Die ersten Zähne

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Ach wie oft habe ich dieses unleidliche Zähne kriegen schon verflucht. Gerade jetzt plagen den kleinen Tiger nebst dieser fiesen Erkältung auch noch die letzten vier Zähne, die noch kommen sollen (die Backenzähne sollen ja nebst den Eckzähnen die Fiesesten sein. Autsch). Zähne kriegen, eine gefühlte Never-Ending-Story. Aber bestimmt ist auch dieser Meilenstein bald geschafft…Die Ratgeber-Skala verspricht zumindest Vollendung bis zum 30. Lebensmonat. Dann sollten alle Zähne weiss blitzen. Sofern man sie natürlich immer schön fleissig putzt. Von Anfang an. Bis sie dann mit ca. 6 Jahren wieder ausfallen werden. Na toll. Immerhin weniger bis gar nicht schmerzhaft und mit Zahnfee im Gepäck. Yeah.

Als ich die ersten Symptome für den Beginn des Zahnens wie z.B. übermässiges Sabbern oder wie verrückt auf allem möglichen herumbeissen beim kleinen Tiger bemerkte, war er drei Monate alt. Bis die beiden ersten weissen Spitzen dann herausgeschaut haben und zum Einsatz gekommen sind, vergingen jedoch nochmals sechs Monate. Gemäss Babyalbum. So schnell vergisst man doch wieder. Nur die Augenringe bleiben. Vermutlich nun ein Leben lang oder mutieren schleichend zu Permanent-Tränensäcken. Aber hey, we dit it.

Und wie konnten wir die fiesen Schmerzen etwas lindern?

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Zum Einen war da unsere allerliebste Sophie, die Giraffe, die wir leider bereits ein Mal ersetzen mussten. Bei einem Ausflug ging sie tatsächlich verloren, da wir sie ÜBERALL dabei hatten. Zum Glück gehört sie längst zu den Klassikern und kann problemlos ausgetauscht werden, ohne dass das Kind es bemerkt. Sie besteht aus 100% unbedenklichem Naturkautschuk, ist mit qualitativ hochwertiger Lebensmittelfarbe bemalt und regt mit ihrem Aussehen, ihrer Form und deren Quietschen alle Sinne an. Auch der orange Beissring, den es gleich dazu gab, wird heute noch sehr geschätzt.

Auf die Veilchenwurzel hat mich damals Henrik’s Osteopathin gebracht und ist eine natürliche Alternative zum Beissring aus Plastik. Sie wird durch das Kauen und Sabbern weich und elastisch und kommt oft als Zahnungshilfe zum Einsatz. Durch das Kauen werden angeblich schmerzlindernde Inhaltsstoffe freigesetzt. Befestigt an einer Schnullerkette wie diese hier ging sie uns nie verloren und war gleich etwas hygienischer. Zur Desinfektion soll man sie in regelmässigen Abständen mit kochendem Wasser übergiessen. Für die späteren Backenzähne sollte dann eine etwas grössere Veilchenwurzel gewählt werden.

Auch die kleine versilberte Babyrassel in Hasenform, die wir zur Geburt geschenkt bekommen haben, dient beim Zahnen zur Kühlung. Sie ist leicht, handlich und bimmelt so schön. Das auf hochglanzpolierte Silber wirkt zudem antibakteriell. Ideal. So süss und mal überhaupt nicht 0815.

An kühlende Beissringen für den Kühlschrank gibt es jede Menge Auswahl. Wie z.B. die Milette Fische oder einen von MAM, der selbst Backenzähne erreicht, oder einen extra Kleinen für die ganz Kleinen ab zwei Monaten (hier) und und und. Hier kommt es ganz auf Geschmack der Eltern und vor allem Alter und Vorliebe des Kindes an. Unser von Chicco war ebenfalls ein Geschenk zur Geburt und ist für ein Alter ab ca. 6 Monaten geeignet.

Als Zahngel haben wir nebst den Osanit Globuli den natürlichen von Osa verwendet. Er enthält Kamillen-, Nelken-, Salbei- und Pfefferminzöl sowie Propolis-Tinktur und kühlt, beruhigt und pflegt das gereizte Zahnfleisch. Es schützt vor Entzündungen und ist zudem zuckerfrei.

Anstelle von den Osanit Globuli bekam ich den Hebammen-Tipp für die homöopathischen Einzeldosen Camilia von Boiron, die wir oft verwendeten und noch etwas einfacher zu verabreichen sind. Der enthaltene homöopathische Wirkstoff Chamomilla lindert die Schmerzen während des Zahnens, ist fiebersenkend und beruhigend. Phytolacca decandra ist ebenfalls ein geeignetes Mittel beim Zahnen, insbesondere bei starkem Verlangen auf etwas zu beissen. Es lindert ebenfalls die Schmerzen und ist fiebersenkend. Rheum ist ein Mittel gegen Durchfall, was beim Zahnen oftmals als Nebenerscheinung auftritt.

Des Weiteren gab ich ihm später so mit ca. 6 Monaten kühlende Gurken- oder Karottensticks aus dem Kühlschrank (Achtung wegen Verschlucken!), ging viel mit ihm an der frischen Luft spazieren, haben ganz viel gekuschelt, Lieder vorgesungen und alles was sonst noch von den Schmerzen ablenkt.

Erst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie mein Baby mit Zähnen dann aussehen soll. Und jetzt ist das breite Grinsen mit den vielen süssen Milchzähnen nicht mehr wegzudenken.

Bilder: © Fräulein Tiger

Geschenke zur Geburt

Letzte Woche war ich seit langem wieder einmal auf Geschenksuche für meine grossen und Henriks kleinen Freunde. Etwas kleines und feines für jeden musste her. Der kleine Tiger war natürlich auch dabei. Wie gut, dass vis à vis des Geschäftes gleich eine Baustelle inklusive Bagger vor Ort war. Er drückte sich die Nase an der Scheibe platt, ass eine gefühlte halbe Stunde lang sein Znüni-Böxli leer und kommentierte Mamas Auf und Ab, ihr Gestöber durch die Regale und das emsige Zusammensuchen. Da ich die Ladenbesitzerin (von bella casa) kannte, war das auch in aller Ruhe möglich. Sie hielt mich budgetmässig auf dem Laufenden und schaffte Ordnung in meinem Sammelsurium, das sich allmählich auf der Ladentheke gebildet hatte. Ach schön war’s. Hätt ich doch am liebsten gleich alles für mich selbst gebunkert. Und dann waren da noch die herzallerliebsten Dinge für die ganz frischen Erdenbürger. Das inspirierte mich gleich dazu, ein paar Geschenksideen für die süssen Neuankömmlinge zusammen zu suchen. Von ganz preiswert bis eher teuer. Ganz nach Budget, Beziehung zum Kind (Gotti, Götti (Pate/Patin), Grosseltern, Bekannte usw.) und natürlich Geschmack. Wer weiss, vielleicht ist auch etwas für euch dabei?Geschenke zur Geburt1) Wie wär’s mit einem Steckvogel von Sebra, der auch im Kinderzimmer eine gute Falle macht und nicht wie all die anderen Steckspiele und Pyramiden in einer Kiste versteckt werden muss? Holzspielzeug finde ich persönlich sowieso immer viel hübscher und hochwertiger.

2) Eine Spieluhr finde ich auch immer ganz toll und beruhigend für die Kleinen. Diese Eule namens Olivia (ohne Witz!) von Ferm Living habe ich mir bereits vor der Schwangerschaft von Henrik gekauft. Während der Schwangerschaft kam sie dann via Bauchdecke zum Einsatz und schläft nun seit Geburt in seinem Bettchen. Die Melodie, Brahms Lullaby, hatte ich bereits als Baby in meinem Teddy und ist auch für mich eine schöne Kindheitserinnerung. Praktisch finde ich auch die Hängevorrichtung. Sie kann somit auch als Mobile zum Einsatz kommen.

3) ,,Mensch bist du gross geworden!“ Das hören Kinder vermutlich ständig. Aber seit ich selbst Mama bin, kann ich den Satz endlich nachvollziehen und staune so oft, wie schnell die Zeit vergeht. Um diese Meilensteine festzuhalten, wäre doch eine hübsche Messlatte zum Beispiel die Safari-Version von Done by Deer eine gute Idee. Nachtrag: Hab soeben gemerkt, dass die hübsche Messlatte (I’m Not A Baby) von Baby Art nun ebenfalls in der Schweiz erhältlich ist. Diese gefällt mir auch sehr gut und ist mit diversen Aufklebern individuell zu verzieren möglich.

4) Eine Gutenacht-Lampe eignet sich zum Beispiel zur Einstimmung aufs Abendritual, fürs nächtliche Reinschleichen, gegen die Angst vor Dunkelheit und fürs spätere böse Geister Vertreiben sowie für die Kinderzimmer-Aufhübschung. Wir bekamen einst den wunderbaren Miffy geschenkt, den ich nicht mehr hergeben würde. Das dimmbare Licht und die süsse Hasenfigur hat es uns angetan. Aber auch die neue etwas preisgünstigere PaperBoat Lampe von Goodnight Light finde ich einen super Hingucker. Gibt’s auch in sämtlichen Farben.

5) Puck- und Mulltücher kann doch jede Mutter und jedes Neugeborene gut gebrauchen. Sei es zum Einwickeln und Beruhigen, zum Zudecken, zum Spucke und K**** abwischen (das was oben rauskommt – klar :D), oder beim Stillen als Sichtschutz. Wers mag. Ich hatte dafür selten Zeit, keine Lust oder gar Hemmungen. Warum auch in der heutigen so stillfreundlichen und modernen, herrlich unverklemmten Zeit. Und mal ehrlich, wer findet so eine stillende Brust schon anziehend. Abgesehen von den wenigen Fetischisten natürlich. Aber anyway, die Tücher von Aden + Anais finde ich mit den diversen Muster ein hübsches und sogleich praktisches Geschenk.

6) Eine hübsche Kinderwagenkette zu finden, empfand ich in meiner Schwangerschaft als ein Ding der Unmöglichkeit. Die handelsüblichen bammelnden Plüschtiere und hölzernen Figuren entsprachen nicht meinem Geschmack und versperrten mir die Sicht auf mein süsses Baby, das in der riesigen Kinderwagenwanne doch eh schon unterging. Die verschiedenen Exemplare von Sebra finde ich aber wirklich schön und ich hätte mich damals sehr über eine solche Kette gefreut.

7) Anfangs wirkt das Babyzimmer oft noch karg, steril, vielleicht eher neutral gehalten und noch ohne viel Leben. Wie wär’s zum Beispiel mit einem schönen Print von Mimirella? Ich tausche noch heute regelmässig die Bilder in Henriks Zimmer aus und wir erfreuen uns beide an den neuen ,,aufgefrischten“ Abbildungen an der Wand.

8) Ein Baby-Fotoalbum hält das erste und ganz besondere Jahr fest. Für die Eltern wie auch für die Kleinen ein Buch, das man immer wieder gerne anschaut. Wie schnell gehen auch bestimmte Taten und Meilensteine vergessen. Dies festzuhalten lohnt sich und fiel mir mit dem Babyalbum (Meine Babyzeit) von Bellybutton besonders leicht. Die modern gestalteten Seiten, ohne viel Chichi sowie das handliche und kleine Format überzeugten mich restlos.

9) Sophie la Girafe, wer kennt sie nicht. Der Klassiker in Frankreich seit mehr als 45 Jahren. Die süsse Giraffe aus Naturkautschuk und Lebensmittelfarbe dient prächtig als Zahnungshilfe, zur Sinnesanregung und als treuen und handlichen Begleiter. Sie kam bei uns in der was-passiert-wenn-ichs-auf-den-Boden-schmeiss-Phase einige Male unter die (Kinderwagen)Räder, da sie aber auch noch fröhlich quiekt, ging sie dabei nie verloren.

10) Ein Rucksack mag etwas gar verfrüht sein. Aber wie oben schon erwähnt, wachsen sie so schnell und schwupp wollen sie ihren eigenen Rucksack mit ihren liebsten Dingen füllen und mittragen. In der Zwischenzeit kann ihn Mama auch als Wickeletui, als Spielsachen-Transporttasche oder als Deko-Element im Kinderzimmer nutzen. Den von Mini Rodini finde ich besonders süss. Gabs auch mal in coolem gelb oder süssem rosa, bevor sie überall ausverkauft waren.

11) Last but not least. Die Babyrassel. Vermutlich eines der ältesten Bespassungs- und Beilaunehalte-Mittel der Menschheit. Die Schnecke kriecht bei uns jetzt noch „das Bergli uf und hine wieder abe“. Das süsse Bambi am Holzring gefällt mir auch besonders gut. Beides von Sebra.