«Liebes Mami, lieber Papi, zählt doch bis zehn!»

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So heisst die aktuelle Kampagne von Kinderschutz Schweiz. Und dieses Thema beschäftigt mich persönlich schon länger. Nicht nur physische Gewalt sondern auch psychische Gewalt (z.B. Einsperren, Drohen, Liebesentzug, Ignorieren, Anschreien), steht bei vielen, wenn nicht gar bei den meisten, im nicht ganz stressfreien Familienalltag an der Tagesordnung.

In der Erziehung gibt es ja bekanntlich kein richtig oder falsch. Doch was möchte ich für meine Familie? Was möchten wir als Eltern für unsere Kinder? Mann soll nach keinem Ratgeber erziehen, hört man oft. Höre doch einfach auf dein Bauchgefühl. Doch handle ich in stressigen Situationen intuitiv, dann werde ich lauter, oder es sprudeln all diese furchtbaren Floskeln, die man selbst als Kind gehört hat „Wie viel mal soll ich noch sagen…“ usw. hervor, „Wenn/dann-Drohungen“ werden ausgesprochen und von einem liebevollen Ton bin ich gefühlt kilometerweise entfernt. Es macht mich unglücklich, unzufrieden und die Situation wird dadurch oftmals nicht besser. Zumindest langfristig nicht. Und hey, das wollte ich doch so gar nicht.

Denn als ich das erste Mal Mami wurde, war mir stets wichtig, dass die Beziehung zu meinen Kindern bedeutender sein soll, als die eigentliche Erziehung. Ich möchte ihre Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Sie sollen so sein dürfen wie sie sind. Bedingungslos. Ich begann vieles zu hinterfragen. Wollte nicht nach Schema XY vorgehen, nur weil das früher alle so gemacht haben oder auch immer noch machen. „Man ist ja schliesslich auch so gross geworden“. Doch werden wir das nicht alle? Aber auf welchem Weg und mit welchen Mitteln? Einige der Generation Grosseltern werden jetzt vermutlich mit den Augen rollen. Doch damit möchte ich nicht sagen, dass alles Alte schlecht war. Bestimmt nicht. Genauso wenig, möchte ich alle in einen Topf werfen. Dennoch. Mich interessiert das Hier und Jetzt. Denn da lebe ich. Mit meinen eigenen Kindern. Unseren Kindern. Und das ist das was zählt.

Da das mit dem Bauchgefühl in schwierigen Situationen also nicht klappte, suchte ich, respektive wir als Eltern Rat. Denn meinem Bauch oder meinem Herz gefallen derartige Auseinandersetzungen ganz und gar nicht. Bereits hier habe ich über ein paar meiner stressbewältigenden Strategien geschrieben. Es wurde tatsächlich besser. Alle waren wieder etwas ausgeglichener. Doch damit ist es natürlich nicht getan. Auf eine Phase folgt die nächste Phase, die wieder anderes von uns abverlangt. Ich las einen weiteren tollen Ratgeber (Liebe und Eigenständigkeit von Alfie Kohn), der sehr unserer Einstellung entspricht und uns half etwas mehr zu verstehen und dies auch in alltäglichen Situationen umsetzen zu können. Immer einfacher gesagt als getan, aber wir arbeiten daran. Wir. Denn wenn nicht beide am gleichen Strang ziehen, geht sowieso nichts. Daher bin ich sehr dankbar, dass mein Mann da mit mir einer Meinung ist.

Als ich mir dann dieses Video der Kampagne nach einem sehr langen Tag angeschaut habe, flossen mir nur noch die Tränen.

Solch ein Spiegel vors Gesicht zu halten, tut uns Erwachsenen ganz gut. Viel zu oft, möchten wir immer, dass uns die Kinder verstehen, verlangen einen Perspektivenwechsel oder andere Dinge von ihnen, die eigentlich nicht ihrer Hirnentwicklung und ihrem Alter entsprechen.

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Bis zehn zu zählen oder kurz raus zu gehen finde ich eine schöne Idee von den Kindern, die ich nun bestimmt das ein oder andere Mal versuche umzusetzen.

Doch ich bin eben auch nur ein Mensch. Eine Mama. Aus Leidenschaft, steht da auf meinem Blog-Slogan. Nicht zu verwechseln mit Supermom. Die es eh nicht gibt. Was wir aber alle irgendwie ein Stück weit versuchen zu sein. Pustekuchen. Seien wir ehrlich. Auch mit unseren Gefühlen. Ich zeige meine Liebe und lass die beiden sie jeden Tag fühlen und spüren, lache, genauso wie ich mal verzweifle, weine oder aber auch leider mal laut werde. Und das sollen die beiden doch bitte auch tun dürfen!

Ich gebe für euch jeden Tag mein Bestes und liebe euch bedingungslos. Komme was wolle.

Und damit. Ein Smarties auf Ex und ein Hoch auf unsere Kinder!

Bilder © Kinderschutz Schweiz (zVg)

Herbstaktivitäten mit Kindern

Hach dieser Herbst ist ja wettertechnisch genau so toll wie der diesjährige Sommer. So kann es von mir aus weitergehen. Und an Weihnachten herrschen dann wohl etwa Herbsttemperaturen…

Morgens ist es aber trotz allem doch langsam sehr kühl und feucht geworden. Wobei nachmittags die Sonnenstrahlen wieder so richtig einheizen. Da bin ich wirklich froh, kann ich meine beiden Jungs jeweils nach und nach aus ihren tollen Softshell-Zwiebellooks „schälen“. Für’s Krabbelkind ist dieser Softshell Overall inkl. wasserfeste Booties von Reima einfach perfekt geeignet. Immer schön trocken und warm und doch nicht verschwitzt. Und dasselbe beim Grossen. Der ist mit seiner Softshelljacke mit oder ohne Matschhose jederzeit bestens angezogen. Und er findet sie einfach mega. So macht das Herumtollen gleich noch mehr Spass.

Denn Herbst ist für mich definitiv Spielplatzzeit. Entdeckungstouren werden gemacht, jegliche Naturschätze werden gesammelt (ich hab da einen ganz leidenschaftlichen Sammler), manchmal auch weiterverarbeitet oder einfach bespielt. Wir sind jetzt nicht soo die Bastler. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich all diese Dinge aufstellen sollte. Ich freu mich daher fast mehr, wenn die gesammelten Stücke in einer Geschichte, einem Rollenspiel oder ähnliches wieder zum Einsatz kommen. Bis dahin sind alle Schätze in diversen Säckli (nach Blätter, Steinen, Ästchen, Nüssen, Kastanien etc. sortiert) untergebracht und können jederzeit hervorgekramt werden. Aber ein paar Ideen für In- und Outdooraktivitäten im Herbst wollte ich hier doch gerne festhalten:

  • Kastanien sammeln: für Kastanienschlangen, (oder andere Tiere, wobei ich bei diesen Zahnstöcherli-Tieren in Kombination mit dem Babytiger nicht sooo begeistert bin, dann stehen sie aus Sicherheitsgründen doch wieder nur auf dem Tisch..), Kastanienketten, Dino- oder Zootierfutter für die Schleich-Tierchen, „Marroni-Stand“, (Dino-) Landschaften / -Wälder, Kochutensilien in der Kinderküche usw.
  • Eicheln sammeln: lustige Gesichter auf die Eicheln mit deren süssen Hütchen malen, oder analog Kastanien für Futter oder Landschaften
  • Blätter: rechen im Garten, Laubhaufen für (Fantasie-) Igel herrichten, durch Blätterberge springen, Blätter sammeln, trocknen, als Stempel mit Acrylfarben auf gemalte Bäume oder Geschenkpapier etc. benutzen, oder analog Kastanien für Futter oder Landschaften, Laub-Igel/-Tiere kleben, Blätterkronen basteln
  • Steine: gehen immer. werden bei uns ganzjährig gesammelt und auf dem Sitzplatz regelrecht gehortet, daraus entstehen Labyrinthe für Ameisen, Dinos, Höhlen, Türme, spezielle Glitzersteine als Schätze, zurzeit wird alles mit seinem kleinen „Forscher“-Rucksack bis ins Detail untersucht, es wird gemeisselt, gehämmert, gepinselt, mit der Lupe untersucht… Es könnte sich ja irgendwo noch ein Knochen oder Fossil verstecken..zu süss!
  • Kürbisse/ Räbe: ich mag Kürbis ja am liebsten als Suppe verarbeitet.. oder dann als herbstliche Deko für draussen. Man könnte daraus Halloween-Gesichter oder andere Lampen schnitzen.. Oder hübsche Räbeliechtli für den Räbeliechtliumzug schnitzen.
  • an windigen Tagen: Drachen steigen lassen oder einfache Vogel-Drachen basteln und steigen lassen
  • Seifenblasen: Seifeblöterle geht immer! Wir haben diverse Pustefix-Utensilien und Seifenblasenpistolen, von ganz kleinen bis zu ganz grossen Blasen, aber Unmengen sollen es sein. Das freut gross und klein!
  • Kreidebilder malen
  • leckere Kuchen backen (Apfelkuchen, Marmorkuchen, Bananenbrot, usw…)
  • Museumsbesuche (z.B. Naturmuseum St. Gallen, Sauriermuseum Aathal)
  • Jahrmarktsbesuch, jetzt sind wieder überall tolle Herbstmärkte, die Kinderaugen leuchten lassen
  • sich einfach bewusst Zeit nehmen, den Moment geniessen, nicht von Termin zu Termin hetzen, den Jahreszeitenwechsel mit all seinen Facetten beobachten, staunen und schätzen…

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Ich wünsche euch weiterhin einen ganz bezaubernden Herbst!

Bilder © Fräulein Tiger

Die Reima Softshell Jacke sowie der Overall wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Vom Dschungelbuch, „Ohmmmm“ und „Nein“ – neue Strategien zur Stressbewältigung

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Vor einem Monat habe ich hier über Brüder und Geschwister geschrieben.

Nach Veröffentlichung dieses Artikels folgten diesbezüglich und Autonomiephase sei Dank kräftezehrende Wochen. Threenager hallo. Wachstumsschub olé. Dies in Kombination. Hallelujah.

Selten habe ich mich so viel fluchen gehört seit ich Mami bin. Das „Gopfverdeckel“ beherrscht mein Threenager natürlich jetzt aus dem Effeff. Shame on me. Aber hej, bin eben auch nur ein Mensch und wir alle wachsen von Tag zu Tag an den neuen Situationen, meistern unsere Launen und versuchen das Beste daraus zu machen.

Nach dem gefühlt tausendsten „Täubeli“-Anfall, Mittagspausen seit Wochen im Eimer, dem kletternden Baby überall nachhechtend, ständig im Oktopus-Modus am Brei-Löffel auffangen, Gschichtli während dem Stillen vorlesen, das Baby herumtragen, dem Grossen zuhören usw., und mit meiner Geduld irgendwann am Ende, wurde ich gar ein paar Mal richtig laut. Fand ich nicht in Ordnung, aber eben, wie war das mit dem Mensch-Sein? Ich habe mich diesbezüglich entschuldigt und versuche es mir in Zukunft zu verkneifen.

Mein derzeitiger Ratgeber „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ wird nun auch nachts als Hörbuch bei spotify verinnerlicht. Sofern ich nicht sofort wieder in eine Art komatösen Tiefschlaf falle. Bis zum nächsten Mama-Einsatz natürlich.

Dass meine ,,Ohmmmms“ vom Geburtsvorbereitungs-Yoga mal sooo nützlich sein werden wenn die Kinder erst mal da sind, das hätte ich ja damals nicht gedacht. Doch es nützt tatsächlich. Stimme ich bei ständigem Gejammer, im Kanon am liebsten, in meinen Wal-Singsang ein, ist auf einmal Ruhe im Raum. Manchmal schlafen sie gar dazu ein. Im Bett dann natürlich. Denn das Abendritual mit zwei kleinen Knirpsen ist also auch nicht immer Ohne. Dieses Ohmmmm kann ich euch also nur empfehlen. Es wirkt bei uns allen wahre Wunder. ;-) Und wenn das nichts nützt, singe und tanze ich meine Balu-Parodie vom Feinsten. Denn das Dschungelbuch sowie Gesang und Tanz werden hier heiss geliebt. Danach darf ich wieder in glückliche Gesichter blicken und wir widmen uns etwas beschwingter der nächsten Aufgabe.

Nach sehr langen und vollen Tagen und kurzen Nächten streikte dann auf einmal auch unser Immunsystem. Uns erwischte die Sommergrippe. Schleichend alle nacheinander. So richtig ätzend mit platzendem Schädel, Schnuddernase, Husten und Fieber durch die hübschen Sommertage zu kommen. Aber wisst ihr was. Alles hat auch sein Positives.

Es wurde endlich wieder etwas ruhiger bei uns. Der kleine Tiger beklagte sich eh schon über zu viel Besuch und Terminen in den letzten Wochen. Er genoss es sehr, einfach nur mit mir und dem kleinen Bruder herum zu gammeln, seine Spielsachen zu bespielen, Bücher mit mir anzuschauen, mal nicht irgendwohin zu müssen, einen kleinen Spaziergang zu machen und das Teilen mit dem Babybruder ging plötzlich auch wieder besser. Sogar die Mittagsschläfchen funktionieren wieder seitdem ich mich mit beiden in unser geliebtes Familienbett hinlege und gemeinsam mit ihnen meine Batterien auflade. Und nicht ständig noch Dieses oder Jenes erledigen möchte.

Ein Perspektivenwechsel tut manchmal ganz gut. Wir sind nun auch wieder nur noch mit dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs, schon allein das entschleunigt ungemein. Nicht immer ganz freiwillig, aber immerhin. Und wieder entspanntere Tage, ohne ständig Dies oder Das zu müssen, einfach wieder die Nase in die Sommerluft halten oder morgens stundenlang mit meinen Liebsten im Pyjama gammeln, das möchte ich wieder vermehrt machen. Energie tanken. Und dafür halt auch mal wieder etwas absagen und auf mehrere Wochen verteilen. Nein zu zu vielen Aktivitäten und Ja zu mehr Ruhe.

Denn nur so entkomme ich dem „Tammi nomol“ und bin mehr bei meinem „Ohhhhmmm“. Das freut mich und bestimmt auch die Kinder.

Bilder © Fräulein Tiger 

Meine Kinder-Notfall-Apotheke / Erste Hilfe mit Hansaplast

Sommer

Meine absolute Lieblingsjahreszeit hat sich dieses Jahr besonders früh bemerkbar gemacht und die sonnigen Tage halten weiter an. Herrlich. Die Hosen werden wieder kurz getragen und die nackten Kinderfüsse springen über Pflastersteine und Wiesen. So soll es sein. Hurra.

Doch welches Mami kennt es nicht. Die Kinder stürzen im Eifer des Gefechts, sei es beim Laufen, mit dem Velöli usw. und holen sich Schürfwunden oder Ähnliches auf dem rauen Untergrund. Aber auch unseren ersten Bienenstich mussten wir letztens verarzten. Autsch.

Dann heisst es oftmals: Pusten, trösten, Pflaster drauf! Doch aufgepasst, wusstet ihr, dass man mit Pusten bei offenen Wunden oder eben Abschürfungen alles nur noch schlimmer machen kann? Denn das kann die Verbreitung von Bakterien unter Umständen sogar fördern. Auch die Wunde besser an der Luft trocknen und heilen zu lassen ist ein veralteter Mythos. Bei offenen Wunden sollte am besten immer ein Pflaster angebracht werden, das vor äusseren Einflüssen schützt.

Mein Nothilfekurs ist schon sehr lange her, doch mit den einhergehenden Geburten meiner Kinder bekamen zumindest die Notfall-Apotheke, Hausapotheke sowie Erste Hilfe Massnahmen gleich wieder einen höheren Stellenwert in meinem Leben. Denn als Mama möchte man ja nur das Beste für seine Kinder und die kleinen Schätze sollen deshalb auch jederzeit gut versorgt werden.

Doch seien wir ehrlich, was wir ganz genau in jedem Ernstfall tun müssen ist uns auch nach dem Nothilfekurs nicht omnipräsent. Widmen wir uns deshalb doch heute einfach mal der einfacheren Wundversorgung. Eine Schnitt- oder Schürfwunde ist ja so etwa eines der häufigsten Malheurs und macht auch vor uns Eltern (z.B. in der Küche beim Gemüseschnippeln usw.) nicht Halt. Ich bin ja ein ziemlicher ,,Schutzli“ und habe deshalb immer ein Pflaster in der Küchenschublade griffbereit.

Hansaplast Erste Hilfe

EINFACHE WUNDVERSORGUNG

  1. Um Infektionen vorzubeugen und zum eigenen Schutz: Hände mit Wasser und Seife waschen, mit einem Handdesinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.
  2. Sollte die Wunde stark bluten, erstmals die Blutung stoppen. z.B. mit Druck einer sauberen Kompresse auf die verletzte Stelle. Die Wunde sorgfältig reinigen. Unter fliessendem kalten Wasser, mit einer sterilen Kochsalzlösung oder einem Wundspray. Sollten Fremdkörper in der Wunde stecken, nicht selber entfernen und den Profis überlassen. Anschliessend die Wunde und die umliegende Haut trocknen.
  3. Die Wunde vor Schmutz und Bakterien mit einem Pflaster oder sterilen Wundverband schützen. Das Pflaster täglich wechseln.
  4. Gegebenenfalls Wundheilsalbe auftragen, um die Heilung zu beschleunigen und eine Narbenbildung zu vermindern.

Nebst der medizinischen Wundversorgung sollte man sich auch unbedingt um die kleinen Patienten kümmern und ihnen Trost spenden. Auch dann, wenn es in unseren erwachsenen Augen nicht wirklich schlimm aussieht. Dies ist für mich persönlich ebenfalls ein wichtiges Thema und ich bin dazu auf einen ganz wunderbaren Artikel hier gestossen. Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn ist bereits vor einiger Zeit in meinen Ratgeberfundus eingezogen und gibt mir immer wieder ganz tolle Inputs, um die kleinen Menschlein besser verstehen und begleiten zu können.

Wie oft schleichen sich diese Floskeln „Ist doch nicht schlimm“, „Nichts passiert“ usw. in unsere damit eigentlich eher Möchtegern-Trostversuche. Einfach weil wir schon so erzogen wurden und sich das in uns verinnerlicht hat. Dabei weint kein Kind einfach ohne Grund. Und egal wie harmlos es in unseren Augen aussieht, für das Kind ist es in dem Moment einfach schlimm. Dabei helfen Verständnis und eine beruhigende Art viel mehr.

Auch Trostrituale können helfen. Hier ein paar Beispiele:

  • Tränchen abwischen und in den Arm nehmen
  • Dazu dem Kind etwas vorsingen: (Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Sunneschy, s wird bald wieder besser sy / Heile heile Säge, drei Tag Räge, drei Tag Schnee, s tuet am Chindli nüme weh)
  • Es vom Schmerz ablenken (nicht mit Trostsüssigkeiten), z.B. mit einer erfundenen Geschichte, einem Buch vorlesen, einem Spiel usw.
  • Einem hübschen Pflaster

Meine Kinder haben mich nicht nur zur Wickelrucksackträgerin mit sämtlichem Klimbim von Nuggi über Ersatzklamotten usw. gemacht, sondern auch eine Notfall-Apotheke ist stets auf meinen Kamel-Karawanen-Streifzügen mit dabei.

In meiner Notfall-Apotheke befindet sich unter anderem folgendes:

  • Ein Schweizer Sackmesser, mit Pinzette und Schere
  • Händedesinfektionsmittel
  • Wundheilsalbe
  • Wundspray
  • Pflaster in diversen Grössen, Materialien und Sujets
  • Steri-Strips
  • Wundkompressen
  • steriles Hydrogelpflaster bei Verbrennungen
  • selbstklebender steriler Wundverband
  • Verbandpäckchen
  • Arnica-Gel
  • Arnica Globuli
  • Combudoron (zur Kühlung und Nachbehandlung von kleinflächigen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen)
  • Euphrasia-Augentropfen
  • Kochsalzlösung-Ampullen
  • Elektrolyt-Pulver
  • alkoholfreie Bachblüten-Tropfen
  • Fieberzäpfchen
  • Fiebermesser mit beweglicher Spitze
  • Feniallerg-Tropfen
  • Zeckenzange
  • Sicherheitsnadel
  • Verbandsschere
  • Alkoholtupfer
  • Ein Paar Einweg-Handschuhe
  • Erste Hilfe Broschüre

Wichtig: Immer wieder auf Ablaufdatum kontrollieren und Produkte gegebenenfalls ersetzen.

Zum Glück blieb vieles davon bis jetzt unbenutzt, doch es gibt mir gleich ein besseres Gefühl, wenn ich mit den Kindern damit unterwegs bin.

Ich wünsche euch möglichst unfallfreie Tage und einen bombastischen Start in den Sommer!

Sommer barfuss

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Hansaplast. Der Bericht beruht aber auf meiner eigenen persönlichen Meinung.

Bilder © Fräulein Tiger