Was lesen wir heute? Part IX

Bereits ein Jahr ist seit der letzten Büchertiger-Reihe vergangen. Die Bücherliebe ist geblieben und das Bibliotheks-Abo auf noch mehr Bücher zum Ausleihen erweitert worden. Jippiii! Immer noch eins unserer Highlights im Monat. Die Interessen haben sich natürlich im letzten Jahr auch verändert und die Kinder sind grösser und reifer geworden. Da machen auch lange Vorlesegeschichten noch mehr Spass.

Der Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst ist gerade sehr beliebt. Das kleine Gespenst lebt bei Paul und seinen Eltern in deren Türschloss der Altbauwohnung. Denn wer behauptet schon, dass Gespenster in Burgschlössern leben? Das junge Schlossgespenst hat lauter Quatsch im Kopf und bringt uns alle immer wieder zum Lachen. Zudem hilft er Paul sich in der Schule gegen zwei Fieslinge zu wehren und Paul kann sich ein Leben ohne Zippel gar nicht mehr vorstellen. Als dann noch das Türschloss ausgetauscht werden soll, muss dringend ein Plan her!

Alle haben einen Po ist hier nach über einem Jahr immer noch der Renner. Mit tollen Illustrationen zum menschlichen Körper. Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Wie wir unseren Körper schützen und pflegen. Aber auch für ein gutes Bewusstsein zum eigenen Körper. Dass der einzig und allein einem selber gehört. Das ist mir sehr wichtig, dass meine Kinder das wissen und sich auch dafür einsetzen oder wehren.

Max und die Mini Monster Band 1 ist eine lustige Geschichte von 5 Monstern namens Rüssel, Spitzer, Spatz, Käptn Zack und Glubsch, die sich bei Max in der Kommode eingenistet haben. Niemand glaubt ihm und nimmt seine Angst vor Monstern ernst. So geht er der Sache selber auf den Grund und es entsteht eine wunderbare Freundschaft zwischen Max und den lustigen kleinen Monstern. Und für uns Eltern als Input, immer die Gefühle der Kinder ernst zu nehmen, nicht abzutun und ihnen bei ihrer Angst beizustehen.

Max und die Mini Monster Band 2 musste dann natürlich nach dem ersten Band auch gleich mit nach Hause. Den Monstern wird es zuhause allmählich langweilig. Deshalb schmuggeln sie sich in den Schulranzen von Max und begleiten ihn in die Schule. Doch dann geht das Chaos los. Die Monster gehen verloren. Und der gemeine Patrick, der Max immer ärgert, bekommt ebenfalls eine Lektion erteilt.

Es geht rund ist so toll gemacht. Hier werden uns einige Kreisläufe des Lebens erklärt. Zum Beispiel wie aus Kaulquappen ein Frosch wird oder aus einem Apfelkern ein Apfelbaum mit Früchten. Die Natur ist so genial. So spannend für Gross und Klein!

Das grosse Buch der kleinen Hexe beinhaltet alle fünf Geschichten der kleinen Hexe Lisbet, wie sie Weihnachten feiert, als sie Geburtstag hat, das altbekannte mit dem geheimnisvollen Haus, wie sie auf Reisen geht und wie sie in die Schule kommt. Einfach magisch!

Vorsicht wild! ist eine lustige Geschichte, die von dem 10 jährigen Max und dessen neuen Mini-Löwen Leo handelt. Leo geht sogar mit in die Schule und darf auf keinen Fall entdeckt werden. Er wird zu einem Freund, der sich Max schon immer gewünscht hat.

Für alle Ninjago Fans ist das grosse Ninja Lexikon ein Muss und unser bestes Bücher-Ferienmitbringsel, das sich die Jungs ausgesucht haben. Täglich werden Figuren verglichen, die grossen Legosets bestaunt und daraus vorgelesen.

Und da es im Herbst jetzt wieder kuscheliger wird, macht Vorlesen auf dem Sofa gleich noch mehr Freude.

Ich wünsche euch allen einen tollen Herbstbeginn!

Bilder © Fräulein Tiger

Mental Load – ein Gastbeitrag von Mental- und Gesundheitscoach Goni Boller

„An manchen Tagen schieben sich dunkle Wäscheberge vor die wunderbaren Momente, wo ich schöne Dinge mit meinem Kind tue. Eigentlich müsste ich noch 1000 Dinge tun und komme einfach nicht vom Fleck.

An solchen Tagen werden die Nerven weniger und es kann zu einer Herausforderung werden, gelassen zu bleiben. 

Das kennen wahrscheinlich die meisten Mütter. 

Gleichzeitig wissen wir ja auch, dass es gerade in stressigen Situationen am meisten bringt, wenn wir ruhig bleiben können. Krampfhaft zu versuchen entspannt zu bleiben hilft jedoch auch nicht, weil die Kinder das merken und zu allem auch noch verunsichert werden. Dazu ist es auch noch mega anstrengend.

Doch was hilft?

Wenn wir auf 180 sind, dann beginnt die Reaktion in unserem Körper mit dem Ausschütten von Stresshormonen. Diese sind dazu vorgesehen, dass wir uns in einer lebensbedrohlichen Situation schützen können. Das gelingt durch Angriff, Flucht oder Erstarren. Handeln wir dann in der Situation auch so, als ob wir bedroht würden, dann bestätigt das unserem Körper, dass die Reaktion richtig war.

Stoppen wir jedoch diese Reaktion, dann können wir anders handeln und unserem Gehirn mitteilen, dass alles in Ordnung ist und die Stresshormone nun wieder abgebaut werden können. Das kann eine Weile dauern und kann durch körperliche Aktivität beschleunigt werden.

Meine Lieblings-Art diese Reaktion zu stoppen ist es, die Bauchdecke zu entspannen. Das ist so simpel, aber trotzdem wahnsinnig effektiv. Wie genau das geht erkläre ich später nochmals.

Eine Freundin hatte mir kürzlich von so einem Tag erzählt. Irgendwie hat nichts so geklappt, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie waren zu spät zu einem Termin, wurden verregnet, weil sie den Wetterbericht nicht angeschaut hat und das Essen ist angebrannt. Am Nachmittag war wieder schönes Wetter und sie mit der Tochter unterwegs. Es gab sogar ein Eis für die beiden. Doch als die Tochter damit fertig war und kein zweites Eis haben durfte, sagte sie: “Du bist doof. Ich mag dich nicht mehr.”

Sie war sofort auf 180 und der folgende Konflikt mit der Tochter heftig. Vielleicht wäre es meiner Freundin mit der folgenden Technik auch gelungen das Ruder rumzureissen.

IN 3 SCHRITTEN ZUR ENTSPANNUNG / SELBSTREGULATION

Schritt 1:

Achte dich mehr darauf, was in deinem Körper vor sich geht. So erkennst du mit der Zeit schneller wie Wut, Enttäuschung oder Frust in dir Aufsteigen. Das kannst du daran erkennen, dass sich dein Puls verschnellert, du schwitzige Hände bekommst oder es irgendwo beginnt zu kribbeln in deinem Körper.

Schritt 2:

Sage dir selbst so etwas wie “Aha, ich bin wütend.” statt das Kind anzumeckern. Anders ist es natürlich, wenn dein Kind dabei ist eine riesengrosse Dummheit zu machen, dann halte es erst davon ab, bevor du irgendetwas anderes machst.

Es ist voll ok wütend zu sein. Wut ist eine wichtige Emotion, denn sie sagt dir, dass etwas nicht so ist, wie du es gerne gehabt hättest. Sie gibt dir eine wichtige Information und spendet auch Energie, die du verwenden kannst, um etwas zu verändern.

Schritt 3:

In diesem Schritt kommt die Sache mit der Bauchdecke. Achte dich nur auf deine Bauchdecke, ist sie entspannt? Atmest du tief in deinen Bauch hinein? Die Antwort lautet höchstwahrscheinlich zwei Mal “Nein”. Dann ändere das, der Bauch darf dabei ruhig hinausstehen oder -hängen, das soll er sogar.

Nun wirst du dich schon ganz anders fühlen und hast viel mehr Reaktionsmöglichkeiten.

Du kannst nun deinem Kind erklären, warum du es gar nicht magst, wenn es dir sagt du seist doof. Das habe dich wütend gemacht und du hättest ein paar Atemzüge tief in den Bauch hineingeatmet, damit diese Wut wieder etwas weniger wurde.

Vielleicht kannst du das aber auch noch eine Weile nicht anbringen, weil dein Kind schon weg ist oder selbst so wütend, da es ja das Eis nicht haben durfte. Auch das ist ok. Dann redet ihr eben später.

Doch für dich ganz persönlich wird es sich 1000 Mal besser anfühlen, wenn du es geschafft hast gelassen zu bleiben.

DEINE BAUCHDECKE ENTSPANNT SICH NICHT? DANN HILFT VIELLEICHT DIES:

Falls dir das Ding mit der Bauchdecke nicht so entspricht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die helfen können in dem Moment nicht die Kontrolle zu verlieren. Zum Beispiel 10 grüne Dinge im Raum aufzuzählen oder Hampelmänner springen. Klingt beides ziemlich absurd, aber deine Kinder werden das bestimmt amüsant finden.

Der tolle Nebeneffekt dieser Übungen ist es, dass dein Kind von dir lernt, wie man mit Wut umgehen kann. Denn sie zu unterdrücken, wie das viele in der Elterngeneration noch gelernt haben, ist nicht die beste Lösung und meiner Meinung nach eine der grossen Herausforderungen für uns als Eltern.

Haben wir selbst nicht gelernt mit unseren Emotionen umzugehen, so werden wir dies unseren Kindern nicht vorleben können. Auch tun wir uns dann schwer damit, diese Emotionen zu begleiten. Den Umgang mit den eigenen Gefühlen zu üben bringt uns aber nicht nur in unserer Aufgabe als Eltern mega viel, sondern auch für uns selbst. Es ist eine Fähigkeit, die uns in so mancher Lebenssituation vieles erleichtern wird.

Die Kinder können uns durch ihr herausforderndes Verhalten wunderbar dabei helfen, solche “Baustellen” anzugehen. Wenn du dabei Unterstützung haben möchtest, dann kann ich dir wärmstens empfehlen dir einen Coach wie mich an deine Seite zu holen. Auch ich selbst mache das, wenn ich merke, dass ich anstosse und in einem Bereich nicht weiterkomme.“

Vielen Dank liebe Goni für deine Tipps! Denn auch ich setze auf Authentizität, allen Gefühlen freien Lauf zu lassen, sich auch zu entschuldigen, wenn es mit der Gelassenheit mal nicht so gelingt und die Bindung zum Kind immer vor der „Erziehung“ steht.

Weitere interessante Inputs von Goni, die übrigens selber Mama von einem kleinen Jungen ist, gibt es hier auf ihrem Blog zu lesen, oder ihr erfährt noch mehr bei einem Onlinekurs oder einem Online-Coaching.

Bild:  © Irina L Pixabay

hey, it’s me

So viel Zeit ist wieder vergangen. Das Leben halt. Und in diesem (und wir haben ja nur das Eine) entwickle ich mich gerne ständig weiter. Ich mag es nicht, mich in meiner oder irgendeiner Komfort-Zone auszuruhen. Auch die Kids geben mir immer wieder Anlass und Motivation zu wachsen. Seit ich Mami bin, hinterfrage ich noch viel mehr, als ich es zuvor schon tat. Möchte Dinge bewegen. Anders machen. Mich nicht verbiegen. Nicht irgendeinem „Trend“ nachjagen. Sondern viel mehr – erkennen, was wirklich zählt.

Ganz ehrlich, der ganze Corona-Wahnsinn hat uns zuhause nicht gross gestört. Im Gegenteil. Wir waren alle viel geerdeter als sonst. Keine Verpflichtungen. Keine Verabredungen. Kein „ich muss“ und „sollte doch noch“… Nein. Wir haben die Natur genossen. Uns genossen. Einander Aufmerksamkeit geschenkt. Aber auch Pausen gegönnt. Sport gemacht. Sind kreativ gewesen. Haben viel gebacken und fein gekocht.

Die Wiedersehen mit Freunden und Familie wurden dann natürlich nicht weniger geschätzt. Umso schöner war es auch, wieder mal einen Abend für mich mit meiner lieben Kollegin und Fotografin Patrizia von Pipa and Nuuk Photography zu geniessen. Ein spontanes Fotoshooting im Kornfeld. Das tat richtig gut. Und falls du dir oder deiner Familie auch mal so etwas gönnen möchtest, dann melde dich doch bei Patrizia. Alles verändert sich so schnell, da ist es schön, solche besondere Momente auf diese Weise festzuhalten.

Auch mein Blog wurde nun endlich etwas aufgefrischt. Auch er soll sich weiterentwickeln und weiterhin zu mir passen.

Und somit. Schön, dass du noch oder wieder da bist!

Herzlichst, Olivia

Bilder: © Pipa and Nuuk