigentlich eher Möchtegern-Trostversuche. Einfach weil wir schon so erzogen wurden und sich das in uns verinnerlicht hat. Dabei weint kein Kind einfach ohne Grund. Und egal wie harmlos es in unseren Augen aussieht, für das Kind ist es in dem Moment einfach schlimm. Dabei helfen Verständnis und eine beruhigende Art viel mehr.

Auch Trostrituale können helfen. Hier ein paar Beispiele:

  • Tränchen abwischen und in den Arm nehmen
  • Dazu dem Kind etwas vorsingen: (Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Sunneschy, s wird bald wieder besser sy / Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Schnee, s tuet am Chindli nüme weh)
  • Es vom Schmerz ablenken (nicht mit Trostsüssigkeiten), z.B. mit einer erfundenen Geschichte, einem Buch vorlesen, einem Spiel usw.
  • Einem hübschen Pflaster

Meine Kinder haben mich nicht nur zur Wickelrucksackträgerin mit sämtlichem Klimbim von Nuggi über Ersatzklamotten usw. gemacht, sondern auch eine Notfall-Apotheke ist stets auf meinen Kamel-Karawanen-Streifzügen mit dabei.

In meiner Notfall-Apotheke befindet sich unter anderem folgendes:

  • Ein Schweizer Sackmesser, mit Pinzette und Schere
  • Händedesinfektionsmittel
  • Wundheilsalbe
  • Wundspray
  • Pflaster in diversen Grössen, Materialien und Sujets
  • Steri-Strips
  • Wundkompressen
  • steriles Hydrogelpflaster bei Verbrennungen
  • selbstklebender steriler Wundverband
  • Verbandpäckchen
  • Arnica-Gel
  • Arnica Globuli
  • Combudoron (zur Kühlung und Nachbehandlung von kleinflächigen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen)
  • Euphrasia-Augentropfen
  • Kochsalzlösung-Ampullen
  • Elektrolyt-Pulver
  • alkoholfreie Bachblüten-Tropfen
  • Fieberzäpfchen
  • Fiebermesser mit beweglicher Spitze
  • Feniallerg-Tropfen
  • Zeckenzange
  • Sicherheitsnadel
  • Verbandsschere
  • Alkoholtupfer
  • Ein Paar Einweg-Handschuhe
  • Erste Hilfe Broschüre

Wichtig: Immer wieder auf Ablaufdatum kontrollieren und Produkte gegebenenfalls ersetzen.

Zum Glück blieb vieles davon bis jetzt unbenutzt, doch es gibt mir gleich ein besseres Gefühl, wenn ich mit den Kindern damit unterwegs bin.

Ich wünsche euch möglichst unfallfreie Tage und einen bombastischen Start in den Sommer!

Sommer barfuss

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Hansaplast. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Fräulein Tiger