Vom Dschungelbuch, „Ohmmmm“ und „Nein“ – neue Strategien zur Stressbewältigung

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Vor einem Monat habe ich hier über Brüder und Geschwister geschrieben.

Nach Veröffentlichung dieses Artikels folgten diesbezüglich und Autonomiephase sei Dank kräftezehrende Wochen. Threenager hallo. Wachstumsschub olé. Dies in Kombination. Hallelujah.

Selten habe ich mich so viel fluchen gehört seit ich Mami bin. Das „Gopfverdeckel“ beherrscht mein Threenager natürlich jetzt aus dem Effeff. Shame on me. Aber hej, bin eben auch nur ein Mensch und wir alle wachsen von Tag zu Tag an den neuen Situationen, meistern unsere Launen und versuchen das Beste daraus zu machen.

Nach dem gefühlt tausendsten „Täubeli“-Anfall, Mittagspausen seit Wochen im Eimer, dem kletternden Baby überall nachhechtend, ständig im Oktopus-Modus am Brei-Löffel auffangen, Gschichtli während dem Stillen vorlesen, das Baby herumtragen, dem Grossen zuhören usw., und mit meiner Geduld irgendwann am Ende, wurde ich gar ein paar Mal richtig laut. Fand ich nicht in Ordnung, aber eben, wie war das mit dem Mensch-Sein? Ich habe mich diesbezüglich entschuldigt und versuche es mir in Zukunft zu verkneifen.

Mein derzeitiger Ratgeber „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ wird nun auch nachts als Hörbuch bei spotify verinnerlicht. Sofern ich nicht sofort wieder in eine Art komatösen Tiefschlaf falle. Bis zum nächsten Mama-Einsatz natürlich.

Dass meine ,,Ohmmmms“ vom Geburtsvorbereitungs-Yoga mal sooo nützlich sein werden wenn die Kinder erst mal da sind, das hätte ich ja damals nicht gedacht. Doch es nützt tatsächlich. Stimme ich bei ständigem Gejammer, im Kanon am liebsten, in meinen Wal-Singsang ein, ist auf einmal Ruhe im Raum. Manchmal schlafen sie gar dazu ein. Im Bett dann natürlich. Denn das Abendritual mit zwei kleinen Knirpsen ist also auch nicht immer Ohne. Dieses Ohmmmm kann ich euch also nur empfehlen. Es wirkt bei uns allen wahre Wunder. ;-) Und wenn das nichts nützt, singe und tanze ich meine Balu-Parodie vom Feinsten. Denn das Dschungelbuch sowie Gesang und Tanz werden hier heiss geliebt. Danach darf ich wieder in glückliche Gesichter blicken und wir widmen uns etwas beschwingter der nächsten Aufgabe.

Nach sehr langen und vollen Tagen und kurzen Nächten streikte dann auf einmal auch unser Immunsystem. Uns erwischte die Sommergrippe. Schleichend alle nacheinander. So richtig ätzend mit platzendem Schädel, Schnuddernase, Husten und Fieber durch die hübschen Sommertage zu kommen. Aber wisst ihr was. Alles hat auch sein Positives.

Es wurde endlich wieder etwas ruhiger bei uns. Der kleine Tiger beklagte sich eh schon über zu viel Besuch und Terminen in den letzten Wochen. Er genoss es sehr, einfach nur mit mir und dem kleinen Bruder herum zu gammeln, seine Spielsachen zu bespielen, Bücher mit mir anzuschauen, mal nicht irgendwohin zu müssen, einen kleinen Spaziergang zu machen und das Teilen mit dem Babybruder ging plötzlich auch wieder besser. Sogar die Mittagsschläfchen funktionieren wieder seitdem ich mich mit beiden in unser geliebtes Familienbett hinlege und gemeinsam mit ihnen meine Batterien auflade. Und nicht ständig noch Dieses oder Jenes erledigen möchte.

Ein Perspektivenwechsel tut manchmal ganz gut. Wir sind nun auch wieder nur noch mit dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs, schon allein das entschleunigt ungemein. Nicht immer ganz freiwillig, aber immerhin. Und wieder entspanntere Tage, ohne ständig Dies oder Das zu müssen, einfach wieder die Nase in die Sommerluft halten oder morgens stundenlang mit meinen Liebsten im Pyjama gammeln, das möchte ich wieder vermehrt machen. Energie tanken. Und dafür halt auch mal wieder etwas absagen und auf mehrere Wochen verteilen. Nein zu zu vielen Aktivitäten und Ja zu mehr Ruhe.

Denn nur so entkomme ich dem „Tammi nomol“ und bin mehr bei meinem „Ohhhhmmm“. Das freut mich und bestimmt auch die Kinder.

Bilder © Fräulein Tiger 

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Meine Kinder-Notfall-Apotheke / Erste Hilfe mit Hansaplast

Sommer

Meine absolute Lieblingsjahreszeit hat sich dieses Jahr besonders früh bemerkbar gemacht und die sonnigen Tage halten weiter an. Herrlich. Die Hosen werden wieder kurz getragen und die nackten Kinderfüsse springen über Pflastersteine und Wiesen. So soll es sein. Hurra.

Doch welches Mami kennt es nicht. Die Kinder stürzen im Eifer des Gefechts, sei es beim Laufen, mit dem Velöli usw. und holen sich Schürfwunden oder Ähnliches auf dem rauen Untergrund. Aber auch unseren ersten Bienenstich mussten wir letztens verarzten. Autsch.

Dann heisst es oftmals: Pusten, trösten, Pflaster drauf! Doch aufgepasst, wusstet ihr, dass man mit Pusten bei offenen Wunden oder eben Abschürfungen alles nur noch schlimmer machen kann? Denn das kann die Verbreitung von Bakterien unter Umständen sogar fördern. Auch die Wunde besser an der Luft trocknen und heilen zu lassen ist ein veralteter Mythos. Bei offenen Wunden sollte am besten immer ein Pflaster angebracht werden, das vor äusseren Einflüssen schützt.

Mein Nothilfekurs ist schon sehr lange her, doch mit den einhergehenden Geburten meiner Kinder bekamen zumindest die Notfall-Apotheke, Hausapotheke sowie Erste Hilfe Massnahmen gleich wieder einen höheren Stellenwert in meinem Leben. Denn als Mama möchte man ja nur das Beste für seine Kinder und die kleinen Schätze sollen deshalb auch jederzeit gut versorgt werden.

Doch seien wir ehrlich, was wir ganz genau in jedem Ernstfall tun müssen ist uns auch nach dem Nothilfekurs nicht omnipräsent. Widmen wir uns deshalb doch heute einfach mal der einfacheren Wundversorgung. Eine Schnitt- oder Schürfwunde ist ja so etwa eines der häufigsten Malheurs und macht auch vor uns Eltern (z.B. in der Küche beim Gemüseschnippeln usw.) nicht Halt. Ich bin ja ein ziemlicher ,,Schutzli“ und habe deshalb immer ein Pflaster in der Küchenschublade griffbereit.

Hansaplast Erste Hilfe

EINFACHE WUNDVERSORGUNG

  1. Um Infektionen vorzubeugen und zum eigenen Schutz: Hände mit Wasser und Seife waschen, mit einem Handdesinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.
  2. Sollte die Wunde stark bluten, erstmals die Blutung stoppen. z.B. mit Druck einer sauberen Kompresse auf die verletzte Stelle. Die Wunde sorgfältig reinigen. Unter fliessendem kalten Wasser, mit einer sterilen Kochsalzlösung oder einem Wundspray. Sollten Fremdkörper in der Wunde stecken, nicht selber entfernen und den Profis überlassen. Anschliessend die Wunde und die umliegende Haut trocknen.
  3. Die Wunde vor Schmutz und Bakterien mit einem Pflaster oder sterilen Wundverband schützen. Das Pflaster täglich wechseln.
  4. Gegebenenfalls Wundheilsalbe auftragen, um die Heilung zu beschleunigen und eine Narbenbildung zu vermindern.

Nebst der medizinischen Wundversorgung sollte man sich auch unbedingt um die kleinen Patienten kümmern und ihnen Trost spenden. Auch dann, wenn es in unseren erwachsenen Augen nicht wirklich schlimm aussieht. Dies ist für mich persönlich ebenfalls ein wichtiges Thema und ich bin dazu auf einen ganz wunderbaren Artikel hier gestossen. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn ist bereits vor einiger Zeit in meinen Ratgeberfundus eingezogen und gibt mir immer wieder ganz tolle Inputs, um die kleinen Menschlein besser verstehen und begleiten zu können.

Wie oft schleichen sich diese Floskeln „Ist doch nicht schlimm“, „Nichts passiert“ usw. in unsere damit eigentlich eher Möchtegern-Trostversuche. Einfach weil wir schon so erzogen wurden und sich das in uns verinnerlicht hat. Dabei weint kein Kind einfach ohne Grund. Und egal wie harmlos es in unseren Augen aussieht, für das Kind ist es in dem Moment einfach schlimm. Dabei helfen Verständnis und eine beruhigende Art viel mehr.

Auch Trostrituale können helfen. Hier ein paar Beispiele:

  • Tränchen abwischen und in den Arm nehmen
  • Dazu dem Kind etwas vorsingen: (Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Sunneschy, s wird bald wieder besser sy / Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Schnee, s tuet am Chindli nüme weh)
  • Es vom Schmerz ablenken (nicht mit Trostsüssigkeiten), z.B. mit einer erfundenen Geschichte, einem Buch vorlesen, einem Spiel usw.
  • Einem hübschen Pflaster

Meine Kinder haben mich nicht nur zur Wickelrucksackträgerin mit sämtlichem Klimbim von Nuggi über Ersatzklamotten usw. gemacht, sondern auch eine Notfall-Apotheke ist stets auf meinen Kamel-Karawanen-Streifzügen mit dabei.

In meiner Notfall-Apotheke befindet sich unter anderem folgendes:

  • Ein Schweizer Sackmesser, mit Pinzette und Schere
  • Händedesinfektionsmittel
  • Wundheilsalbe
  • Wundspray
  • Pflaster in diversen Grössen, Materialien und Sujets
  • Steri-Strips
  • Wundkompressen
  • steriles Hydrogelpflaster bei Verbrennungen
  • selbstklebender steriler Wundverband
  • Verbandpäckchen
  • Arnica-Gel
  • Arnica Globuli
  • Combudoron (zur Kühlung und Nachbehandlung von kleinflächigen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen)
  • Euphrasia-Augentropfen
  • Kochsalzlösung-Ampullen
  • Elektrolyt-Pulver
  • alkoholfreie Bachblüten-Tropfen
  • Fieberzäpfchen
  • Fiebermesser mit beweglicher Spitze
  • Feniallerg-Tropfen
  • Zeckenzange
  • Sicherheitsnadel
  • Verbandsschere
  • Alkoholtupfer
  • Ein Paar Einweg-Handschuhe
  • Erste Hilfe Broschüre

Wichtig: Immer wieder auf Ablaufdatum kontrollieren und Produkte gegebenenfalls ersetzen.

Zum Glück blieb vieles davon bis jetzt unbenutzt, doch es gibt mir gleich ein besseres Gefühl, wenn ich mit den Kindern damit unterwegs bin.

Ich wünsche euch möglichst unfallfreie Tage und einen bombastischen Start in den Sommer!

Sommer barfuss

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Hansaplast. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Fräulein Tiger 

Brüder {Geschwister}

Brüder

Obwohl ich selber als Einzelkind aufgewachsen bin, was natürlich auch ganz schön war und bestimmt auch viele Vorteile mit sich brachte, war für mich eines immer klar: Ich wollte gerne, sofern die Natur, die Liebe und alle anderen Faktoren mitspielen, mindestens mal zwei Kinder haben. Denn besonders an Sonn- und Feiertagen oder in den Ferien sehnte ich mich doch sehr nach einem Geschwister. Immer Freunde oder Verwandte einladen zu müssen, ist halt doch nicht das Gleiche, wie wenn man nur unter sich ist.

Und wie ihr natürlich wisst, meinte es das Schicksal gut mit mir. Mit uns. Gleich zwei gesunde Kinder durfte ich zur Welt bringen und dafür bin ich jeden Tag unendlich dankbar.

Für den kleinen Tiger brauchten wir etwas Geduld und Zuversicht, wie ihr hier und hier bei Interesse nachlesen könnt. Doch der Babytiger gesellte sich dann ganz flott in die Runde, welche positive Erfahrung ich auch keinesfalls missen möchte.

Und nun sind wir bereits seit 8 Monaten zu viert. Da geht es natürlich bei einer 24/7 Betreuung nicht immer nur rosig wolkig und tralala zu und her. Hell no. Soll es auch nicht. Wär ja langweilig. Und langweilig wird es einem mit einem Bruder oder Geschwister bestimmt nicht. Und der Mama natürlich auch nicht…

Ein kleiner persönlicher Rückblick aus den vergangenen Monaten:

Da wurde 9 Monate lang ganz gespannt die wachsende Kugel und das hüpfende Etwas auf dem Ultraschallmonitor verfolgt und doch das Ausmass eines Geschwisters noch gar nicht recht verstanden. Wie denn auch, wenn man es nur von Büchern und Hörensagen kennt. Wir wussten schliesslich ja auch noch nicht was genau auf uns zukommen wird. Doch dann war es soweit.

Die Geburt kurz und schmerzlos. Hahahaha erwischt. Immerhin kurz. Nachts während du, mein Grosser, geschlafen hast. Genau so wie ich es mit deinem kleinen Babybruder vereinbart hatte. Ein letztes Mal nach 2 3/4 Jahren dich als „Einzelkind“ ins Bett bringen. Lange hat es gedauert bis du schlafen konntest. Spürtest vermutlich auch, dass etwas Grosses vor sich ging. Die Wellen kamen fast minütlich beim Gutenachtgeschichte-Erzählen. Ich saugte diesen „letzten“ Moment ein und versuchte mich gleichzeitig auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten.

Und dann kamst du, mein Kleiner. Geflasht von der Gefühlsexplosion von diesem erneuten grossen Wunder konnte ich in dieser Nacht kein Auge zumachen. Viel zu schön war dieser Moment. Das Kennenlernen. Das Beschnuppern und das Spüren wie mein Herz sich für einen weiteren Lieblingsmenschen vergrösserte. Verdoppelte. Zack, einfach so.

Der nächste Tag. Euer Papa war bereits wieder frühmorgens nach Hause gekommen, um die guten Nachrichten dem stolzen grossen Bruder zu überbringen, wonach sofort der erste Besuch im Krankenhaus folgte.

Da lag er nun. Der kleine Bruder, schlafend und erholend von der Ankunft auf dieser hellen neuen Welt. Und du mein Erstgeborener kamst mir mit einem Mal riiiiesig vor. Etwas wehmütig und doch voller Stolz und Liebe durfte ich zusehen, wie du deinen kleinen Bruder so liebevoll begrüsst hast. Ich konnte mir und kann mir bis heute keinen besseren grossen Bruder vorstellen.

Die ersten Tage daheim waren wie in einer rosa Wolke. Nur wir vier. Alles genau so wie wir es haben wollten. Kein einziges Mal musste ich dich ermahnen, vorsichtig und zärtlich zu deinem kleinen Bruder zu sein. Du achtetest ganz genau drauf, dass du ihm nicht weh tust oder es ihm gut geht. Bis heute. Every single day. Dafür bin ich so dankbar und machte die neue Situation um ein Vielfaches einfacher.

Doch da waren auch die abendlichen Schreistunden, das Runterfahren, das Ankommen, alles was sehr viel Zeit für den Babytiger abverlangte. Deine traurigen Äuglein zu sehen, wenn du ach so geduldig auf deine heissgeliebten Gutenachtgeschichten warten musstest. Das brach mir schier das Herz. Gleichzeitig zerriss es mich innerlich, wenn der Babybruder im Bettchen weinte, während ich dem grossen Bruder die Windeln wechseln musste, ihn trösten musste, weil er gestürzt ist oder in anderen unpässlichen Situationen. Dass ich mich nun nicht mehr zu 100% nur noch einem Kind widmen kann und euch beiden gerecht werde, daran musste ich mich erst gewöhnen. Bis heute.

Und doch geht ihr beide mit dieser Situation ganz wunderbar um und auch ich komme so langsam ganz gut damit klar. Der kleine Babybruder ist natürlich einfach überall mit dabei, gehört dazu, als wäre es nie anders gewesen.

Die Schlafstündchen des Babytigers werden dafür umso mehr ausgekostet, um bewusst Zeit mit dem kleinen grossen Tiger zu verbringen. Aber auch mit dem Baby in der Trage, im Sling oder im Kinderwagen lässt es sich ganz toll vereinbaren.

Auch du mein Kleiner wächst und gedeihst. Strahlst über beide Ohren, wenn der grosse Bruder in der Nähe ist. Bist sein grösster Fan und kicherst wie wild, wenn der Grosse lustige Dinge vorführt. Möchtest einfach alles nachmachen und eiferst wie verrückt deinem Bruder nach. Da wurde mit 5 Monaten bereits gerobbt und die Wohnung unsicher gemacht. Die orale Phase in der Hochkonjunktur. Und mittlerweile 6 Zähne reicher.

Und dann konnte der Kleine plötzlich auch dem Grossen etwas beibringen. Sich zu wehren. Sein Spielzeug immerhin vor dem kleinen Bruder zu verteidigen und zu beschützen. Zerknitterte und versabberte Spielsachen, die mein Grosser so sorgfältig hegt und pflegt, kann er so gar nicht ausstehen. Kompromisse werden von nun an gemacht. Das Geschwister-Dings ist natürlich Neuland für mich. Doch umso mehr freue ich mich für euch, dass ihr einander habt.

Ihr zusammen Bücher anschaut, Spielsachen erkundet, euch ein Zimmer teilt, zusammen lacht, kuschelt und vieles mehr. Und euch natürlich auch „zankt“, einander nervt und dann wieder verträgt. Und eines ganz sicher ist: Dass ihr euch trotz allem wahnsinnig gern habt.

Und wenn ich im Auto dann auf die Rückbank schaue, die beiden kleinen Knöpfe sehe, wie sie lachen, erzählen, brabbeln, toben, schlafen oder anderen Schabernack da hinten treiben, dann geht mir das Herz auf. Es fühlt sich so komplett an. Meine Familie. Meine Jungs. Meine Liebe. Mein Glück.

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Bilder © Nadine Trolp / Fräulein Tiger

Ein Traum wird wahr: Unser neues Familienbett

Wer nicht wie ich an akuter Stilldemenz leidet, mag sich vielleicht noch daran erinnern. Vor einiger Zeit habe ich zum Thema „schlafen“ bereits hier einen sehr ausführlichen Artikel verfasst.

Seitdem ist ja wieder einiges passiert und unser kleiner Babytiger ist vor über einem halben Jahr ebenfalls bei uns eingezogen. Und zwar wie sein grosser Bruder damals, direkt vom Krankenhaus ins Beistellbettchen in unserem Schlafzimmer. Wobei das Beistellbettchen nach den ersten Wochen mehr als Rausfallschutz diente oder zum Einsatz kam, wenn der grosse Bruder ebenfalls bei Mama und Papa schlafen wollte. Das Familienbett hat sich bei uns einfach bewährt und fühlt sich für uns alle richtig an und darauf kommt es ja schlussendlich an.

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Vorteile eines Familienbettes sind unter anderem:

  • Das Stillen in der Nacht wird dadurch enorm erleichtert. Als Mama muss man nicht aufstehen und kann das Baby liegend im Halbschlaf anlegen und gleich wieder weiterschlafen. Somit bekommt man auch als Mama einen erholsamen Schlaf, trotz unterbrochener Nachtruhe. Dies ist für mich noch wichtiger geworden, da ja auch noch das grosse Geschwisterkind betreut werden muss und man sich tagsüber nicht ständig mit dem Baby hinlegen kann. Zudem wird dadurch oft eine längere Stillbeziehung ermöglicht, da dies ohne viel Aufwand möglich ist.
  • Das Co-Sleeping stärkt die Eltern-Kind-Bindung. Das Grundbedürfnis nach Nähe und Geborgenheit kann somit auch nachts erfüllt werden.
  • Die Signale des Kindes (Hunger, krank, Atempausen/ SIDS etc.) werden schneller wahrgenommen und es kann demzufolge schneller reagiert werden. Somit muss das Kind gar nicht erst weinen oder schreien.
  • Die Kinder schlafen ruhiger und können besser einschlafen, da sie sich sicher und geborgen fühlen. Albträume können so ebenfalls vorgebeugt werden.

Da wir sehr bedürfnisorientiert erziehen, passt für uns diese Konstellation ganz wunderbar. Jedoch machte uns unser bisheriges 1.60 m Elternbett dabei einen Strich durch die Rechnung.

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Speziell nach der Geburt des kleinen Babybruders und der ersten Zeit danach, benötigte der kleine Tiger aufgrund der grossen Veränderung eine extra grosse Portion an Nähe, Geborgenheit und Bestätigung, dass wir ihn noch genauso fest lieb haben wie vorher. Deshalb wollte er wieder ganz oft bei uns im Bett schlafen, obwohl er vorher problemlos in seinem Kinderbett geschlafen hat und einfach wenn er krank war oder sich nach Nähe sehnte zu uns ins Bett gesellte. Dies durfte er natürlich, doch aufgrund der engen Platzverhältnisse und dem kleinen Nachtakrobaten musste wollte der Papa nachts ins Kinderzimmer umziehen, um immerhin etwas erholsamen Schlaf zu bekommen. Doch bei einem Familienbett wünsche ich mir, dass auch alle Familienmitglieder darin Platz finden.

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Denn auch bei einem Familienbett sollte einiges beachtet werden:

  • Das Bett muss gross sein. Mind. 1.60 m
  • Die Matratzen müssen hart sein. Kein Wasserbett!
  • Das Bett darf keine Spalten haben.
  • Das Baby muss im eigenen Schlafsack schlafen. Ohne Decken und Kissen.
  • Wenn ein Elternteil raucht, ist das Elternbett tabu.
  • No Go: Wenn ein Elternteil Medikamente nimmt oder Alkohol getrunken hat.
  • Ideale Temperatur: 16 ° – 18° C (brrr, das schaffen wir in unserer Wohnung nie und nimmer, dafür ist er nur mit einem Body und Pyjamahosen gekleidet)
  • Das Baby darf nicht aus dem Bett fallen können.

Angaben von hier

Da mein Mann nachts wie ein Stein schläft und auch das Rufen unserer Kinder nicht hört, schlafen beide Kinder seit jeher neben mir am Bettrand mit einem entsprechenden Rausfallschutz, anstatt zwischen uns. Ansonsten habe ich einfach kein gutes Gefühl. Besonders wenn sie noch so klein sind wie der Babytiger.

Da der kleine Babytiger dem grossen Bruder bei ALLEM nacheifern möchte und somit auch seit ein paar Monaten fleissig durch unsere Wohnung robbt, wurde das Beistellbettchen schnell eine riskante Angelegenheit.

Ins Babybettchen im Kinderzimmer, das sich die beiden Jungs teilen (also das Zimmer nicht das Bettchen), möchten wir ihn noch lange nicht zum Schlafen legen. Das Gitterbettchen wie damals neben unser Bett stellen, wollten wir auch nicht. Viel zu sehr störte mich damals diese Barriere zwischen mir und dem kleinen Knirps und auch das Füttern und Beruhigen wurde gleich viel umständlicher.

Ein grosses Familienbett wollten wir gerne haben. Doch wie? Sollen wir uns eins bauen? Doch nach welcher Anleitung? Mein Mann ist jetzt nicht unbedingt handwerklich begabt (räusper) und eine zusammengewürfelte Variante würde unser kleines und feines Schlafzimmer nur verhunzen. Es soll schliesslich weiterhin ein ruhiger und hübscher Rückzugs- und Erholungsort bleiben. Also machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten und auch hübschen Lösung. Und ich wurde tatsächlich fündig.

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Und zwar bei Ecolignum. Einem deutschen Bettenhersteller, der sich auf Familienbetten spezialisiert hat. Die Vollholzbetten werden nur unter fairen und ökologischen Bedingungen hergestellt und aus reinen Naturmaterialien gefertigt. Und auch hier wurde darauf geachtet, dass diese auch aus nachhaltig bewirtschafteten Anbaugebieten stammen. Es werden ausschliesslich erstklassiges Erlen-, Buchen- und Eichenholz aus europäischen und nachhaltigen Förstereien verwendet. Hach. Was für eine Liebeserklärung an unsere Umwelt.

Und dann diese hübschen, schlichten und zeitlosen Designs. Ich habe mich auf Anhieb in das weisse Modell Sonora verliebt. Seufz. Unser Schlafzimmer ist wie bereits erwähnt klein und fein und dennoch stellten wir nach kurzem Messen fest, dass sogar das 2.70 m Familienbett inklusive einem Nachttisch darin Platz haben würden. Perfekt.

Das Bett wurde ruckzuck aus Deutschland geliefert und war dann in ein paar wenigen Stunden inkl. Lattenrosten komplett aufgebaut (Und das mit zwei hellwachen Kindern, die unbedingt alles ganz genau verfolgen wollten..). Das ging echt ganz fix und das Gestell aus Buchenholz duftet auch jetzt noch ganz unglaublich.

Die beiden Matratzen kauften wir jeweils in den Grössen 180 x 200 cm sowie 90 x 200 cm. Somit bekamen mein Mann und ich eine riesige Liegelandschaft von 180 x 200 cm, wo auch nächtliches Netflix-Schauen auf dem iPad nun zum Kinderspiel wurde, und die wir uns gelegentlich mit dem kleinen Tiger teilen, wenn er nicht mehr allein in seinem Kinderzimmer schlafen möchte. Der Babytiger bekam die Seite des Bettes mit der 90 x 200 cm Matratze am Rande des Bettes. Die kühle und harte Wand wurde mit einer Bettschlange abgegrenzt und als Rausfallschutz benutzen wir die Zewi Fix Decke, die perfekt auf diese Matratzengrösse passt. Somit ist er auch ohne unser Beisein wie zum Beispiel beim Mittagsschlaf oder abends prima geschützt. Wenn ich dann nachts auch ins Bett gehe, kann er ohne die Zewi Fix Decke in seinem Schlafsack in Ruhe weiterschlafen und seinem Bewegungsdrang freien Lauf lassen.

Wenn nur ich mit den Kindern zuhause bin und das kleine grosse Fägnäscht ebenfalls bei mir übernachtet, blase ich kurzerhand den Shrunks Rausfallschutz auf und lege ihn unter das Fixleintuch am anderen Ende des Bettes. So sollte niemand verletzt werden und wir bekommen alle einen erholsamen Schlaf.

Damit ihr euch unser neu eingerichtetes Schlafzimmer vorstellen könnt, kam meine liebste Fotografin Nadine Trolp vorbei und fing ein paar tolle Momente ein. Auf viel Deko verzichte ich eigentlich generell, doch besonders im Schlafzimmer. Deshalb ist es für mich so wie es ist herrlich unspektakulär. Perfekt zum Erholen. Mein kleiner Tiger fragte mich mal, ob meine „Lieblingsfarbe“ eigentlich Weiss sei. Hmmm da hat er wohl nicht ganz unrecht. ;)

So und nun kuschle ich dann mal wieder mit meinen Liebsten in unserer neuen Wohlfühloase. Tschüüüss.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Ecolignum. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Nadine Trolp

Meine Favoriten bei Stadtlandkind

Play & Go

Derzeit haben wir hier etwas (Untertreibung des Jahres) den Winterkoller und wünschen und uns nichts sehnlicher als Sonne, Wärme, grüne Landschaften und vieles mehr, was unser Sommerherz tanzen lässt und Outdoor-Programme sofort wieder etwas angenehmer macht. Zudem sind bei milderen Temperaturen auch gleich wieder mehr Menschen draussen anzutreffen. Denn wir haben langsam aber sicher genug von vereinsamten Spielplätzen, Skihosen, Handschuhen und allen anderen Kleidungsstücken, die einem beim Anziehen von zwei Kindern gefühlte 100 Hitzewallungen bescheren. Dann doch lieber nur etwas Sonnecrème sälbelen.

So nun aber genug Dampf abgelassen. Es ist wie es ist. Wollen wir uns doch viel lieber wieder den schöneren Dingen widmen. Wie zum Beispiel den aktuellen Frühlingskollektionen oder eben meinen derzeitigen Favoriten bei Stadtlandkind. Zu denen gehört unter anderem auch unser Play & Go Sack mit Strassen-Innenleben. Perfekt für unsere knappen Platzverhältnisse im Wohnzimmer und dann erst noch ratzfatz aufgeräumt. Yeah. So macht spielen in der warmen Stube Spass. Wenn es nach dem kleinen Tiger ginge am liebsten all day long.

MEINE PERSÖNLICHE TOP-AUSWAHL BEI STADTLANDKIND

Fräulein Tigers Favoriten bei Stadtlandkind1) Wie so oft zieht es mich immer wieder zu den stylischen Dänen. Die haben’s doch einfach drauf. Wie z.B. dieses wunderhübsche Hasen-Mobile von Konges Sløjd. Der perfekte Begleiter für ans Kinderbett, den Laufstall oder für unterwegs im Kinderwagen.

2) Die Tischsets von KG Design in Wolkenform sind ideal bei sämtlichen Mahlzeiten mit kleckernden Babies und Kleinkindern. Rutschfest, easypeasy abwischbar und dann noch hübsch anzusehen.

3) Der wunderbare Spielteppich im zeitlosen Design von OYOY ist in jedem Kinderzimmer von kleinen Autofans ein Eye-Catcher und verleitet zu stundenlangem Spielen. Bruuuuumm bruuumm.

4) Cathy the Carrot, Kendall the Kale und viele weitere tolle Gemüsesorten und Früchtchen von Oli&Carol unterstützen die Kleinsten beim Zahnen und können auch danach noch super bespielt werden. Die biologisch abbaubaren Beissringe aus Naturkautschuk sind handgefertigt, mit kindersicheren Farben bemalt und haben keine Löcher. Ein „Schimmelskandal“ à la Sophie la girafe bleibt da definitiv aus.

5) Senf gehört ganz klar zu meinen Lieblingsfarben. Dieser Sweater von Gray Label ist einfach ein Träumchen.

6) Hab ich schon mal erwähnt wie sehr ich Aufbewahrungskörbe liebe? Davon kann ich einfach nicht genug bekommen. Sei es für Windeln, Bälle, diverse Plüschis, Wäsche uvm. Wenn sie noch so stylisch daher kommen wie dieser Aufbewahrungskorb von ferm LIVING, dann pöpperlet mein Aufräumherz gleich ein Ticken schneller.

7) Nichts geht in meinen Augen über stilvolle Latzhosen bei den Kleinen. Diese Sommerlatzhosen in hellem grau von Gray Label sind einfach zum Dahinschmelzen.

8) Darunter gleich diesen zuckersüssen Zitronen-Body von Konges Sløjd. Wenn’s kälter wird, dann husch mit dem oben genannten Sweater kombinieren. Ach ich sag’s euch. Bei der Kombi würde ich sogar freiwillig in eine Zitrone beissen.

9) Das zuckersüsse Münz-Portemonnaie mit Piraten-Hasen von Fabelab wäre doch auch der ideale Begleiter in die Badi. Perfekt zum ein leckeres Glacé chrömle.

10) Diese wunderschöne gesteppte Krabbel- oder Bettdecke von Konges Sløjd ist doch ein Traum. Diese Farbe und dann wurde sie auch noch im Studio in Kopenhagen entworfen. Kopenhagen. Meine absolute Lieblingsstadt!

11) Dieser kleine Kerl kommt ja erstmal ganz unscheinbar daher. Aber falsch gedacht. Dieses süsse Pilz-Köpfchen hat es in sich. Die kugelige LED Pilz Lampe von Filibabba schwankt hin und her und wenn man es oben am Hütchen sanft anstubst geht ein sanftes Licht an. Dann noch ein etwas helleres und bei einem weiteren Stups erscheint ein ganzer Farbwechsel. Meine beiden Jungs finden ihn mega. Und ich sowieso. Damit wird nächtliches Stillen und Nuggi-Suchen ein Klacks und ich räum nicht ständig das halbe Nachttischli ab. Auch bei unserer letzten Übernachtung im Hotel erfüllte das süsse Pilzchen seinen Dienst.

12) Der kleine Babytiger ist wie der grosse Bruder damals ebenfalls ganz vernarrt in Stoff- und Knisterbücher. Dieses wunderschöne und zarte Knisterbuch von Konges Sløjd  ist der ideale Begleiter zum Beobachten auf der Krabbeldecke, im Laufstall und bestimmt auch als erste Einschlaflektüre.

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Stadtlandkind. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Fräulein Tiger

Wochenbett-Rückblick

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Mein Wochenbett ist seit wenigen Tagen schon um. Was erst jetzt?!, denken sich vermutlich einige unter euch, die vielleicht glaubten, das sei die Woche im Krankenhaus oder die erste Woche zuhause. Nope. Vom Wochenbett spricht man von den ersten 6 – 8 Wochen nach der Geburt. Eine Zeit in der sich die Frau und deren Körper von der Schwangerschaft und der Geburt erholt. Wer nun meint, jetzt geht es ultra entspannt weiter, der irrt sich. Als Mama hat man natürlich auch nach dieser „Erholungszeit“ immer alle Hände voll zu tun, nur hat sich langsam aber sicher eine Alltagsroutine eingependelt.

Wenn ich zurück denke frage ich mich oft, wo nur wieder diese Zeit hin ist. Auch wenn ich ganz bewusst jeden Moment oder Tag versuche zu geniessen, ist mein kleines Tigerbaby schon wieder so gross geworden, da wird das Mamaherz gleich ganz sentimental beim Durchscrollen der Fotos von den letzten Wochen. Hach. Aber ein unglaublich gutes Gefühl ist es für mich zu wissen und rückblickend sagen zu können, dass alles genau so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe. Viele Dinge kann man nicht beeinflussen. Wie z.B. die Geburt, die Gesundheit des Kindes, von einem selbst usw. Aber ich finde es umso wichtiger, dass man für alles andere, das man selber kontrollieren kann, es genau so macht, wie man es gerne möchte. Für sich und seine Familie. Und für niemanden anders.

Dies alles fällt mir natürlich leichter, da ich nun Zweifachmama bin und von meinen Erfahrungen beim kleinen Tiger profitieren konnte.

Was z.B. bei mir unter anderem zu einem entspannten Wochenbett beitrug war:

  • Ganz viel Essen vorbereiten, einfrieren, Kühlschrank und Vorratsschrank füllen. Stillen, Mama-Sein, kurze Nächte und vieles mehr benötigt ganz viel Energie.
  • Eine gute Hebamme im Voraus organisieren und am besten kurz kennenlernen. Ich wusste, dass ich diesmal möglichst auf viele Auswärtstermine verzichten wollte, vor allem mit zwei Kindern im Schlepptau. Daher wählte ich eine Hebamme, die auch Stillberatungen zuhause macht, falls es wieder anfängliche Komplikationen geben sollte.
  • Das Stillen funktionierte zum Glück dieses Mal gleich viel besser. Ich liess mich nicht von tausend gut gemeinten Ratschlägen verwirren. Pumpte nicht alle zwei Stunden ab, um die wunden Brustwarzen zu schonen, sondern griff gleich zu den leider etwas kostspieligen aber für mich anfangs unverzichtbaren Medela Hydrogel Pads, bekam täglich die Brustwarzen von der Hebamme gelasert (das Beste überhaupt! Ich bin begeistert!), bekam für den Milcheinschuss ein Brust-Tape, verzichtete dank der Hydrogel Pads auf kratzige Papier-Stilleinlagen und benutzte höchstens Silber-Stilleinlagen und pflegte die Brustwarzen nur noch mit diesem sensationellen Stillbalsam von Attitude. Zudem verzichtete ich auf das Schwangerschaftslagerungskissen und kaufte mir vor der Geburt ein richtiges Stillkissen. z.B. das von Theraline oder Boppy. Somit gab es auch keine lästigen Rückenschmerzen und Verspannungen und das Halten des kleinen Babytigers fiel dem kleinen Tiger so viel leichter.
  • Da die Geburt so gut verlief, es dem Babytiger so gut ging und ich mich fit genug fühlte, verliess ich bereits nach einem Tag das Krankenhaus und wollte mit meiner Familie in den eigenen vier Wänden sein. Das war für mich eine besonders schöne Erfahrung. Somit hatte ich auch von Anfang meine Hebamme als Bezugsperson und nicht zig gute Ratschläge von diversen Pflegekräften des Spitals.
  • Dass mein Mann die erste Woche nach der Geburt frei nahm und bei mir und den Kindern sein konnte. Das war so schön mit ihm gemeinsam all die ersten Male erleben zu dürfen. Ganz anders als beim kleinen Tiger, als er noch während des Spitalaufenthalts ins Trainingslager einrücken musste. Der kleine Tiger genoss ebenfalls seinen Papa und kam so auch keine Minute zu kurz. Hach, so viele schöne Momente waren das und so voller Liebe.
  • Besuch haben wir auf ein Minimum reduziert und immer nur grad wenn’s am Tag X auch gut passte. Für den kleinen Tiger war und ist es ja noch immer ebenfalls eine grosse Umstellung. Auch jetzt noch versuche ich nicht allzu viel Programm fix verplant zu haben. Gerade so, dass es für mich und die Kinder möglichst stressfrei ist. Aber das habe ich bereits beim kleinen Tiger so gemacht und gibt uns eine gewisse Ruhe in den Alltag.
  • Ganz vieles schon vor der Geburt besorgt. Wie z.B. Wochenfluss-Binden, Vitamin D3, Still-Oberteile, allgemein sämtliche Still-Utensilien (siehe oben, inkl. Handpumpe) usw. Damit ich nicht gleich nach der Geburt all dem Zeugs nachrennen muss und einfach den Zauber der ersten Tagen geniessen kann.
  • Das Handy ganz oft weggelegt und es immer noch stets auf lautlos gestellt. Klar, Fotos wurden so natürlich etwas weniger geknipst. Dafür viel mehr einfach nur den Moment genossen. Auf diverse Ratschläge vom WWW konnte ich diesmal glücklicherweise auch verzichten. Man weiss beim Zweiten einfach wirklich schon sooo viel mehr. Dies gibt einem eine gewisse Sicherheit. Zudem kann das Beantworten von Sms’en einfach auch mal warten und man muss nicht ständig erreichbar sein. Generell mit Kindern.
  • In den ersten zwei Wochen schlafen die meisten Neugeborenen noch sehr viel und weinen nicht allzu oft oder lange. Die abendlichen Schreiphasen und Tagesverarbeitungen oder andere anstrengende Entwicklungsschübe beginnen in der Regel nach zwei Wochen. Deshalb habe ich jede Schlafphase vom Babytiger genutzt um mit dem kleinen Tiger intensiv zu spielen, vorzulesen und und und. Damit ihm die Umstellung mit dem neuen Familienmitglied leichter fällt und er weiss, dass ich ihn immer noch genau so fest lieb habe wie zuvor.
  • Pünktlich nach zwei Wochen gingen dann auch die unruhigen Phasen los. Seitdem bin ich nach wie vor unendlich dankbar für meinen Babycarrier und meine Trageberatung, die ich während der Schwangerschaft hatte. (Dazu mehr hier) Der Babytiger fühlt sich dort pudelwohl, ich liebe es ihn ständig bei mir zu haben und gleichzeitig habe ich die Arme frei um mich um den grossen kleinen Tiger zu kümmern. Perfekt.
  • Letztes Mal machten wir die Neugeborenen Fotos bei einer Fotografin im Krankenhaus. Alles sehr stressig zwischen Stillberatung, Austrittsgespräch und Kinderarztvisite. Die Fotos, eine Katastrophe. Das Geburtskarten-Bild wurde schlussendlich ein Handy Schnappschuss und der war tausend Mal besser, als die „professionellen“ und vor allem teuren Bilder. Wir wussten es damals einfach nicht besser. Dieses Mal engagierte ich bereits vor der Geburt unsere tolle Hochzeitsfotografin Nadine Trolp, die dann fürs Shooting zu uns nach Hause kam und wir gleich in den eigenen vier Wänden ganz entspannt viele schöne Bilder knipsen konnten. Sie hat diese besonderen Momente so schön festgehalten, dass dies eine ganz wunderbare Erinnerung an diese Zeit für mich ist.
  • Kein Stress mit dem Geburtskarten-Versand. Ganz in Ruhe habe ich erstmals die tollen Bilder abgewartet und dann abends mit Baby vor den Bauch geschnallt und wippend die Karten gestaltet und bestellt. Das Karten-Schreiben musste auch auf mehrere Abende verteilt werden, da der kleine weinende Babytiger natürlich Vorrang hatte und mein Schlaf ebenfalls. Ich bin mir sicher, die Empfänger haben sich nach 7 Wochen genauso über die Karte gefreut, als wenn sie sie nach 2 oder 3 Wochen erhalten hätten.
  • Viele Dinge, die wir vorhin schon machten, genauso weitermachten. Wie z.B. einkaufen gehen, auf den Spielplatz usw. Halt einfach mit einem Persönli mehr. Dies gab uns gleich etwas Routine und es fiel einem die Decke nicht auf den Kopf. Das zusätzliche Mietauto für die Zeit war ebenfalls ein Segen für mich.

Klar, es läuft natürlich auch bei bester Vorbereitung nicht immer locker flockig tralala. Wir sind eben alle nur Menschen. Die abendlichen Gutenacht-Geschichten mussten auf einmal mit Baby in der Trage vorgelesen werden, da die Schreiphase immer genau auf diese Zeit fiel. Die Kuschelstunden vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen mussten drastisch reduziert oder gänzlich darauf verzichtet werden, da der Babytiger ebenfalls dann Ton von sich gab. Der kleine Tiger zur grossen Bruder-Rolle ab und an auch noch die Trotzphase austestet und ich mich erst an das Zurechtmachen von zwei Kindern auf Zeit gewöhnen musste. Dass nicht mehr alles nach Plan läuft, bin ich mich zum Glück von den letzten drei Jahren bereits gewohnt.

Lustige Momente gab es auch öfters vor lauter Schlafentzug und Stilldemenz. Z.B. als ich meinte ich sei fixfertig und parat für den Einkauf mit den beiden und ich zum Gehen aufforderte, meinte der kleine Tiger: „Ja Mami, und meine Schuhe?“ Da stand er doch tatsächlich mit Winterjacke, Mütze, Schal etc. und nur seinen Rutschsöckli in der Tür. Zum Glück merkten wir es nicht erst in der Migros. Oder als wir beim ersten Kinderarztbesuch auftauchten und ich die Liste mit den Fragen an den Arzt mit der Poschti-Liste verwechselt habe. Oder als ich die Pommes-Chips Packung einfach in das Putzfach legte und Tage danach fand. Man merkt, das Hirn fährt teilweise regelrecht auf Standby und kümmert sich nur um die wichtigen Dinge im Leben. Und zwar die Kinder.

Und damit wünsche ich euch allen von Herzen wunderbare Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Foto (73)

Fotos: Nadine Trolp

Geschenkideen für Babys und Kleinkinder zu Weihnachten

Lieber spät als nie noch ein paar Geschenkideen für die Last-Minute Besorger unter euch. Denn in einer Woche ist bereits Weihnachten. Wahnsinn.

Dieses Jahr hatte ich den Adventskalender-Inhalt zum Glück ja schon im September bereit, sodass es nun auch für mich jeden Tag wieder eine Überraschung ist, was denn nun im Täschchen versteckt ist. Online-Shopping läuft ebenfalls noch einmal mehr auf Hochtouren, da das Herumeilen mit beiden kleinen Knöpfen einfach zu stressig für mich ist. Zudem soll ja die Adventszeit inkl. Wochenbett und nun vierköpfigen Familie auch etwas besinnlich sein. Also alles etwas ruhiger als sonst. Und doch nervt es mich dieses Jahr ständig diesen Päckli nachrennen zu müssen. Aber ich sag’s euch. Ich freu mich ja dieses Jahr noch einmal mehr wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Der kleine Tiger versteht nun schon um einiges besser den ganzen Christchindli-Zauber und freut sich ebenfalls so sehr auf diesen Tag. Dazu noch der kleine über alles staunende im Arm eingekuschelte Babytiger. Und da auch der kleine Babytiger zu Weihnachten nicht zu kurz kommen soll und in meinem Freundeskreis nun schon viele das zweite Kind in diesem Jahr zur Welt gebracht haben, habe ich ein paar, von gefühlt tausend, Ideen für Babys und Kleinkinder hier festgehalten.

Am liebsten mag ich ja, lieber wenige dafür qualitativ hochwertigere Geschenke. Geschenke, die eine lange Nutzungsdauer haben und solche, die auch nicht immer noch zusätzlichen Stauraum wegnehmen. Ganz toll finde ich ja solche, von denen bereits ein Aufbewahrungsplatz besteht. z.B. weitere Schienen für die Eisenbahn, weitere Autöli für das Autöli-Chörbli, Küchenutensilien für die bereits vorhandene Spielküche, schöne Bücher zu den anderen ins Bücherregal. Zack. Aufgeräumt. Zudem gefallen mir solche Spielsachen, die nebst dem tollen Spieleffekt auch noch optisch was hermachen ebenfalls noch einen Ticken besser. Wenn das ganze Zeugs ja denn früher oder später wieder im Wohnzimmer verstreut liegt. Zudem lässt es das Kinderzimmer so schön einrichten und macht gleich Lust damit zu spielen. Auch Geschenke, die für beide Kinder unterschiedlichen Alters interessant sein können, finde ich ganz toll.

Weitere Ideen findet ihr in den Beiträgen der letzten Jahre. Hier, hier, hier, und hier.

Weihnachtsgeschenke Babys und Kleinkinder.jpg

  1. Die Kleinen baden meistens alle sehr gern und da das Baby-Kapuzenhandtuch irgendwann etwas zu klein wird, wäre doch ein solch hübsches Bio-Baumwoll Bademäntelchen ein super Geschenk.
  2. Das Holdie House, ein kleines feines und portables Puppenhaus, das jedes Kinderherz höher schlagen lässt.
  3. Da der kleine Tiger immer mehr in der Küche mithelfen möchte, schenken wir dem kleinen Hobby-Koch ein Kinder-Messerset von Kuhn Rikon.
  4. Nebst kochen ist auch backen total angesagt. So ein Grizzly Backset wär ebenfalls ein schönes Geschenk. Backe backe Kuchen…
  5. Wir lieben ja unsere Migros-Hörspielbox inkl. Figürli und Wichteli mit den Geschichten auf Schweizerdeutsch. Die eigentliche Erfindung und das Original wäre die Toniebox. Mit vielen verschiedenen Hörspiel-Figuren (Tonies). Von Bobo über Bibi Blocksberg zu Lars dem kleinen Eisbären und und und.
  6. Käuferliladen, Krämerladen oder einfach Migros wird bei uns ja täglich gespielt. Die Kasse, die es damals vom Osterhasen gab ist immer noch der Renner. Piep. Gescannt. Getippt. Gewogen. Bezahlt. Alles ganz geschäftig. Wie die Grossen halt.
  7. Neu gibt es dieses Jahr den Tiptoi Stift inkl. Starterset. Für den Dinosaurier-Liebhaber auch noch ein Buch und Figuren von den Grosseltern. Endlich können dann auch die Tiptoi-Spielewelten von der Ludothek „abgehört“ werden.
  8. Der kleine Tiger liebt kleine Modellautos. Besonders die von Hot Wheels. Und da er sich seit Monaten nichts sehnlicher wünscht als diese Parkgarage, bringt das Christkind dieses Jahr ein besonders grosses Päckli…
  9. Auch die Eisenbahn wird dieses Jahr um eine kompatible Autobahn und ein paar Schienen mehr erweitert. Zudem wird das dazugehörige Parkhaus seit Wochen täglich bespielt. Dieses ist von Brio. Unseres von Lidl Playtive.
  10. Spiele finde ich immer schön. Genauso wie Puzzles. Oder Bücher. Dieses kleine und feine Domino lässt sich easypeasy für unterwegs in jede Tasche oder Rucksack verstauen und hilft gegen Langeweile.
  11. Ein Geschenk, das für beide Kinder toll wäre, ist der berühmte Regenbogen von Grimms. Dieser in schwarz weiss steht ja schon lange auf meiner Wunschliste. Hier kann gestapelt werden, zusammengesetzt, Brücken oder Tunnel für Autöli oder vieles mehr erschaffen werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  12. Ebenfalls für Baby und Kleinkind interessant ist ein hübsches Kuscheltier. Wie unser Bär Nicholas. Der mit dem passenden Regenoutfit auch noch an- und ab- und umgezogen werden kann.
  13. Ein Stoffbuch mit vielen Gadgets und einer Handpuppe wie dieses schöne von Liewood finde ich ja besonders toll. Kann auch am Kinderwagen, Laufstall, Babybett oder Maxi Cosi befestigt werden. Gibt es auch in der kleineren Variante.
  14. Auch etwas Schönes und Spannendes für an den Kinderwagen, Maxi Cosi und Co ist diese Rassel von Done by Deer. Die liegt bei uns ebenfalls unter dem Bäumchen.
  15. Spieluhren finde ich ja immer besonders schön. Diese hübsche mit toller Melodie gab’s schon in der Schwangerschaft vom Götti und wurde fleissig vorgespielt. Und nun beruhigt sie den Kleinen auf unseren Spazierfahrten.
  16. In diese Hand gemachte Rassel, aka fahrbarer Hund, aka Abakus, habe ich mich ja glatt verliebt. Durch die vielen verschiedenen Facetten wäre sie definitiv lange in Gebrauch. Auch die Stapelspiele von Sarah & Bendrix habens mir angetan.
  17. Lange habe ich gesucht und endlich eine schlichte gefunden. Eine Messlatte für ins Kinderzimmer der beiden Jungs. Ebenfalls ein Geschenk für beide Geschwister in diesem Jahr. Der kleine Tiger interessiert sich nämlich ständig für die Grösse sämtlicher Familienmitglieder. So kann das viel zu schnelle Heranwachsen auch gleich festgehalten werden.
  18. Noch eine Rassel, dafür eine ganz feine, leichte und handliche von Sebra ist dieser süsse Pilz. Es geht bestimmt nicht mehr allzu lange und der kleine Babytiger greift schon selbst nach ihm.
  19. Lätzchen braucht der kleine Babytiger bestimmt auch schon bald und der kleine Tiger nach wie vor. Mit diesen grossen, hübschen und abwaschbaren Lätzchen hält sich das Geklecker in Grenzen.

So und nun versuchen wir die letzte Adventswoche noch so gut wie möglich zu geniessen und freuen uns auf Weihnachten. Mit vielen strahlenden Kinderaugen und einer riesigen Portion Christchindli-Zauber.

Foto: Fräulein Tiger