Die ersten Zähne

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Ach wie oft habe ich dieses unleidliche Zähne kriegen schon verflucht. Gerade jetzt plagen den kleinen Tiger nebst dieser fiesen Erkältung auch noch die letzten vier Zähne, die noch kommen sollen (die Backenzähne sollen ja nebst den Eckzähnen die Fiesesten sein. Autsch). Zähne kriegen, eine gefühlte Never-Ending-Story. Aber bestimmt ist auch dieser Meilenstein bald geschafft…Die Ratgeber-Skala verspricht zumindest Vollendung bis zum 30. Lebensmonat. Dann sollten alle Zähne weiss blitzen. Sofern man sie natürlich immer schön fleissig putzt. Von Anfang an. Bis sie dann mit ca. 6 Jahren wieder ausfallen werden. Na toll. Immerhin weniger bis gar nicht schmerzhaft und mit Zahnfee im Gepäck. Yeah.

Als ich die ersten Symptome für den Beginn des Zahnens wie z.B. übermässiges Sabbern oder wie verrückt auf allem möglichen herumbeissen beim kleinen Tiger bemerkte, war er drei Monate alt. Bis die beiden ersten weissen Spitzen dann herausgeschaut haben und zum Einsatz gekommen sind, vergingen jedoch nochmals sechs Monate. Gemäss Babyalbum. So schnell vergisst man doch wieder. Nur die Augenringe bleiben. Vermutlich nun ein Leben lang oder mutieren schleichend zu Permanent-Tränensäcken. Aber hey, we dit it.

Und wie konnten wir die fiesen Schmerzen etwas lindern?

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Zum Einen war da unsere allerliebste Sophie, die Giraffe, die wir leider bereits ein Mal ersetzen mussten. Bei einem Ausflug ging sie tatsächlich verloren, da wir sie ÜBERALL dabei hatten. Zum Glück gehört sie längst zu den Klassikern und kann problemlos ausgetauscht werden, ohne dass das Kind es bemerkt. Sie besteht aus 100% unbedenklichem Naturkautschuk, ist mit qualitativ hochwertiger Lebensmittelfarbe bemalt und regt mit ihrem Aussehen, ihrer Form und deren Quietschen alle Sinne an. Auch der orange Beissring, den es gleich dazu gab, wird heute noch sehr geschätzt.

Auf die Veilchenwurzel hat mich damals Henrik’s Osteopathin gebracht und ist eine natürliche Alternative zum Beissring aus Plastik. Sie wird durch das Kauen und Sabbern weich und elastisch und kommt oft als Zahnungshilfe zum Einsatz. Durch das Kauen werden angeblich schmerzlindernde Inhaltsstoffe freigesetzt. Befestigt an einer Schnullerkette wie diese hier ging sie uns nie verloren und war gleich etwas hygienischer. Zur Desinfektion soll man sie in regelmässigen Abständen mit kochendem Wasser übergiessen. Für die späteren Backenzähne sollte dann eine etwas grössere Veilchenwurzel gewählt werden.

Auch die kleine versilberte Babyrassel in Hasenform, die wir zur Geburt geschenkt bekommen haben, dient beim Zahnen zur Kühlung. Sie ist leicht, handlich und bimmelt so schön. Das auf hochglanzpolierte Silber wirkt zudem antibakteriell. Ideal. So süss und mal überhaupt nicht 0815.

An kühlende Beissringen für den Kühlschrank gibt es jede Menge Auswahl. Wie z.B. die Milette Fische oder einen von MAM, der selbst Backenzähne erreicht, oder einen extra Kleinen für die ganz Kleinen ab zwei Monaten (hier) und und und. Hier kommt es ganz auf Geschmack der Eltern und vor allem Alter und Vorliebe des Kindes an. Unser von Chicco war ebenfalls ein Geschenk zur Geburt und ist für ein Alter ab ca. 6 Monaten geeignet.

Als Zahngel haben wir nebst den Osanit Globuli den natürlichen von Osa verwendet. Er enthält Kamillen-, Nelken-, Salbei- und Pfefferminzöl sowie Propolis-Tinktur und kühlt, beruhigt und pflegt das gereizte Zahnfleisch. Es schützt vor Entzündungen und ist zudem zuckerfrei.

Anstelle von den Osanit Globuli bekam ich den Hebammen-Tipp für die homöopathischen Einzeldosen Camilia von Boiron, die wir oft verwendeten und noch etwas einfacher zu verabreichen sind. Der enthaltene homöopathische Wirkstoff Chamomilla lindert die Schmerzen während des Zahnens, ist fiebersenkend und beruhigend. Phytolacca decandra ist ebenfalls ein geeignetes Mittel beim Zahnen, insbesondere bei starkem Verlangen auf etwas zu beissen. Es lindert ebenfalls die Schmerzen und ist fiebersenkend. Rheum ist ein Mittel gegen Durchfall, was beim Zahnen oftmals als Nebenerscheinung auftritt.

Des Weiteren gab ich ihm später so mit ca. 6 Monaten kühlende Gurken- oder Karottensticks aus dem Kühlschrank (Achtung wegen Verschlucken!), ging viel mit ihm an der frischen Luft spazieren, haben ganz viel gekuschelt, Lieder vorgesungen und alles was sonst noch von den Schmerzen ablenkt.

Erst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie mein Baby mit Zähnen dann aussehen soll. Und jetzt ist das breite Grinsen mit den vielen süssen Milchzähnen nicht mehr wegzudenken.

Bilder: © Fräulein Tiger

Gesund durch den Winter

Haaatschiii! Gesundheit!

Ein Standard-Satz in der jetzigen kalten Jahreszeit. Insbesondere dort wo Kinder auftauchen und ein Virus nach dem anderen die Runde macht. Die Luft ist trocken, zum Spielen trifft man sich jetzt öfters drinnen und die Immunsysteme der kleinen Knirpse müssen erst noch trainiert werden. Ideale Bedingungen also für diese fiesen Grippe- und Erkältungsviren.

Da ich in solchen Fällen oder im Allgemeinen zuerst immer auf natürliche Weise versuche den Genesungsverlauf zu unterstützen, greife ich erst zu fiebersenkenden Mitteln oder anderen schulmedizinischen Arzneimitteln wenn ich merke, dass das Fieber zu hoch ist, er darunter leidet, Schmerzen hat oder es andere Auswirkungen haben könnte. Da höre ich stets auf mein Bauchgefühl und komme bis jetzt so ganz gut zurecht.

Ich bin keine Impfgegnerin. Nein, mein Kind ist auch geimpft, jedoch finde ich es doch etwas gar früh für so einen kleinen Organismus wie es der Impfplan bei uns vorsieht. Zudem empfinde ich auch nicht jeden Impfstoff als nötig oder gar unbedenklich. Wir haben deshalb die Impfungen etwas später als üblich durchgeführt und wirklich nur, wenn ich wusste, dass der kleine Mann auch zu 100% fit ist. Die Impfungen können gerade auch in solchen Fällen wie bei Kindern mit Neurodermitis einen akuten Schub verschlimmern oder manchmal auch auslösen. Doch gerade auch wenn man impft, soll das Immunsystem etwas arbeiten und nicht beim kleinsten Fieberanzeichen Gegenmassnahmen getroffen werden. Dies ist aber meine Meinung und kommt immer auf die entsprechende Situation an. Da unser Kind nicht in die Kita geht, kommt er natürlich auch nicht gleich mit Krankheitserregern in Berührung wie fremdbetreute Kinder.

FIEBER – EINE SCHUTZ- UND HEILREAKTION DES KÖRPERS

Von Fieber spricht man bei Babies und Kindern ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C oder darüber. (Als kleiner Anhaltspunkt, die normale rektale Köpertemperatur beträgt zwischen 36,5 und 37,5 °C). Vorher sollte auch nicht eingegriffen werden. Denn Fieber ist ja grundsätzlich eine tolle Sache. Viren und Bakterien können sich bei solchen Temperaturen schlecht vermehren, werden bekämpft und das Immunsystem wird zugleich angekurbelt. Jedoch kann dies für solch kleine Knöpfe eine ziemliche Belastung sein. Manche Kinder spielen auch noch bei hohem Fieber und sind vielleicht einfach etwas müder als sonst, andere hingegen sind anhänglich, weinerlich und wirken ziemlich abgeschlagen. Hier muss von Fall zu Fall entschieden werden und natürlich die Ursache bekannt sein. Gehen wir nun einfach mal von einem gewöhnlichen und zu dieser Jahreszeit typischen viralen Infekt aus. Nebst Zäpfchen, Sirup und Co können zum Beispiel auch korrekt angelegte Wadenwickel (nur bei warmen Händen und Füssen!) zur Fiebersenkung von hohem Fieber beitragen.

BEI SCHNUPFEN UND HUSTEN

Eine verstopfte Nase ist für die Kleinen besonders unangenehm. Trinken und Schlafen werden zur Herausforderung, schnäuzen unmöglich und die Nasenschleimhaut ist trocken und angeschwollen. Damit der Schnupfen nicht in eine Mittelohrentzündung ausartet, sollte das Nasensekret flüssig gehalten werden. Dies geht z.B. mit physiologischer Kochsalzlösung (bei Stillkindern kann man auch Muttermilch in die Nase einträufeln), durch das Befeuchten der trockenen Luft (z.B. durch Aufhängen von feuchten Tüchern), einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel neben dem Bettchen (Döner Bude hallo) und viel Trinken. Kuhmilch sollte jedoch etwas reduziert oder verdünnt werden, da sie eine sehr verschleimende Wirkung hat. Damit das Sekret abfliessen kann, eignet sich eine erhöhte Lage des Oberkörpers. z.B. einen Keil unter die Matratze legen oder das Bettende mit Büchern oder ähnlichem leicht erhöhen. Auch ein warmes Bad eignet sich gut. Auf ätherische Öle sollte aber unbedingt verzichtet werden, da diese Atemnot auslösen können. Zudem bekommen viele Kinder davon Hautausschläge. Das wunde Näschen kann man mit etwas Bepanthen Salbe oder ähnlichem pflegen.

Auch bei Husten ist eine leicht sitzende Stellung angenehmer als flaches Liegen. Hier kann man dieselben Massnahmen wie beim Schnupfen treffen. Oft kommen die beiden Beschwerden ja auch im Doppelpack. Auch hier hilft eine aufgeschnittene Zwiebel, befeuchtete Luft, viel Trinken und auf Kuhmilch zu verzichten oder diese zu reduzieren. Auch Bananen haben eine verschleimende Wirkung und sind bei Husten mit Schleim ebenfalls nicht zu empfehlen. Honig sollten Babies aufgrund des Bakteriums Clostridiums, das zu Lähmungen und gar zum Tod führen kann, frühestens ab dem Ende des 1. Lebensjahres zu sich nehmen. Danach ist Honig bei Husten und Halsschmerzen ein sehr gutes Heilmittel.

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1 ) Physiologische Kochsalzlösung gehört bei mir immer in die Haus- sowie Taschenapotheke. Dabei greife ich jeweils auf die Monodosen von Naaprep zurück. Die eignen sich unterwegs auch wunderbar um Wunden zu spülen oder auch um die Augen bei Verunreinigungen zu säubern. Die sind steril und lassen sich relativ gut dosieren. Zuhause mögen wir aber den Spülspray Triomer mit isotonischem Meerwasser fast lieber. Mit dem weissen Aufsatz für Säuglinge und Kleinkinder wird ein sanfter Sprühnebel hoch hinauf in die Nasenöffnung befördert und fühlt sich auch nicht so kalt an wie die Tropfen aus den Monodosen, was die Kleinen meist lieber mögen. Die Monodosen könnte man natürlich in einer Tasse mit warmen Wasser ebenfalls körperwarm erwärmen. Dies dauert mir jedoch einfach zu lange. Da sich diese fiesen Bazillen meist irgendwann auch auf mich übertragen, kann ich dann mit dem blauen Aufsatz für Erwachsene ebenfalls die Meersalzspülung benutzen. Winwin sozusagen.

2) Seit der kleine Tiger auf der Welt ist, oder sogar unterwegs war, ich mich danach schon früh mit seiner Neurodermitis und anderen Wehwechen auseinandersetzen musste, fand ich den Weg zur Homöopathie. Ich kaufte bei meiner damaligen Homöopathin eine Taschenapotheke mit den gängisten Mitteln in C-Potenzen, las mich ein und kaufte das von ihr empfohlene Buch: Homöopathische Selbstbehandlung in Akutfällen. Die Apotheke ist mittlerweile schon etwas grösser geworden und hilft uns zusammen mit dem Buch schnell und einfach das richtige Mittel zu finden. Ich hüte sie wie ein Schatz und würde sie nicht mehr missen wollen.

3) Eins meiner allerliebsten Bücher in Sachen Gesundheit ist das Buch Natürliche Heilmittel. Viele verschiedene und sanfte Heilungsmethoden mit natürlichen Hilfsmittel werden ausführlich beschrieben, sind mit Bildern einfach nachzuvollziehen und die Extra Sparte für Säuglinge und Kleinkinder schätze ich natürlich besonders. Dieses Buch ist meiner Meinung nach jeden Rappen wert und hat uns schon so oft geholfen.

4) Globuli sind nicht gleich Globuli. Die Infludoron-Globuli von Weleda gehören zu den anthroposophischen Globuli, sprich mit potenzierten Auszügen von Heilpflanzen und Mineralien. Also nicht homöopathische, wo ein Mittel nach einem individuellen Symptom- /oder Krankheitsbild bestimmt wird. Die Globuli eignen sich besonders zur Behandlung von Grippe, grippalen Infekten und fieberhaften Erkältungskrankheiten und sind bei Kindern und Kleinkindern ab zwei Jahren gut geeignet.

5) Die klassische Homöopathie verwendet jeweils immer nur ein einziges Mittel. Dafür muss man sich aber etwas auskennen, das geeignete Mittel finden und dann auch noch zur Hand haben. Beim homöopathischen Hustensirup für Kinder von Omida werden als Komplexmittel verschiedene geeignete Mittel für Reiz- und Bronchialhusten zusammengestellt. Dieser hat bei uns bei den ersten Anzeichen schon oft sehr gut geholfen und der kleine Tiger würde am liebsten aufgrund der Süsse die ganze Flasche leer trinken.

6) Die Strath Kräuterhefe enthält 61 Vitalstoffe und gibt es für Kinder und Erwachsene als Sirup oder als geschmacksneutrale Tropfen. Die Tropfen haben jedoch einen ziemlich hohen Alkoholgehalt, wobei mir die Drogistin erklärt hat, dass dies bei einer Menge von 3x täglich à 7 Tropfen nicht mehr als ein Biss einer reifen Banane entsprechen würde. Wir greifen aber trotzdem lieber zum Sirup, der hingegen sehr intensiv im Geschmack ist. Dem kleinen Mann schmeckt dieser aber sehr, was mir bis heute ein Rätsel ist. Die Vitalstoffe der Kräuterhefe tragen jedoch zur schnelleren Genesung bei und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.

7) Als ein weiteres Heilmittel dient uns jeweils ein individuell zusammengestellter Spagyrik-Spray, den man in einigen Drogerien mit einer erfahrenen Fachperson zusammenstellen kann. Dieser wird aus ein paar wenigen jedoch mehreren geeigneten spagyrischen Essenzen, die aus Heilkräuter gewonnen werden, gemischt. Kinder bis 4 Jahren kann man gemäss meinem Wissen 3 x täglich 1 Sprühstoss (z.B. auch auf den Nuggi gesprüht) verabreichen. Da bei uns Schnupfen und Husten meistens zusammen einher gehen, haben wir dafür speziell einen Spray machen lassen. Dieser darf gemäss unserer Homöopathin auch nebst dem homöopathischen Mittel angewendet werden.

8) Die Zwiebel. Sie gilt in vielen verschiedenen Bereichen als gesundheitsfördernd. Auch bei Schnupfen und Husten erweist sie uns ihren Dienst. Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel oder klein gehackt in einem Säckchen kann man sie in einem Mindestabstand von 30 cm neben das  Baby- oder Kinderbett stellen oder hängen. Dies befreit die Nase und erleichtert das Atmen. Zusammen mit braunem Zucker oder Honig gibt es zudem viele Rezepte für einen selbstgemachten Hustensaft.

9) Bei einer Erkältung, im Winter bei kalter Zugluft, in trockenen geheizten Räumen oder auch wenn der Tränenkanal des Neugeborenen noch nicht geöffnet ist, können sich die Augen rasch entzünden oder sind etwas gereizt. Nebst auswaschen mit lauwarmen (abgekochten) Wasser (ca. 3 x täglich) haben wir mit den Euphrasia Augentropfen von Omida sehr gute Erfahrungen gemacht.

10) Trinken ist bei solchen Erkältungen das A und O. Entsprechende Tees mit geeigneten Heilpflanzen können da einen guten Beitrag leisten. In Deutschland gibt es von Sidroga einen Kinder-Erkältungstee sowie einen Kinder-Hustentee. Diese sind in der Schweiz leider nicht erhältlich. Die Zusammensetzungen finde ich aber super und wäre froh, wenn es diese auch hier zu kaufen gäbe. Denn der Erkältungstee besteht aus einer Mischung aus Holunderblüten, Lindenblüten, Thymian, Bitterfenchel und Malvenblüten. Bei fieberhaften Erkältungen mache ich dem kleinen Mann selbst jeweils eine Mischung aus schweisstreibenden Holunderblüten, Lindenblüten und schleimlösendem Fenchel, die oft gut nützt. Die deutsche Hustenmischung besteht aus Anis, Lindenblüten und Thymian und lindert Symptome sowohl von Reiz- als auch Bronchialhusten. In der Schweiz besteht die Kinderteemischung aus den Wirkstoffen der Eibischwurzel, Schlüsselblumenblüte, Spitzwegerichblätter, Süssholzwurzel und Thymian und ist hauptsächlich für schleimbildenden Bronchialhusten geeignet.

Da bei uns ein neuer Virus bereits wieder zugeschlagen hat, kümmere ich mich nun wieder um den kleinen Patienten und bete für eine gute Nacht…

Gute Besserung und kommt gesund durch den Winter!

Dieser Beitrag basiert auf keinem medizinischen- oder anderem Fachwissen, sondern ist lediglich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen entstanden.

Bilder: © Fräulein Tiger

Babyhautpflege

Erst seit der Schwangerschaft mit dem kleinen Tiger, befasse ich mich genau damit, was in Kosmetika drin steckt und was meinem Kleinen unbewusst und auf die Dauer gar „schaden“ könnte. Deshalb habe ich damals bereits für mich zur Naturkosmetik oder anderen Produkten mit wenigen bis keinen Schadstoffen gegriffen. Die Website oder das App von Codecheck.info wurde bis heute zum treuen Begleiter. Produktenamen eingeben oder Strichcode einscannen und schon wird man über empfehlenswerte oder kritische Inhaltsstoffe informiert. Mineralöl, Silikonöl, Paraffinöl, Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsmittel (Parabene), Weichmacher, Emulgatoren, chemische UV-Filter sowie Aluminium gehören unter anderem zu den bedenklichen Inhaltsstoffen. Da merkt ihr vermutlich schon, wie schwer es ist, dem gerecht werden zu können. Insbesondere auch mit dem naturzerstörenden Palmöl, das in jedem zweiten Produkt drinsteckt. Die App oder die Homepage nützt mir aber vor allem auch, da ich so sämtliche Inhaltsstoffe, die der kleine Ekzem-Tiger zusätzlich reizen könnte auf Anhieb sehe und ich nicht wieder eine weitere Tube zuhause vergammeln lassen muss, geschweige denn zusätzliches Geld in den Sand setze. Natürlich kann es immer noch vorkommen, dass er eine Crème aufgrund der Zusammensetzung doch nicht verträgt oder die Umstände wie Jahreszeit, Art des Ausschlags oder andere Faktoren nicht harmonieren. Mittlerweile kenne ich mich aber schon ziemlich gut aus und weiss meistens, wie ich reagieren muss. Manchmal muss natürlich auch ich aufgrund der Verträglichkeit bei ein paar eher kritischen Inhaltsstoffen ein Auge zudrücken solange sich diese für mich noch im Rahmen befinden, die Produkte nicht zur Basispflege gehören und lediglich zur Pflege der Problemhaut zum Einsatz kommen. Denn auch Naturkosmetik kann allergiefördernde Inhaltsstoffe drin haben.

Aber natürlich ist nicht nur auf ekzemanfällige Haut besonders gut zu achten, sondern generell auf die noch zarte und unreife Babyhaut.

Denn die Haut von Babies ist 5 Mal dünner als die von Erwachsenen. Sie nimmt deshalb aufgetragene Wirkstoffe schneller auf und ist deshalb besonders reizempfindlich. Die schützende Hornschicht, den Säureschutzmantel und die Barrierefunktion müssen sich erst noch entwickeln. Babyhaut verliert somit schneller an Feuchtigkeit und trocknet deshalb schneller aus. Zudem ist ihre Haut äusserst sonnen- und kälteempfindlich. Die Haut ist unser grösstes Organ und unsere schützende Hülle, deshalb sollte sehr behutsam damit umgegangen werden.

Mit der Pflege sollte aber vor allem auch in den ersten Monaten nicht übertrieben werden. Ein ca. 5 minütiges Bad pro Woche nur mit klarem Wasser sollte dafür eigentlich ausreichen. Danach kann man das Baby auch mit einem guten pflanzlichen Öl einreiben, das keine weiteren Zusatzstoffe hat und somit gut verträglich ist. Oliven- oder Mandelöl wird oftmals empfohlen. Mandelöl vertrug der kleine Tiger nicht wirklich. Na gut Mandeln sind ja Nüsse und diese nicht gerade allergenarm. Die Naturheilärztin riet mir gleich davon ab. Olivenöl finde ich vor allem auch sehr intensiv im Geschmack, aber doch eher gut pflegend. Ein guter Hebammen-Tipp fand ich damals z.B., das Baby vor dem Baden einzuölen, dabei trocknet die Haut im Wasser auch nicht aus und danach kann man den Körper einfach trocken tupfen und ist bereits optimal gepflegt. Ohne diesen lästigen Ölfilm, der normalerweise nach der Massage noch drauf bleibt. Eine andere Variante ist es, ein zwei Tropfen vom Öl ins Badewasser zu geben. Die Haare und Kopfhaut werden dann ebenfalls gleich gepflegt.

Wo wir schon beim Thema sind, möchte ich euch gleich unsere Favoriten vorstellen. Vielleicht ist das eine oder andere Pflegeprodukt ja auch für euer Kind geeignet.

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  1. Wir baden regelmässig, mind. 1x pro Woche im basisch-mineralischen Körperpflegesalz von Jentschura. Den Tipp habe ich von der Naturheilärztin bekommen und ist für uns das Beste überhaupt. Die Babys haben sich ja bereits vor der Geburt im basischen Fruchtwasser aufgehalten. Hier erfährt ihr mehr zum wohltuenden Basenbad. Da die Haut bei zu langem Baden austrocknet, ist hier das Gegenteil optimal. Hier darf der kleine Mann locker 30 Minuten mit seinem Wasserspielzeug planschen und die Haut wird danach gleich zur eigenen Rückfettung angekurbelt. Deshalb ganz wichtig, danach mind. 1 Stunde danach nicht eincremen und im Sommer gleich Luft trocknen lassen! Die Haut arbeitet danach noch Stunden weiter und man würde damit sämtliche Poren blockieren. Ich öle oder crème den kleinen Tiger meist erst einen halben Tag später oder gar erst am nächsten Morgen ein. Die Haut ist dann unglaublich weich und zart. Auch bei Windelentzündungen hilft das Basenbad hervorragend. Das Salz findet ihr in ausgewählten Drogerien oder Reformhäusern.
  2. Unser alternativer Badezusatz ist das Baby-Molkebad von Medesign, das theoretisch auch zur täglichen Pflege und Reinigung geeignet ist. Das Molkebad ist rückfettend und erhält den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Ideal für sensible und leicht irritierende Haut. Auch dieses Bad eignet sich bei Windelentzündungen. Toll finde ich auch, dass es ein natürliches Produkt ohne ölende oder parfümierte Zusätze und ohne Konservierungsstoffe ist. Es wurde ohne Tierversuche entwickelt, ist frei von genetisch veränderten Bestandteilen und 100%ig biologisch abbaubar. Zudem werden die Haare seidig weich. Was bei meinem stroh-blonden Sohn ein toller Nebeneffekt ist. Ach ja und bei diesem Badezusatz trinkt der kleine Kerl am liebsten die halbe Badewanne leer. Solch ein reines und spezielles Baby-Molkebad ohne jegliche Zusätze findet man in der Schweiz leider nirgends. Eventuell könnte man zu einem Molkepulver aus dem Reformhaus, das zum Trinken vorgesehen ist, greifen. Ich habe es bei dem äusserst freundlichen Kundendienst von Medesign aus Deutschland bestellt und bin sehr zufrieden damit. Die ideale Badedauer beträgt hier ca. 10 Minuten.
  3. Als Shampoo verwende ich auch gerne mal das Bellybutton Bademaus Pflegebad & Shampoo. Bellybutton verzichtet ebenfalls auf Mineralöle, Silikone, Farbstoffe, Parabene und allergieverdächtige Dufstoffe. Zudem brennt es nicht in den Augen, ist ph-hautneutral und die Haare lassen sich gut kämmen. Es ist vegan und hat somit keine tierischen Inhaltsstoffe, auf die mein kleiner Allergiker reagieren könnte. Das Shampoo oder auch als Badezusatz geeignet, bekommt man z.B. im DM in Deutschland.
  4. Wie oben bereits erwähnt, war ich nicht 100%ig zufrieden mit Olivenöl oder auch anderen wild zusammengewürfelten Babyölen. Unglaublich toll finde ich jedoch das erst kürzlich entdeckte Sanddorn-Hautöl ebenfalls von Medesign. Das Sanddorn-Öl wird aus dem Fruchtfleisch des Sanddorns gewonnen und hat einen hohen Anteil an Beta Carotin, Vitamin E und essentiellen ungesättigten Fettsäuren. Deshalb eignet sich das Sanddorn-Öl ideal für sehr strapazierte und empfindliche Haut. Dieses Sanddornöl enthält ebenfalls das sehr pflegende Jojobaöl und ist für Babys optimal geeignet. Das Nachtkerzenöl mit seinem hohen Anteil an Gamma-Linolensäure ist bei auftretenden Ekzemen ebenfalls ein toller Helfer. Wichtig bei Ölen ist jedoch immer, dass man nicht zu viel nimmt. Denn zu viel Öl macht die Haut dünn und durchlässig.
  5. Erst kürzlich bin ich auf die tolle Körperlotion und Gesichtscrème von Belle & Fleurelle gestossen. Die Gründerin des jungen Unternehmens, Rebecca, ist selbst Mutter einer kleinen Tochter und kreiiert ganz tolle Produkte mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen und 0% bedenklichen Chemikalien. Also genau mein Geschmack. Alle Kinder-Produkte sind vegan, garantieren eine optimale Hautverträglichkeit. Sie sind mineralölfrei, silikonfrei, frei von Farbstoffen, frei von Duftstoffen, ohne Konserverierungsstoffe, ohne gentechnisch veränderte Organismen, allergenfrei sowie ohne Alkohol. Die Körperlotion eignet sich sogar für Ekzem anfällige Haut. Die Lotion zieht super schnell ein und die Gesichtscrème ist besonders jetzt in den kühlen Tagen sehr pflegend. Diese zwei Produkte gehören defintiv zu unseren jetzigen Basispflege. Das aussergewöhnlich hübsche Design ist ebenfalls sehr ansprechend. Da solch ein hochwertiges Produkt seinen Preis hat, war ich überglücklich, als mir Rebecca ohne zu zögern gleich Proben der beiden Pflegeprodukte in die Schweiz sandte. Als der kleine Tiger die Crèmen sehr gut vertragen hat, habe ich mir gleich über Rebecca die beiden Produkte bestellt. Der Online-Shop ist nämlich bis jetzt erst für Deutschland und Österreich konzipiert.
  6. Die weisse Malve-Serie von Weleda, speziell für hochsensible Haut mit Stiefmütterchen-Auszügen, verträgt der kleine Mann, im Gegensatz zur klassischen Calendula-Babyserie, ebenfalls sehr gut und gehört auch zu unserer Auswahl an Basispflege. Weleda widerspiegelt zertifizierte Naturkosmetik, wobei die Produkte frei von synthetischen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen sowie Rohstoffen auf Mineralölbasis sind. Die Pflegelotion wurde von Ökotest als sehr gut bewertet. Zudem schätze ich es, dass man die beiden Produkte in sämtlichen Einkaufshäusern findet.
  7. Wenn der kleine Tiger eine Extraportion Pflege für akute Ekzeme oder trockene Haut benötigt, greife ich oft zur Eubos Haut Ruhe Lotion sowie deren Gesichtscrème. Wie oben beschrieben nicht nur „bio“, aber in solchen Fällen dann aufgrund des hochwertigen Nachtkerzenöls und anderen pflegenden Ölen, des natürlichen Johanniskraut-Extraktes in der Lotion sowie des natürlichen Cardiospermums in der Gesichtscrème, das als pflanzliches Cortison bekannt ist, sehr nützlich für uns. Beide Produkte bekommt man in Deutschland oder bei bio-apo.ch
  8. Bei kalten Regen- oder Schneetagen bietet der Wind- und Wetterbalsam von Weleda guten Schutz. Obwohl ich sagen muss, dass seine Haut vermutlich das Wollwachs, die Mischung aus natürlichen ätherischen Ölen, sowie eventuell auch das enthaltene Mandelöl bei nicht intakter Haut nicht optimal verträgt. Eine geeignete Alternative habe ich für solche Fälle leider noch nicht gefunden.
  9. Auch bei der Sonnencrème achte ich auf rein mineralische UV-Filter und gut verträgliche und pflegende Inhaltsstoffe. Die Eco Baby & Kids Sonnencrème Neutral mit Lichtschutzfaktor 50 erfüllt sämtliche meiner Kriterien. Es besteht dank des mineralischen Filters sofortiger Lichtschutz, sie ist Zinkoxide frei, frei von Aluminiumsalzen, ohne Nanotechnologie, PEG und Paraben frei sowie frei von genmanipulierten Organismen. Sie weisselt nicht, zieht schnell ein, ist wasserfest und ist wegen der enthaltenen Ölen äusserst pflegend und überhaupt nicht austrocknend. Zudem ist sie parfumfrei. Wir haben im Sommer locker zwei Crèmen davon aufgebraucht und die Dritte steht für sonnige Herbst- oder schneereflektierende Winter-Tage jederzeit bereit. Ich habe sie über windeln.ch bestellt oder erst kürzlich auch im Reformhaus gefunden. Einziger Nachteil, die Crème ist äusserst schnell aufgebraucht und auch hier hat die Qualität seinen Preis. Auch die parfumfreie mineralische Sonnencrème von Attitude mit Lichtschutzfaktor 30 fand ich sehr gut. Ist jedoch nicht ganz so einfach aufzutragen und etwas weniger pflegend. Gab es ebenfalls bei windeln.ch.

Auch die Haut im Windelbereich ist sehr empfindlich, da sie durch luftdichte Windeln, sowie durch Stuhl und Urin ständig gereizt wird und somit schnell zu Rötungen neigt.

Dagegen hilft häufiges Windelwechseln, waschen mit reinem Wasser, an der Luft trocknen oder gegebenenfalls das dünne Auftragen einer Wundpflegesalbe. Im feuchtwarmen Klima und unter einer dicken Schicht Wundsalbe kann die Haut nämlich nicht mehr atmen und ist somit idealer Nährboden für Bakterien und Pilze. Eine Salbe soll, wenn keine Rötung besteht, erst gar nicht aufgetragen werden.

Ich verwende bis heute nie Feuchttücher und bin damit immer sehr gut gefahren. Wasser habe ich sowieso immer und überall dabei oder ich bediene mich einfach am Lavabo der Toilette. Auch bei der Pflege im Windelbereich musste ich bezüglich „Natur pur“ etwas Abstriche machen, denn der kleine Mann verträgt die Salben mit Ringelblumenauszügen, ätherischen Ölen oder ähnlichem überhaupt nicht. Im Gegenteil, die Rötung wird nur noch schlimmer. Deshalb nützt bei uns nur die gute alte Bepanthen Salbe (1). Zudem enthalten die meisten Wundpflegesalben gleich Zinkoxide. Dies sollte aber nicht übermässig verwendet werden und wirkt gemäss Homöopathin sogar unterdrückend. Wenn’s dann bei akuter Windelentzündung trotzdem eine Zinksalbe sein soll, kann ich die Zincream (2) von Medinova empfehlen. Eine dünne Schicht reicht und ist im Gegensatz zu anderen Zinkpasten (wie Oxyplastin) leicht mit Wasser abzuwaschen ohne die Haut zusätzlich reizen zu müssen. Mein absoluter Favorit ist aber die Calendula Urtinktur von Ceres (3). Sie wurde mir von unserer Homöopathin empfohlen und ist seitdem mein absolutes Wundermittel. 5-10 Tropfen im warmen Wasser auflösen und anschliessend die damit getränkte Watte oder Kosmetiktuch auf die wunde Stelle auflegen. Etwas einwirken und dann an der Luft trocknen lassen. Funktioniert natürlich nicht nur am Po. Wer keine Urtinktur zuhause hat, kann natürlich auch auf den guten alten Salbeitee (4), z.B. von Sidroga, zurückgreifen. Dafür eine Tasse Salbeitee lange ziehen lassen und in einen geschlossenen Behälter, z.B. in einer Schoppenflasche, abfüllen. Den Tee zwei Mal am Tag frisch kochen und wie bei der Calendula Tinktur auflegen. Danach eine dünne Schicht der gewünschten Wundheilsalbe auftragen.

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Dieser Beitrag basiert auf keinem medizinischen- oder Hebammen-Fachwissen, sondern ist lediglich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen als Mama entstanden.