hey, it’s me

So viel Zeit ist wieder vergangen. Das Leben halt. Und in diesem (und wir haben ja nur das Eine) entwickle ich mich gerne ständig weiter. Ich mag es nicht, mich in meiner oder irgendeiner Komfort-Zone auszuruhen. Auch die Kids geben mir immer wieder Anlass und Motivation zu wachsen. Seit ich Mami bin, hinterfrage ich noch viel mehr, als ich es zuvor schon tat. Möchte Dinge bewegen. Anders machen. Mich nicht verbiegen. Nicht irgendeinem „Trend“ nachjagen. Sondern viel mehr – erkennen, was wirklich zählt.

Ganz ehrlich, der ganze Corona-Wahnsinn hat uns zuhause nicht gross gestört. Im Gegenteil. Wir waren alle viel geerdeter als sonst. Keine Verpflichtungen. Keine Verabredungen. Kein „ich muss“ und „sollte doch noch“… Nein. Wir haben die Natur genossen. Uns genossen. Einander Aufmerksamkeit geschenkt. Aber auch Pausen gegönnt. Sport gemacht. Sind kreativ gewesen. Haben viel gebacken und fein gekocht.

Die Wiedersehen mit Freunden und Familie wurden dann natürlich nicht weniger geschätzt. Umso schöner war es auch, wieder mal einen Abend für mich mit meiner lieben Kollegin und Fotografin Patrizia von Pipa and Nuuk Photography zu geniessen. Ein spontanes Fotoshooting im Kornfeld. Das tat richtig gut. Und falls du dir oder deiner Familie auch mal so etwas gönnen möchtest, dann melde dich doch bei Patrizia. Alles verändert sich so schnell, da ist es schön, solche besondere Momente auf diese Weise festzuhalten.

Auch mein Blog wurde nun endlich etwas aufgefrischt. Auch er soll sich weiterentwickeln und weiterhin zu mir passen.

Und somit. Schön, dass du noch oder wieder da bist!

Herzlichst, Olivia

Bilder: © Pipa and Nuuk

Hübsche und praktische Camping Must Haves (mit Kindern)

Wer hier schon länger liest, weiss vermutlich, dass ich es gerne „stimmig“, schön und praktisch mag. So erging es mir auch mit dem Einrichten des Wohnwagens. Vieles durften wir ja übernehmen. Einige Dinge wanderten dann aber neu in unser rollendes Schneckenhaus und es machte mir richtig viel Freude, dem Wagen eine persönliche Note verpassen zu dürfen. Wenn ich schon von weitem die Wimpelkette durch’s Fenster sehe, geht mir das Herz auf und ich fühle mich richtig „daheim“. Kein Wunder lieben es auch die Kinder, mal eine Mittagspause dort zu verbringen, auch wenn wir gerade keine Ferien machen.

Camping Must Haves

  1. Diese Kombination aus Speiseteller, Dessertteller, Schälchen und Becher aus der Bamboo-Reihe von Micasa gefiel mir so sehr, dass ich sie einfach haben musste. Auch wenn man aus Erfahrung bei Bambusgeschirr etwas mehr beim Fallenlassen auf Sprünge aufpassen muss, als bei Melamin-Geschirr, sind wir super zufrieden. Die Grössen der Teller sind einfach ideal und der Rand macht es auch für die Kinder einfach alle Nudeln „aufzuschaufeln“. :)
  2. Alles, das so wenig Platz als möglich braucht, ist ideal beim Camping: Auch dieses faltbare Abtropfsieb von Outwell erweist uns bis jetzt einen super Dienst.
  3. Solche Baumwoll-Waschlappen benutze ich auch zuhause. Deshalb wollte ich sie auch im Wohnwagen nicht missen. Ich finde sie super schön und sie riechen auch nicht so scheusslich wie Microfaserlappen nach wenigen Tagen. Zudem sind sie auch perfekt bei geölten Holztischen, bei denen die Microfaserlappen das gesamte Öl aufsaugen.
  4. Der RISATORP Korb von Ikea ist die perfekte Früchteschale. Während der Fahrt ist darin auch wunderbar Platz für andere Dinge, die untergebracht werden müssen.
  5. Ich mag diese Geschirrtücher mit Waffelmuster von H&M Home richtig gern und die frischen Farben machen schon beinahe „Lust“ um abzuwaschen. :D
  6. Die Tischsets aus Silikon benutzen wir auch zuhause. Denn da rutscht gar nix und sie sind super easy zu reinigen. Perfekt auch fürs Camping!
  7. Die kleine und feine Bettschlange von Liewood macht das Kinderbett gleich kuscheliger. Dabei wird der Spalt zur kühleren Wohnwagen-Wand ideal abgegrenzt und nimmt doch nicht allzu viel Platz ein.
  8. Wie bereits erwähnt ist die Coastal Wimpelkette von Fabelab quasi mein Tüpfchen auf dem i. Die Farben passen perfekt zum Rest und machen es gleich viel gemütlicher.
  9. Eins unserer Highlights ist aber definitiv unser aufblasbares Vorzelt Rally AIR PRO 390 Plus von Kampa. Ja richtig gelesen – zum Aufblasen. Oder besser gesagt, zum Aufpumpen. Das ist echt genial. Es ist nach dem gemeinsamen Auffädeln in der Schiene am Wohnwagen innert kürzester Zeit aufgestellt. Das Beste daran, mein Mann kann dies auch ganz ohne meine Hilfe tun und ich kann mich den Kindern widmen. Checkpoint. Es bietet unglaublich viel Platz. Zum Essen, Spielen, zur Unterbringung von Kinderwagen, Bollerwagen, Scooter usw. Es ist richtig schön hell und mit Anbringung der Vorhänge sehr gemütlich. Dazu gibt es unglaublich praktisches Zubehör, das wir uns gegönnt haben. Zum Beispiel die Jackengarderobe (Accessory Track Hanging Rail), die einfach am Vorzelt befestigt werden kann. Unser Camping-Schuhschrank oder besser gesagt Pro Accesory Track Organiser schafft ganz einfach Ordnung und man hat auch aussen alles Griffbereit. Auch die Bodenschürze (Pro Organiser Draught Skirt) mit versteckten riesengrossen und wasserfesten Staufächern möchten wir nie mehr missen. Darin findet sich alles, was nicht ständig gebraucht wird. Sandspielzeug, übrige Jacken, Kleiderbügel, Wäscheklammersack usw. Und zu guter Letzt das Sabre Link 150 LED Lampenset mit Fernbedienung. So lässt es sich noch bis tief in die Nacht im Vorzelt lesen, spielen und quatschen.
  10. Für die Jungs habe ich im Kleiderschrank die Höhenverstellbare RASSLA Aufbewahrung von Ikea angebracht. Darin bringe ich die ganze Kleidung für die Jungs perfekt unter und habe einen tollen Überblick. An der restlichen Garderobenstange können dann noch ein paar Hemden, Kleider, Blusen oder Jacken untergebracht werden.
  11. Wenn wir Erwachsenen abends mal nicht allzu müde sind vom täglichen Jubel Trubel, dann spielen wir gerne auch mal eine lustige Partie Kubb. Die kleine Taschenversion ist perfekt zum Mitnehmen.
  12. Wir machen alle vier den Campingplatz jeweils mit dem Scooter unsicher und können so einfacher längere Wege zurücklegen. Besonders toll bei grösseren Campingplätzen. Sie sind klein, leise, platzsparend und wir benötigen im Moment keinen Fahrradträger, geschweige denn -Anhänger, da die Kinder noch nicht selber Fahrrad fahren können.
  13. Die SAMLA Box von Ikea ist für uns als Spielzeugkiste bestens geeignet. Alles was reingeht, darf mit. Die muss auch immer als Erstes ausgepackt werden und abends hat man kaum etwas zum Aufräumen. Auch mal schön. Dafür sollten Ferien sein.
  14. Seifenblasen gehen immer. Pustefixe müssen einfach dabei sein.
  15. Bei uns wird täglich auf dem Platz mit Kreiden gemalt, dass meist eine Packung gar nicht reicht. Strassenkreide muss auf jeden Fall immer mit. Auch die anderen Kinder freuen sich jeweils sehr darüber und es entstehen so immer schnell und einfach schöne Kontakte unter den Kindern.
  16. Mini Spiele wie diese Bauklötze von Plan Toys sind ideal beim Campingurlaub. Besonders wenn es mal regnet sind sie ein wunderbarer Zeitvertreib.
  17. Ein Pack an zwei M-Budget Malblöcken sind ein Muss bei meinen Jungs. Diese werden auch immer bei Restaurantbesuchen mitgenommen und lassen die Wartezeit prima verkürzen. Dafür benutzt der kleine „Künstler“ am liebsten seine neuen Trio Dick Farbstifte von Stabilo, die in dem Etui immer schön sortiert bleiben. Der Kleine übt derzeit ganz eifrig alle Farben auswendig. Zu süss den beiden beim Malen zuzuschauen.
  18. Das Liewood Sandspielzeug aus Silikon lässt sich wunderbar flexibel zusammendrücken und passt deshalb auch noch in die letzte freie Ritze des Wohnwagens. Der Eimer lässt sich mit Wasser nicht ganz so einfach tragen wie ein harter Plastikeimer und die Figuren haben wir auch nicht richtig aus der Form gekriegt. Das ist aber absolut nebensächlich. Meistens brauchen sie einfach nur die Schaufel, um etwas zu buddeln, zu füllen, zu verstecken oder mit Wasser zu „götschen“. Es erfüllt absolut seinen Zweck und ist auch noch hübsch anzusehen.
  19. Was auch nie fehlen darf, sind Sticker-Hefte mit verschiedenen Welten (Tiere, Landschaften, Zoo, Dinosaurier, Bauernhof, je nach Interessen). Dabei lassen sich meist auch die Sticker wieder umkleben oder man muss den dafür passenden Ort finden. Dies macht beiden immer sehr viel Spass. Auch diese Hefte nehmen wir meistens mit, wenn wir dann auch mal im Restaurant essen.

So das war’s fürs Erste. Vielleicht sind ja auch ein paar Camper unter euch. Oder werden es noch. Oder können ein paar Dinge auch im gewöhnlichen Alltag gut gebrauchen. ;-)

Alles Liebe von mir.

Bilder © Fräulein Tiger

«Liebes Mami, lieber Papi, zählt doch bis zehn!»

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So heisst die aktuelle Kampagne von Kinderschutz Schweiz. Und dieses Thema beschäftigt mich persönlich schon länger. Nicht nur physische Gewalt sondern auch psychische Gewalt (z.B. Einsperren, Drohen, Liebesentzug, Ignorieren, Anschreien), steht bei vielen, wenn nicht gar bei den meisten, im nicht ganz stressfreien Familienalltag an der Tagesordnung.

In der Erziehung gibt es ja bekanntlich kein richtig oder falsch. Doch was möchte ich für meine Familie? Was möchten wir als Eltern für unsere Kinder? Mann soll nach keinem Ratgeber erziehen, hört man oft. Höre doch einfach auf dein Bauchgefühl. Doch handle ich in stressigen Situationen intuitiv, dann werde ich lauter, oder es sprudeln all diese furchtbaren Floskeln, die man selbst als Kind gehört hat „Wie viel mal soll ich noch sagen…“ usw. hervor, „Wenn/dann-Drohungen“ werden ausgesprochen und von einem liebevollen Ton bin ich gefühlt kilometerweise entfernt. Es macht mich unglücklich, unzufrieden und die Situation wird dadurch oftmals nicht besser. Zumindest langfristig nicht. Und hey, das wollte ich doch so gar nicht.

Denn als ich das erste Mal Mami wurde, war mir stets wichtig, dass die Beziehung zu meinen Kindern bedeutender sein soll, als die eigentliche Erziehung. Ich möchte ihre Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Sie sollen so sein dürfen wie sie sind. Bedingungslos. Ich begann vieles zu hinterfragen. Wollte nicht nach Schema XY vorgehen, nur weil das früher alle so gemacht haben oder auch immer noch machen. „Man ist ja schliesslich auch so gross geworden“. Doch werden wir das nicht alle? Aber auf welchem Weg und mit welchen Mitteln? Einige der Generation Grosseltern werden jetzt vermutlich mit den Augen rollen. Doch damit möchte ich nicht sagen, dass alles Alte schlecht war. Bestimmt nicht. Genauso wenig, möchte ich alle in einen Topf werfen. Dennoch. Mich interessiert das Hier und Jetzt. Denn da lebe ich. Mit meinen eigenen Kindern. Unseren Kindern. Und das ist das was zählt.

Da das mit dem Bauchgefühl in schwierigen Situationen also nicht klappte, suchte ich, respektive wir als Eltern Rat. Denn meinem Bauch oder meinem Herz gefallen derartige Auseinandersetzungen ganz und gar nicht. Bereits hier habe ich über ein paar meiner stressbewältigenden Strategien geschrieben. Es wurde tatsächlich besser. Alle waren wieder etwas ausgeglichener. Doch damit ist es natürlich nicht getan. Auf eine Phase folgt die nächste Phase, die wieder anderes von uns abverlangt. Ich las einen weiteren tollen Ratgeber (Liebe und Eigenständigkeit von Alfie Kohn), der sehr unserer Einstellung entspricht und uns half etwas mehr zu verstehen und dies auch in alltäglichen Situationen umsetzen zu können. Immer einfacher gesagt als getan, aber wir arbeiten daran. Wir. Denn wenn nicht beide am gleichen Strang ziehen, geht sowieso nichts. Daher bin ich sehr dankbar, dass mein Mann da mit mir einer Meinung ist.

Als ich mir dann dieses Video der Kampagne nach einem sehr langen Tag angeschaut habe, flossen mir nur noch die Tränen.

Solch ein Spiegel vors Gesicht zu halten, tut uns Erwachsenen ganz gut. Viel zu oft, möchten wir immer, dass uns die Kinder verstehen, verlangen einen Perspektivenwechsel oder andere Dinge von ihnen, die eigentlich nicht ihrer Hirnentwicklung und ihrem Alter entsprechen.

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Bis zehn zu zählen oder kurz raus zu gehen finde ich eine schöne Idee von den Kindern, die ich nun bestimmt das ein oder andere Mal versuche umzusetzen.

Doch ich bin eben auch nur ein Mensch. Eine Mama. Aus Leidenschaft, steht da auf meinem Blog-Slogan. Nicht zu verwechseln mit Supermom. Die es eh nicht gibt. Was wir aber alle irgendwie ein Stück weit versuchen zu sein. Pustekuchen. Seien wir ehrlich. Auch mit unseren Gefühlen. Ich zeige meine Liebe und lass die beiden sie jeden Tag fühlen und spüren, lache, genauso wie ich mal verzweifle, weine oder aber auch leider mal laut werde. Und das sollen die beiden doch bitte auch tun dürfen!

Ich gebe für euch jeden Tag mein Bestes und liebe euch bedingungslos. Komme was wolle.

Und damit. Ein Smarties auf Ex und ein Hoch auf unsere Kinder!

Bilder © Kinderschutz Schweiz (zVg)