Herbstaktivitäten mit Kindern

Hach dieser Herbst ist ja wettertechnisch genau so toll wie der diesjährige Sommer. So kann es von mir aus weitergehen. Und an Weihnachten herrschen dann wohl etwa Herbsttemperaturen…

Morgens ist es aber trotz allem doch langsam sehr kühl und feucht geworden. Wobei nachmittags die Sonnenstrahlen wieder so richtig einheizen. Da bin ich wirklich froh, kann ich meine beiden Jungs jeweils nach und nach aus ihren tollen Softshell-Zwiebellooks „schälen“. Für’s Krabbelkind ist dieser Softshell Overall inkl. wasserfeste Booties von Reima einfach perfekt geeignet. Immer schön trocken und warm und doch nicht verschwitzt. Und dasselbe beim Grossen. Der ist mit seiner Softshelljacke mit oder ohne Matschhose jederzeit bestens angezogen. Und er findet sie einfach mega. So macht das Herumtollen gleich noch mehr Spass.

Denn Herbst ist für mich definitiv Spielplatzzeit. Entdeckungstouren werden gemacht, jegliche Naturschätze werden gesammelt (ich hab da einen ganz leidenschaftlichen Sammler), manchmal auch weiterverarbeitet oder einfach bespielt. Wir sind jetzt nicht soo die Bastler. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich all diese Dinge aufstellen sollte. Ich freu mich daher fast mehr, wenn die gesammelten Stücke in einer Geschichte, einem Rollenspiel oder ähnliches wieder zum Einsatz kommen. Bis dahin sind alle Schätze in diversen Säckli (nach Blätter, Steinen, Ästchen, Nüssen, Kastanien etc. sortiert) untergebracht und können jederzeit hervorgekramt werden. Aber ein paar Ideen für In- und Outdooraktivitäten im Herbst wollte ich hier doch gerne festhalten:

  • Kastanien sammeln: für Kastanienschlangen, (oder andere Tiere, wobei ich bei diesen Zahnstöcherli-Tieren in Kombination mit dem Babytiger nicht sooo begeistert bin, dann stehen sie aus Sicherheitsgründen doch wieder nur auf dem Tisch..), Kastanienketten, Dino- oder Zootierfutter für die Schleich-Tierchen, „Marroni-Stand“, (Dino-) Landschaften / -Wälder, Kochutensilien in der Kinderküche usw.
  • Eicheln sammeln: lustige Gesichter auf die Eicheln mit deren süssen Hütchen malen, oder analog Kastanien für Futter oder Landschaften
  • Blätter: rechen im Garten, Laubhaufen für (Fantasie-) Igel herrichten, durch Blätterberge springen, Blätter sammeln, trocknen, als Stempel mit Acrylfarben auf gemalte Bäume oder Geschenkpapier etc. benutzen, oder analog Kastanien für Futter oder Landschaften, Laub-Igel/-Tiere kleben, Blätterkronen basteln
  • Steine: gehen immer. werden bei uns ganzjährig gesammelt und auf dem Sitzplatz regelrecht gehortet, daraus entstehen Labyrinthe für Ameisen, Dinos, Höhlen, Türme, spezielle Glitzersteine als Schätze, zurzeit wird alles mit seinem kleinen „Forscher“-Rucksack bis ins Detail untersucht, es wird gemeisselt, gehämmert, gepinselt, mit der Lupe untersucht… Es könnte sich ja irgendwo noch ein Knochen oder Fossil verstecken..zu süss!
  • Kürbisse/ Räbe: ich mag Kürbis ja am liebsten als Suppe verarbeitet.. oder dann als herbstliche Deko für draussen. Man könnte daraus Halloween-Gesichter oder andere Lampen schnitzen.. Oder hübsche Räbeliechtli für den Räbeliechtliumzug schnitzen.
  • an windigen Tagen: Drachen steigen lassen oder einfache Vogel-Drachen basteln und steigen lassen
  • Seifenblasen: Seifeblöterle geht immer! Wir haben diverse Pustefix-Utensilien und Seifenblasenpistolen, von ganz kleinen bis zu ganz grossen Blasen, aber Unmengen sollen es sein. Das freut gross und klein!
  • Kreidebilder malen
  • leckere Kuchen backen (Apfelkuchen, Marmorkuchen, Bananenbrot, usw…)
  • Museumsbesuche (z.B. Naturmuseum St. Gallen, Sauriermuseum Aathal)
  • Jahrmarktsbesuch, jetzt sind wieder überall tolle Herbstmärkte, die Kinderaugen leuchten lassen
  • sich einfach bewusst Zeit nehmen, den Moment geniessen, nicht von Termin zu Termin hetzen, den Jahreszeitenwechsel mit all seinen Facetten beobachten, staunen und schätzen…

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Ich wünsche euch weiterhin einen ganz bezaubernden Herbst!

Bilder © Fräulein Tiger

Die Reima Softshell Jacke sowie der Overall wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

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Nudelauflauf mit Gemüse

Dieser Beitrag war ja gar nicht geplant. Deshalb gibt es auch heute nur ein Schnappschuss von unserem Nudelauflauf, den ich diese Woche mal wieder ruckzuck zubereitet habe. Also keine fancy Schöpfkelle, kein perfekt drapiertes Gemüse oder geschweige denn eine wunderbare Kräutergarnitur. Wobei letzteres dann eh niemand mehr essen würde. Aber hey, bei mir muss es schnell gehen. Dazu noch lecker sein. Ausgewogen. Mehr brauch ich gar nicht. Denn mein Alltag ist mit meiner Rasselbande so schon bestens ausgefüllt.

Drum. Dieses Rezept geht auch zwischen Baby-Nachhechten, Kinder bespassen und gleichzeitig den „Lueg Mami lueg – Monolog“ des Grossen mit einem Aug und Ohr verfolgen zu können. Oder wenn Gäste kommen, super easy zum Vorbereiten. Je nach Gusto angepasst oder zur Resteverwertung.

So und da sich meine Freizeit grad echt in Grenzen hält und meine Kids heute tatsächlich bereits mal um 19.00 Uhr im Bett waren, (Ich high five mich ja grad selber), nutze ich sozusagen gleich kurz und bündig die Gunst der Stunde.

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Nudelauflauf mit Gemüse

Ihr benötigt: eine weite ofenfeste Form, gefettet

250 g Teigwaren (kleine, Kochzeit ca. 4 – 6 Minuten wie z.B. Hörnli, Müscheli, Spiralen)

  • In der vorbereiten Gratin-Form verteilen

Guss

6 dl Gemüsebouillon

2 dl Vollrahm

60 g geriebener Gruyère

1 EL Maisstärke / Maizena

1/2 Teelöffel Salz, wenig Pfeffer

  • Alles verrühren, über die Teigwaren giessen

Gratinieren:

ca. 10 Minuten in der Mitte des auf 200 Grad (ca. 180 ° Umluft) vorgeheizten Ofens.

Herausnehmen, mischen, flach drücken, ca. 10 Minuten weitergratinierten, herausnehmen.

  • vorgedämpftes knapp weich gekochtes Gemüse (z.B. Broccoli, Rüebli, Zucchetti usw.) / Gemüse-Reste vom Vortag oder die ganz schnelle Variante ohne Vorkochen: 4 Tomaten in Scheiben geschnitten auf dem Gratin verteilen
  • mit etwas Salz (ca. 1/4 Teelöffel) würzen
  • 60 g geriebener Gruyère darüberstreuen
  • ca. 10 Minuten fertig gratinieren

Fertig. Zack bumm. Und en Guete!

Und während dem 3x 10 minütigem Gratinieren im Ofen kann man ratzfatz schon die Küche weitgehend aufräumen, ev. kurzes Gschichtli vorlesen / sich den Kindern widmen, Wäsche aufhängen oder was sonst grad so ansteht. Und ist dann danach auch schneller in der wohlverdienten Mittagspause. Oder so. Wenn alles nur so einfach wäre. Dieser Nudelauflauf zumindest schon. ;)

So und nun schreit mein Netflix-Account schon ganz laut nach mir.

Habt’s fein ihr Lieben!

Bilder © Fräulein Tiger

Was lesen wir heute? Part VI

Mittlerweile ist euch bestimmt bekannt, dass ich ein kleiner grosser Dino-Fan zuhause habe. Deswegen dreht sich auch büchertechnisch weiterhin fast alles um Dinosaurier. Aber nur fast. Bücher könnten wir uns einfach immer kaufen, wünschen, ausleihen und dann vor allem stundenlang anschauen und vorlesen.

Da der Babybruder auch bereits zum Büchertiger wurde, folgen ergänzend zu den bisherigen Baby-Büchertiger Einträgen wieder ein paar neue Lieblinge. So und jetzt aber zu meiner aktuellen kleinen und feinen Auswahl.

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Wir besitzen ja diverse Dinosaurier-Lexikas und haben auch schon ganz viele aus der Bibliothek ausgeliehen, doch dieses hier von Ravensburger ist echt wunderschön gemacht und auch sehr umfassend. Wird bei uns gerne auch ab und zu als Gute Nacht Geschichte vorgelesen. Obwohl wir den Vorgänger noch ein Ticken besser fanden, dieser jedoch leider nicht mehr erhältlich ist, wurde er dafür bei uns in der Bibliothek bestimmt bald zum 5. Mal verlängert ausgeliehen.

Unser allererstes Einsteiger-Lexikon war dieses von Memo Clever!. Bis heute ein tolles Nachschlagewerk mit sehr vielen verschiedenen Dinosauriern, sehr klein und kompakt und passt deshalb auch in jede Tasche. Perfekt für kleine und grosse Dino-Fans.

Ein weiteres Buch, das ich euch gerne vorstellen möchte, ist Gardi und der Hexenzirkel, welches von der Bloggerin Anne Estermann selbst geschrieben und illustriert wurde. Das Buch handelt von einem kleinen Mädchen, das ein grosses Abenteuer mit verschiedensten Fabelwesen aus Schweizer Sagen im Wald erlebt. Fabelwesen fasziniert die Kinder in der Regel sehr und regt ihre Fantasie gleich noch mehr an. Die Bilder im Buch können zudem von den Kindern nach Lust und Laune ausgemalt werden.

Der kleine Dachs rettet die Frösche bekam der kleine Babytiger zur Taufe geschenkt und fasziniert beide Kinder etwa gleichermassen. Den Grossen wegen der unglaublich tollen Geschichte und dem Kleinen hat’s der Dachs auf dem Titelbild ganz angetan. Jaja der gibt sich halt noch mit wenig zufrieden. ;) Die Geschichte passte auch ganz hervorragend zu unserem heissen Sommer und die kleine Tasche des Dachses kann auch immer noch befühlt werden. Ein weiteres tolles Buch aus dem Brunnen-Verlag ist der kleine Igel und die rote Schmusedecke, welches bei uns auch immer wieder gerne vorgelesen und befühlt wird.

Mein persönliches Highlight diese Woche war, als endlich unser personalisiertes Kinderbuch für den kleinen Tiger ankam. Er war hin und weg von den ganz wunderbaren Bildern, der tollen Geschichte und natürlich mit sich in der Hauptrolle. Auf Librio ist dies nämlich ein Kinderspiel und Zack! schon ist dein Kind die Hauptfigur in Farbenfroh, einem ganz speziellen Waldmärchen. Wir haben dem kleinen Tiger auch gleich noch eine persönliche Widmung am Anfang des Buches geschrieben und dann das Buch in Deutsch bestellt. Es sind jedoch allerlei Dialekte vorhanden und dies war in der Vorschau wirklich lustig zu lesen. Da ich mich persönlich aber bereits so gewohnt bin, vom Deutschen ins Schweizerdeutsch zu übersetzen, war dies für mich die angenehmste Variante. Und wenn der kleine Tiger dann mal selbst lesen kann, fällt es ihm so bestimmt auch etwas leichter. Das Buch ist wirklich nicht 0815, bereits bei der Onlinebestellung berichten dir jeweils Frau Eule, Herr Bär und Herr Dachs über Bestellstatus und Co, was ich sehr süss fand. Zudem geht jeweils 1 Franken pro Buch an die Stiftung Theodora und auch unser Planet kommt dadurch nicht zu kurz. Denn pro verkauftes Buch wird ein Baum gepflanzt und die Bücher sind aus 100% recyceltem Papier. Hach. Und wer wie ich bereits ein paar Weihnachtsgeschenke angeschafft hat, (ich hoffe ja auf eine besinnliche Adventszeit, haha), der hat vielleicht mit diesem Buch auch schon eine tolle Geschenkidee fürs eigene Kind, Patenkind, Grosskind, Neffe, Nichte usw. Wir sind auf jeden Fall begeistert.

Wenn euer Kind auch auf einmal lustige Redewendungen wie „Tomaten auf den Ohren“, „Botzi botzi Butterbrot“ oder „Pimpelpup“ vor sich hin plappert, dann ist es bestimmt auch ein Fan vom Drachen Kokosnuss. Dort geschehen nämlich immer ganz lustige Dinge und der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde der Fressdrachenjunge Oskar und das Stachelschwein Matilda erleben jeweils ganz spannende Abenteuer. Das mit den Dinosauriern hat es meinem kleinen Tiger natürlich besonders angetan. Das wurde schon zig Mal ausgeleiht, gelesen und auch endlos auf CD gehört. Aber auch der Schatz im Dschungel, und die wilden Tiere, im Weltraum, in der Steinzeit, der grosse Zauberer, das Vampir-Abenteuer, Expedition auf dem Nil sowie der geheimnisvolle Tempel bereiteten dem kleinen Tiger grosses Vergnügen. Jedoch werden eher furchteinflössende und fiese Charaktere wie die böse Wetterhexe oder der gemeine Zauberer im Zauberschüler rigoros abgelehnt und diese Bücher dürfen dann auch keinesfalls mehr vorgelesen werden. Zum Lachen sollen sie sein. Recht hat er.

Die Bände 1 – 18 des geheimen Dinoversums wurden auch regelrecht verschlungen. Die nicht vorhandenen Bände mussten wir sogar jeweils gleich in der Bibliothek vorreservieren und wurden dann nach Eintreffen gleich am nächsten Tag abgeholt. Die beiden Freunde Tim und Jan haben nämlich einen geheimen Höhleneingang gefunden, der sie direkt in die Dinozeit bringt. Gemeinsam mit ihrem Dinofreund Wanna, dem Wannanosaurus, erleben sie unglaubliche Abenteuer.

Bei so vielen Büchern war natürlich auch der kleine Babytiger ganz schnell angefixt und er wollte auch in die Welt der bunten Bilder eintauchen. Aber mit seinen noch kleinen tapsigen Händchen und der oralen Phase war ich regelrecht froh um die reiss- und speichelfesten Bücher von Coppenrath. Zum Beispiel im Miniformat, Kuckuck, wer knabbert da? oder in den grösseren Versionen noch vom kleinen Tiger, Kuckuck, wer spielt da? oder Kuckuck, wer schläft da? waren wir erstmal eingedeckt.

Katzen haben es ja dem Babytiger regelrecht angetan. Dem grossen Tiger bereits schon und immer noch. Und der meinte letzte Woche deshalb nicht ohne Grund als ich dem Baby wieder nachhechten musste: „Gsehsch Mami, drum hani au keis Baby wöle, sondern ä Chatz.“ (Siehst du Mama, deshalb wollte ich auch kein Baby, sondern eine Katze.) :D Aber dies ist eine andere Geschichte.. Anyway. Der Kleine schreit ganz entzückt auf, wenn er die Nachbarskatze sieht und streicheln darf. Und so ist es auch mit den Büchern der Hör mal rein, wer kann das sein?-Reihe. Zootiere, Bauernhoftiere, und Lieblingstiere versüssen dem kleinen Babytiger den Tag. Kurz übers Fell des jeweiligen Tieres gestreichelt und schon ertönt die zugehörige Stimme. Miau!

Und nun kommt auch der Herbst, wieder vermehrt Regen und deshalb perfekte Bedingungen für kuschelige Vorlesestunden.

Habt’s fein ihr Lieben!

Bilder © Fräulein Tiger

Die Bücher von Librio und Anne Estermann wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Mein liebster Marmorkuchen aka Marmor-Gugelhupf

Nur ganz kurz zwischen planschen, spielen, Glacé schlecken und allem, was das Herz begehrt in meiner liebsten Jahreszeit, folgt hier das Rezept zu meinem Marmor-Gugelhupf. Eine liebe Leserin hat mich danach gefragt und da der Kuchen ratzfatz gegessen war, bleibt hier lediglich ein krümeliger Schnappschuss. Das Leben halt.

Das Rezept stammt ursprünglich von einer Köchin namens Betty, doch ich mache diesen Gugelhupf seit meiner Kindheit und habe es mit der Zeit etwas meinem Gusto angepasst. ;-) Sogar mein Mann fand ihn oberlecker, obwohl er beim Wort „Marmorgugelhupf“ erst mal die Augen gerollt hat. Tzz. Dann bleibt halt gleich mehr für mich. ;-)

So und nun zum Rezept.

Marmor-Gugelhupf

Marmor-Gugelhupf / Marmorkuchen

Man nehme wie ich: Eine tubelisichere Silikon-Gugelhupfform und spült diese kurz mit Wasser aus.

Den Backofen auf 180° C Ober- / Unterhitze vorheizen.

Zutaten:

200 g flüssige abgekühlte Butter

300 g Zucker

4 – 5 Eier

2- 2.5 dl Milch (je nach Feuchtigkeit des Teiges)

400 g Mehl

3 TL Backpulver

1 Prise Salz

1/2 Päckli (Alnatura Bourbon-) Vanillezucker

100 g Schokoladenpulver (gesüsst, kein Kakaopulver)

Puderzucker

Zubereitung:

  • Flüssige Butter mit dem Zucker und den Eiern gut verrühren
  • Milch, Mehl, Backpulver und Salz unter die Masse rühren
  • Teigmasse in zwei Schüsseln halbieren
  • In der Vanille-Hälfte: Vanillezucker zufügen
  • In der Schoko-Hälfte: Schokoladenpulver zufügen
  • Dann die Schokomasse in die Gugelhupfform einfüllen
  • Danach die Vanillemasse drüber
  • Mit einer Gabel spiralförmig durchziehen
  • Mann und Kinder die Kochlöffel abschlecken lassen
  • Im unteren Drittel des Ofens 50 – 60 Minuten backen
  • Stäbchenprobe
  • Aus der Form nehmen, auf einem Gitter auskühlen
  • Mit Puderzucker bestäuben

Et voilà, bon app!

Marmor-Gugelhupf

Euch allen einen feuerfreien und sonnigen 1. August. Happy Birthday liebe Schweiz.

Bilder © Fräulein Tiger

Fräulein Tiger in der Thurgauer Zeitung

So jetzt ist es offiziell. Ich lebe im (Dino-) Chaos. Der ganz normale Wahnsinn eben. ;-) By the way, jemand Tipps gegen Sonnencreme-Flecken? ;-)

Danke an Annina Flaig und die Thurgauer Zeitung für den schönen Bericht von letztem Freitag.

Artikel Thurgauer Zeitung vom 20.7.2018

PDF: Thurgauer Zeitung zVg

 

Vom Dschungelbuch, „Ohmmmm“ und „Nein“ – neue Strategien zur Stressbewältigung

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Vor einem Monat habe ich hier über Brüder und Geschwister geschrieben.

Nach Veröffentlichung dieses Artikels folgten diesbezüglich und Autonomiephase sei Dank kräftezehrende Wochen. Threenager hallo. Wachstumsschub olé. Dies in Kombination. Hallelujah.

Selten habe ich mich so viel fluchen gehört seit ich Mami bin. Das „Gopfverdeckel“ beherrscht mein Threenager natürlich jetzt aus dem Effeff. Shame on me. Aber hej, bin eben auch nur ein Mensch und wir alle wachsen von Tag zu Tag an den neuen Situationen, meistern unsere Launen und versuchen das Beste daraus zu machen.

Nach dem gefühlt tausendsten „Täubeli“-Anfall, Mittagspausen seit Wochen im Eimer, dem kletternden Baby überall nachhechtend, ständig im Oktopus-Modus am Brei-Löffel auffangen, Gschichtli während dem Stillen vorlesen, das Baby herumtragen, dem Grossen zuhören usw., und mit meiner Geduld irgendwann am Ende, wurde ich gar ein paar Mal richtig laut. Fand ich nicht in Ordnung, aber eben, wie war das mit dem Mensch-Sein? Ich habe mich diesbezüglich entschuldigt und versuche es mir in Zukunft zu verkneifen.

Mein derzeitiger Ratgeber „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ wird nun auch nachts als Hörbuch bei spotify verinnerlicht. Sofern ich nicht sofort wieder in eine Art komatösen Tiefschlaf falle. Bis zum nächsten Mama-Einsatz natürlich.

Dass meine ,,Ohmmmms“ vom Geburtsvorbereitungs-Yoga mal sooo nützlich sein werden wenn die Kinder erst mal da sind, das hätte ich ja damals nicht gedacht. Doch es nützt tatsächlich. Stimme ich bei ständigem Gejammer, im Kanon am liebsten, in meinen Wal-Singsang ein, ist auf einmal Ruhe im Raum. Manchmal schlafen sie gar dazu ein. Im Bett dann natürlich. Denn das Abendritual mit zwei kleinen Knirpsen ist also auch nicht immer Ohne. Dieses Ohmmmm kann ich euch also nur empfehlen. Es wirkt bei uns allen wahre Wunder. ;-) Und wenn das nichts nützt, singe und tanze ich meine Balu-Parodie vom Feinsten. Denn das Dschungelbuch sowie Gesang und Tanz werden hier heiss geliebt. Danach darf ich wieder in glückliche Gesichter blicken und wir widmen uns etwas beschwingter der nächsten Aufgabe.

Nach sehr langen und vollen Tagen und kurzen Nächten streikte dann auf einmal auch unser Immunsystem. Uns erwischte die Sommergrippe. Schleichend alle nacheinander. So richtig ätzend mit platzendem Schädel, Schnuddernase, Husten und Fieber durch die hübschen Sommertage zu kommen. Aber wisst ihr was. Alles hat auch sein Positives.

Es wurde endlich wieder etwas ruhiger bei uns. Der kleine Tiger beklagte sich eh schon über zu viel Besuch und Terminen in den letzten Wochen. Er genoss es sehr, einfach nur mit mir und dem kleinen Bruder herum zu gammeln, seine Spielsachen zu bespielen, Bücher mit mir anzuschauen, mal nicht irgendwohin zu müssen, einen kleinen Spaziergang zu machen und das Teilen mit dem Babybruder ging plötzlich auch wieder besser. Sogar die Mittagsschläfchen funktionieren wieder seitdem ich mich mit beiden in unser geliebtes Familienbett hinlege und gemeinsam mit ihnen meine Batterien auflade. Und nicht ständig noch Dieses oder Jenes erledigen möchte.

Ein Perspektivenwechsel tut manchmal ganz gut. Wir sind nun auch wieder nur noch mit dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs, schon allein das entschleunigt ungemein. Nicht immer ganz freiwillig, aber immerhin. Und wieder entspanntere Tage, ohne ständig Dies oder Das zu müssen, einfach wieder die Nase in die Sommerluft halten oder morgens stundenlang mit meinen Liebsten im Pyjama gammeln, das möchte ich wieder vermehrt machen. Energie tanken. Und dafür halt auch mal wieder etwas absagen und auf mehrere Wochen verteilen. Nein zu zu vielen Aktivitäten und Ja zu mehr Ruhe.

Denn nur so entkomme ich dem „Tammi nomol“ und bin mehr bei meinem „Ohhhhmmm“. Das freut mich und bestimmt auch die Kinder.

Bilder © Fräulein Tiger 

Meine Kinder-Notfall-Apotheke / Erste Hilfe mit Hansaplast

Sommer

Meine absolute Lieblingsjahreszeit hat sich dieses Jahr besonders früh bemerkbar gemacht und die sonnigen Tage halten weiter an. Herrlich. Die Hosen werden wieder kurz getragen und die nackten Kinderfüsse springen über Pflastersteine und Wiesen. So soll es sein. Hurra.

Doch welches Mami kennt es nicht. Die Kinder stürzen im Eifer des Gefechts, sei es beim Laufen, mit dem Velöli usw. und holen sich Schürfwunden oder Ähnliches auf dem rauen Untergrund. Aber auch unseren ersten Bienenstich mussten wir letztens verarzten. Autsch.

Dann heisst es oftmals: Pusten, trösten, Pflaster drauf! Doch aufgepasst, wusstet ihr, dass man mit Pusten bei offenen Wunden oder eben Abschürfungen alles nur noch schlimmer machen kann? Denn das kann die Verbreitung von Bakterien unter Umständen sogar fördern. Auch die Wunde besser an der Luft trocknen und heilen zu lassen ist ein veralteter Mythos. Bei offenen Wunden sollte am besten immer ein Pflaster angebracht werden, das vor äusseren Einflüssen schützt.

Mein Nothilfekurs ist schon sehr lange her, doch mit den einhergehenden Geburten meiner Kinder bekamen zumindest die Notfall-Apotheke, Hausapotheke sowie Erste Hilfe Massnahmen gleich wieder einen höheren Stellenwert in meinem Leben. Denn als Mama möchte man ja nur das Beste für seine Kinder und die kleinen Schätze sollen deshalb auch jederzeit gut versorgt werden.

Doch seien wir ehrlich, was wir ganz genau in jedem Ernstfall tun müssen ist uns auch nach dem Nothilfekurs nicht omnipräsent. Widmen wir uns deshalb doch heute einfach mal der einfacheren Wundversorgung. Eine Schnitt- oder Schürfwunde ist ja so etwa eines der häufigsten Malheurs und macht auch vor uns Eltern (z.B. in der Küche beim Gemüseschnippeln usw.) nicht Halt. Ich bin ja ein ziemlicher ,,Schutzli“ und habe deshalb immer ein Pflaster in der Küchenschublade griffbereit.

Hansaplast Erste Hilfe

EINFACHE WUNDVERSORGUNG

  1. Um Infektionen vorzubeugen und zum eigenen Schutz: Hände mit Wasser und Seife waschen, mit einem Handdesinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.
  2. Sollte die Wunde stark bluten, erstmals die Blutung stoppen. z.B. mit Druck einer sauberen Kompresse auf die verletzte Stelle. Die Wunde sorgfältig reinigen. Unter fliessendem kalten Wasser, mit einer sterilen Kochsalzlösung oder einem Wundspray. Sollten Fremdkörper in der Wunde stecken, nicht selber entfernen und den Profis überlassen. Anschliessend die Wunde und die umliegende Haut trocknen.
  3. Die Wunde vor Schmutz und Bakterien mit einem Pflaster oder sterilen Wundverband schützen. Das Pflaster täglich wechseln.
  4. Gegebenenfalls Wundheilsalbe auftragen, um die Heilung zu beschleunigen und eine Narbenbildung zu vermindern.

Nebst der medizinischen Wundversorgung sollte man sich auch unbedingt um die kleinen Patienten kümmern und ihnen Trost spenden. Auch dann, wenn es in unseren erwachsenen Augen nicht wirklich schlimm aussieht. Dies ist für mich persönlich ebenfalls ein wichtiges Thema und ich bin dazu auf einen ganz wunderbaren Artikel hier gestossen. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn ist bereits vor einiger Zeit in meinen Ratgeberfundus eingezogen und gibt mir immer wieder ganz tolle Inputs, um die kleinen Menschlein besser verstehen und begleiten zu können.

Wie oft schleichen sich diese Floskeln „Ist doch nicht schlimm“, „Nichts passiert“ usw. in unsere damit eigentlich eher Möchtegern-Trostversuche. Einfach weil wir schon so erzogen wurden und sich das in uns verinnerlicht hat. Dabei weint kein Kind einfach ohne Grund. Und egal wie harmlos es in unseren Augen aussieht, für das Kind ist es in dem Moment einfach schlimm. Dabei helfen Verständnis und eine beruhigende Art viel mehr.

Auch Trostrituale können helfen. Hier ein paar Beispiele:

  • Tränchen abwischen und in den Arm nehmen
  • Dazu dem Kind etwas vorsingen: (Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Sunneschy, s wird bald wieder besser sy / Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Schnee, s tuet am Chindli nüme weh)
  • Es vom Schmerz ablenken (nicht mit Trostsüssigkeiten), z.B. mit einer erfundenen Geschichte, einem Buch vorlesen, einem Spiel usw.
  • Einem hübschen Pflaster

Meine Kinder haben mich nicht nur zur Wickelrucksackträgerin mit sämtlichem Klimbim von Nuggi über Ersatzklamotten usw. gemacht, sondern auch eine Notfall-Apotheke ist stets auf meinen Kamel-Karawanen-Streifzügen mit dabei.

In meiner Notfall-Apotheke befindet sich unter anderem folgendes:

  • Ein Schweizer Sackmesser, mit Pinzette und Schere
  • Händedesinfektionsmittel
  • Wundheilsalbe
  • Wundspray
  • Pflaster in diversen Grössen, Materialien und Sujets
  • Steri-Strips
  • Wundkompressen
  • steriles Hydrogelpflaster bei Verbrennungen
  • selbstklebender steriler Wundverband
  • Verbandpäckchen
  • Arnica-Gel
  • Arnica Globuli
  • Combudoron (zur Kühlung und Nachbehandlung von kleinflächigen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen)
  • Euphrasia-Augentropfen
  • Kochsalzlösung-Ampullen
  • Elektrolyt-Pulver
  • alkoholfreie Bachblüten-Tropfen
  • Fieberzäpfchen
  • Fiebermesser mit beweglicher Spitze
  • Feniallerg-Tropfen
  • Zeckenzange
  • Sicherheitsnadel
  • Verbandsschere
  • Alkoholtupfer
  • Ein Paar Einweg-Handschuhe
  • Erste Hilfe Broschüre

Wichtig: Immer wieder auf Ablaufdatum kontrollieren und Produkte gegebenenfalls ersetzen.

Zum Glück blieb vieles davon bis jetzt unbenutzt, doch es gibt mir gleich ein besseres Gefühl, wenn ich mit den Kindern damit unterwegs bin.

Ich wünsche euch möglichst unfallfreie Tage und einen bombastischen Start in den Sommer!

Sommer barfuss

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Hansaplast. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Fräulein Tiger